<?xml-model href="../../../customization/schema_einleitungen/religionsfrieden-einleitungen.rng" type="application/xml" schematypens="http://relaxng.org/ns/structure/1.0"?>
<tei:TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="pa000008-0222">
      
      <teiHeader>      
         <fileDesc>         
            <titleStmt>
               
               <title level="a">Vertrag von Kaaden (<date when="1534-06-29">29. Juni 1534</date>) - Einleitung</title>
               <title level="s">Europäische Religionsfrieden Digital</title>
               
               <author role="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/aui">
                    <persName>Jan Martin Lies</persName>
                </author><!-- Autor einfügen -->
               <respStmt>
                    <resp ref="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/mrk">Mitarbeit</resp>
                    <persName>Kevin Wunsch</persName>
                    <persName>Silke Kalmer</persName>
                </respStmt>
            </titleStmt>         
            <editionStmt>
               <edition>Digitale Edition gemäß <ref target="http://www.tei-c.org/">TEI P5</ref>
                </edition>
               <funder>Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz</funder>
                <principal>Unter der Leitung von Irene Dingel und Thomas Stäcker</principal>
            </editionStmt>         
            <publicationStmt>
               <publisher>
                  <orgName ref="http://www.isni.org/0000000119314040">Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz</orgName>
               </publisher>           
               <distributor>
                  <orgName ref="http://www.isni.org/0000000110101946">Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt</orgName>
                  <idno type="ISIL">http://lobid.org/organisation/DE-17</idno>
               </distributor>
               <date when="2022-02-25" type="issued">2013</date> <!-- Datum anpassen -->
               <availability>
                  <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
                     <p xml:lang="en">This file is licensed under the terms of the Creative Commons License CC-BY 4.0 (Attribution 4.0 International)</p>
                  </licence>
               </availability>
            </publicationStmt>         
            <sourceDesc>
                <p>Born digital.</p>
            </sourceDesc>         
         </fileDesc>      
         <encodingDesc>         
            <projectDesc>
               <p>
                    <ref target="https://eured.de">Europäische Religionsfrieden Digital</ref>
                </p>
            </projectDesc>
            <classDecl>
               <taxonomy xml:id="marcrelator">
                  <bibl>
                        <idno type="URI">http://id.loc.gov/vocabulary/relators/</idno> MARC Code List for Relators </bibl>
               </taxonomy>
            </classDecl> 
         </encodingDesc>      
         <profileDesc>         
            <langUsage>
               <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage> 
         </profileDesc>      
         <!--<revisionDesc><change/></revisionDesc>-->      
      </teiHeader>
   <text>
      <body>

         <!-- Beginn der gesamten Einleitung -->


         <head>Vertrag von Kaaden (<date when="1534-06-29">29. Juni 1534</date>) - Einleitung</head>

         <!-- Beginn Kapitel "1. Historischer Kontext" -->

         <div type="chapter" n="1">
            <head>Historischer Kontext</head>

            <div type="section" n="1">
               <head type="sub">Territorialpolitik: Herrschaftskrise und Vertreibung <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrichs</rs> aus <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs>
                    </head>
               
               <p>Mit dem Vertrag von <rs type="place" ref="#kaaden">Kaaden</rs> wurde der Versuch unternommen, eine Vielzahl
                  von Konflikten zu regeln, deren Ursprünge ganz unterschiedlicher Natur waren
                  und die in der Territorial-, der Reichs- sowie der Religionspolitik begründet lagen.</p>
               
