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                <title level="s">Religiöse Friedenswahrung und Friedensstiftung in Europa (1500-1800): Digitale Quellenedition frühneuzeitlicher Religionsfrieden </title>
                <title level="a">Einleitung</title>
                <principal ref="http://d-nb.info/gnd/111186870">Irene Dingel</principal> 
                <editor role="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/edt" ref="http://orcid.org/0000-0002-1509-6960">Thomas Stäcker</editor>
                <author role="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/com">Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz</author>
                <editor role="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/mrk">Silke Kalmer</editor>
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                <edition>Digitale Edition gemäß <ref target="http://www.tei-c.org/">TEI P5</ref>
                </edition>
                <funder>Deutsche Forschungsgemeinschaft</funder>
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                <date when="2013-10-17" type="issued">2013</date>
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                        <p xml:lang="en">This file is licensed under the terms of the Creative Commons License CC-BY 4.0 (Attribution 4.0 International)</p>
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                <p>Born digital.</p>
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                <p>Die Edition ist 2018 von der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel an die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt umgezogen.</p>
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                <head>Einleitung</head>
                <p> Mit der Quellenedition wird erstmals die Textbasis bereitgestellt, um die
                    Grundlagen vormoderner Friedensstiftung in Religionsfragen in ganz Europa
                    vergleichend zu erforschen. Die Edition soll die Zeitspanne von 1529, dem ersten
                    Kappeler Landfrieden, bis 1788, dem sog. Woellnerschen Religionsedikt, umfassen.
                    In den ca. 50 Religionsfrieden wurden Strategien und Mechanismen entwickelt, um
                    nach Aufbrechen der religiösen Einheit im Gefolge der Reformation und
                    zahlreichen Religionskriegen zu einem kooperativen Ausgleich oder zumindest zu
                    einer Koexistenz der sich bildenden Konfessionen zu kommen. Während die gut
                    2.000 politischen "zwischenstaatlichen" Friedensverträge des Zeitraums zwischen
                    1450 und 1789 erschlossen und teilweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
                    wurden, sind die Religionsfrieden bis heute - mit Ausnahme einzelner
                    wirkmächtiger, wie etwa dem Augsburger Religionsfrieden, dem Edikt von Nantes
                    oder dem Westfälischen Frieden -, nicht oder nur wenig bzw. lediglich in
                    Auszügen bekannt. Es fehlt bislang an einer für Forschung und Lehre dringend
                    benötigten historisch-kritischen Edition frühneuzeitlicher Religionsfrieden. Mit
                    der digitalen Quellenedition werden Texte in ihrer damals zuerst
                    veröffentlichten Form (Erstdrucke) zugänglich gemacht, anhand derer es überhaupt
                    erst möglich wird, Vielfalt und Eigenart frühneuzeitlicher Religionsfrieden
                    interdisziplinär zu analysieren. Auf dieser Grundlage lassen sich politische,
                    juristische und theologische Verhandlungsprämissen und Argumentationsmuster, die
                    Differenzerfahrungen der beteiligten Konfliktparteien und die für eine
                    friedliche Koexistenz entwickelten Lösungswege in ihrer Kontextgebundenheit und
                    Interdependenz erkennen. </p>
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