               <p>Im Jahr <date when="1519">1519</date> wurde <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> von Truppen des Schwäbischen Bundes<note type="annotation">Zum Schwäbischen Bund vgl. <rs type="bibl" ref="#carl_bund">
                                <surname type="author">Carl</surname>, Bund</rs>.</note> aus seinem
                  <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Herzogtum</rs> vertrieben. Dies war der vorläufige Endpunkt einer Entwicklung, die gepägt war durch
                  jahrelange Auseinandersetzungen um ständische Mitspracherechte und eine unverantwortliche herzogliche Finanzpolitik.
                  Im Zuge dessen war es zum Aufstand des <q>Armen Konrad</q>
                        <note type="annotation">Vgl. dazu <rs type="bibl" ref="#schmauder_wuerttemberg">
                                <surname type="author">Schmauder</surname>, Württemberg</rs>.</note> im Jahr <date when="1514">1514</date> gekommen. Überdies hatten Skandale wie die 
                  heimtückische Ermordung <rs type="person" ref="#hans_hutten">Hans von Huttens</rs> durch <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrich</rs> 
                  und die Flucht seiner Gemahlin <rs type="person" ref="#sabine_bayern">Sabine</rs> zu ihren Brüdern, den Herzögen von <rs type="place" ref="#bayern_kurfuerstentum">Bayern</rs>,
                  wegen Gewalttätigkeiten in ihrer Ehe, das Ansehen des <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzogs</rs> nachhaltig beschädigt.<note type="annotation">Vgl. zu alldem <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie, S. 25-44</rs>.</note>
                    </p>
                  
               <p>
                        <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> hatte sich mit diesen Handlungen einflussreiche Vertreter der eigenen Landschaft, 
                  wie <rs type="person" ref="#dietrich_spaet">Dietrich Spät</rs> und <rs type="person" ref="#georg_staufer">Georg Staufer</rs>, die Familie Hutten und die Herzöge von <rs type="place" ref="#bayern_kurfuerstentum">Bayern</rs> zu erklärten 
                  Feinden gemacht. Während <rs type="person" ref="#dietrich_spaet">Spät</rs> und <rs type="person" ref="#georg_staufer">Staufer</rs> aus <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> flohen, verlangten die Familie Hutten 
                  und die bayerischen Herzöge von <rs type="person" ref="#maximilian_i">Kaiser Maximilian I.</rs>, gegen <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrich</rs> vorzugehen. Obwohl der <rs type="person" ref="#maximilian_i">Kaiser</rs>
                  offenbar persönlich in die Fluchtpläne seiner Nichte <rs type="person" ref="#sabine_bayern">Sabine</rs> eingeweiht war und sein Rat 
                 <rs type="person" ref="#renner_hans">Hans Renner</rs> dabei sogar aktiv mitwirkte, verweigerte er zunächst schärfere Maßnahmen
                  und strebte stattdessen einen Ausgleich zwischen <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> und seinen Gegnern an.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie, S. 44-48</rs>.</note>
                    </p>
                  
               <p>Da seine Bemühungen fehlschlugen und die Gegner <rs type="person" ref="#urlich_wuerttemberg">Ulrichs</rs> auf eine Verurteilung des <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzogs</rs> drängten,
                  zitierte der <rs type="person" ref="#maimilian_i">Kaiser</rs> den <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog</rs> schließlich <date when="1516">1516</date> vor sein Gericht. Den dort ausgearbeiteten Vergleich lehnte
                  <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrich</rs> jedoch ab, weil dieser vorsah, dass er seine Herrschaft in <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> für sechs Jahre an ein ständisches Regiment abzutreten habe.
                  <rs type="person" ref="#maximilian_i">Maximilian I.</rs> verhängte daraufhin der Reichsacht über ihn. Unmittelbar im Anschluss
                  daran akzeptierte <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrich</rs> den kaiserlichen Ausgleich im Vertrag von <rs type="place" ref="#blaubeuren">Blaubeuren</rs>,
                  woraufhin er vom <rs type="person" ref="#maximilian_i">Kaiser</rs> aus der Acht entlassen wurde.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie, S. 49-52</rs>.</note>
                    </p>
                  
               <p>Doch der <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog</rs> hielt sich nicht an die Vertragsbestimmungen, und der <rs type="person" ref="#maximilian_i">Kaiser</rs> konnte weder den Reichstag noch
                  den Schwäbischen Bund dazu veranlassen, Maßnahmen gegen <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrich</rs> zu ergreifen.
                  Denn in seiner argumentativen Verteidigungsstrategie verband <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrich</rs> sein Schicksal
                  geschickt mit der reichsfürstlichen Solidarität und konnte sich so die Unterstützung 
                  wichtiger Standesgenossen (Kurfürsten und Fürsten) sichern. Der <rs type="person" ref="#maximilian_i">Kaiser</rs> verhängte  
                  daraufhin im Jahr <date when="1518">1518</date> erneut in die Reichsacht über den <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog</rs>.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie, S. 53-57</rs>.</note>
                    </p>
                  
               <p>Ein Jahr später versuchte <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> das Machtvakuum zu nutzen, das durch den Tod <rs type="person" ref="#maximilian_i">Maximilians I.</rs> entstanden war.
                  Als er die Nachricht erhielt, einer seiner Diener sei durch Bürger der Stadt <rs type="place" ref="#reutlingen">Reutlingen</rs> in einer
                  dortigen Herberge erschlagen worden, belagerte er die <rs type="place" ref="#reutlingen">Stadt</rs>, nahm ihr nach der Übergabe an ihn 
                  alle reichsständischen Freiheitsrechte und gliederte sie in sein <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Territorium</rs> ein. 
                  Damit verstieß er eklatant gegen die Rechtsordnung des <rs type="place" ref="#roemisches_reich">Reiches</rs>. Der bayerische Rat
                  <rs type="person" ref="#eck_leonhard">Leonhard von Eck</rs> nutzte diese Situation, und es gelang ihm, die Mitglieder des 
                  Schwäbischen Bundes zu einem Feldzug gegen <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrich</rs> zu veranlassen. Das <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Herzogtum Württemberg</rs>
                  wurde von Bundestruppen besetzt und der <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog</rs> vertrieben. Ein direkter Rückeroberungsversuch
                  <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrichs</rs> scheiterte und das <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Land</rs> wurde <rs type="person" ref="#karl_v">Kaiser Karl V.</rs> zur Verwaltung unterstellt.
                  Dieser verhängte erneut die Reichsacht über <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> aufgrund von seinen fortgesetzten Umtrieben, die auf Rückgewinnung des <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Herzogtums</rs> gerichtet waren, <date when="1521">1521</date> abermals in die Reichsacht.
                  Im Zuge der Erbschaftsregelungen im Haus Habsburg <date when="1522">1522</date> übertrug der <rs type="person" ref="#karl_v">Kaiser</rs> das <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Herzogtum</rs>
                  dann seinem Bruder <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinand</rs>.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie, S. 57-80</rs>.</note>
                    </p>
            </div>
            
            <div type="section" n="2">
               <head type="sub">Reichspolitik: Opposition gegen die Habsburger</head>
               <p>Die Vertreibung <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrichs</rs> sowie die damit einhergehende 
                  Überstellung des <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Herzogtums Württemberg</rs> unter habsburgische Verwaltung wurde formal ordnungsgemäß durchgeführt.
                  Dieses Vorgehen hätte aber deutlich weniger Widerstand hervorgerufen, wenn die berechtigten Ansprüche anderer Familienmitglieder 
                  der Württemberger Dynastie (von <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrichs</rs> Bruder <rs type="person" ref="#georg_wuerttemberg">Georg</rs> und seinem noch minderjährigen Sohn <rs type="person" ref="#christoph_wuerttemberg">Christoph</rs>) 
                  auf die Herrschaft in <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> nicht übergangen worden wären.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie, S. 67-76</rs>.</note> 
                  Dies bot den Ansatzpunkt für eine Opposition gegen die Habsburger, die sich auf die
                  reichsfürstliche Solidarität gegenüber einer sich offenbar ausdehnenden Königsmacht gründen konnte.<note type="annotation">Dabei konnten sich 
                  <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrich</rs> und seine Unterstützer auf die Walkapitulation <rs type="person" ref="#karl_v">Karls V.</rs> berufen. Darin hatte der neue <rs type="person" ref="#karl_v">Kaiser</rs> zugesagt,
                  allen <q>churfursten, fursten, herren und anderen</q>,
                  denen mit Gewalt, unrechtmäßig etwas abgenommen worden sei, beizustehen und ihnen zu ihrem Recht zu verhelfen. Vgl. <rs type="bibl" ref="#drta_jr_1">DRTA.JR 1, Nr. 387, S. 864-876, bes. S. 868f</rs>.</note>
                    </p>
                  
               <p>Die Bestrebungen der Habsburger, <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinand</rs> noch zu Lebzeiten seines Bruders <rs type="person" ref="#karl_v">Karl</rs>
                  zum römisch-deutschen König wählen zu lassen, befeuerten eine antihabsburgische
                  Stimmung im <rs type="place" ref="#roemisches_reich">Reich</rs>.  
                  Denn es stellten sich die erheblichen verfassungsrechtlichen Fragen, nach der Rechtmäßigkeit einer Königswahl 
                  zu Lebzeiten des Kaisers und wie mit einer durch solche Wahl herbeigeführten Doppelherrschaft 
                  im <rs type="place" ref="#roemisches_reich">Reich</rs> prinzipiell umzugehen sei. Auf der Basis solcher Bedenken eröffneten sich weite politische
                  Handlungsspielräume für eine Opposition gegen die Habsburger, auch gegen ihre Herrschaft in Württemberg.<note type="annotation">Vgl. dazu <rs type="bibl" ref="#kohler_antihabsburgische_politik">
                                <surname type="author">Kohler</surname>, Antihabsburgische Politik</rs>; <rs type="bibl" ref="#lies_krieg">
                                <surname type="author">Lies</surname>, Krieg, S. 61-123</rs>.</note>
                    </p>
                  
               <p>Der <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog</rs> und seine Unterstützer argumentierten fortan noch intensiver mit der reichsfürstlichen Solidarität und
                  zeigten zudem Gefahren für die <q>deutsche Libertät</q>
                        <note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#schmidt_idee">
                                <surname type="author">Schmidt</surname>, Idee</rs>.</note> durch eine mögliche 
                  Erbmonarchie der Habsburger im Reich auf. Zu dem wichtigsten Unterstützer <rs type="person" ref="#ulrich_württemberg">Ulrichs</rs> wurde seit der Mitte der 1520er Jahre
                  <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf Philipp von Hessen</rs>. Der Landgraf befand sich zu diesem Zeitpunkt mit den Habsburgern bereits in einem Konflikt
                  aufgrund der Streitigkeiten um die Erbschaft <rs type="place" ref="#katzenelnbogen_grafschaft">Katzenelnbogens</rs>
                        <note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#schmidt_landgraf_philipp">
                                <surname type="author">Schmidt</surname>, Landgraf Philipp</rs>.</note> und weitete seine Opposition 
                  gegen die Habsburger nun aus.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#lies_krieg">
                                <surname type="author">Lies</surname>, Krieg, S. 41-66</rs>; <rs type="bibl" ref="#wille_philipp">
                                <surname type="author">Wille</surname>, Philipp</rs>.</note>
                  Durch intensive diplomatische Bemühungen und religiösen Pragmatismus gelang es ihm, eine Allianz mit den 
                  Herzöge von <rs type="place" ref="#bayern_kurfuerstentum">Bayern</rs> und dem <rs type="person" ref="#johann_sachsen">Kurfürsten von Sachsen</rs> (<q>Saalfelder Bund</q> von <date when="1531">1531</date>)<note type="annotation">Vgl. dazu <rs type="bibl" ref="#kohler_antihabsburgische_politik">
                                <surname type="author">Kohler</surname>, Antihabsburgische Politik, S. 230-244</rs>.</note> unter Einbeziehung des <rs type="person" ref="#franz_i">französischen Königs</rs> (Vertrag von <rs type="place" ref="#scheyern">Scheyern</rs>, <date when="1532">1532</date>)<note type="annotation">Vgl. dazu <rs type="bibl" ref="#kohler_antihabsburgische_politik">
                                <surname type="author">Kohler</surname>, Antihabsburgische Politik, S. 285-288</rs>.</note>, zu formen.
                  Während die Bayern im Süden des <rs type="place" ref="#roemisches_reich">Reiches</rs> als territorialpolitische Rivalen der Habsburger auftraten und
                  selbst Ambitionen hegten, den Königsthron zu besteigen,<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#kohler_antihabsburgische_politik">
                                <surname type="author">Kohler</surname>, Antihabsburgische Politik, S. 82-97</rs>.</note> protestierte <rs type="person" ref="#johann_sachsen">Johann von Sachsen</rs>
                  als Kurfürst Ende <date when="1530">1530</date> offiziell gegen die erfolgte Wahl <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinands</rs>,<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#kohler_antihabsburgische_politik">
                                <surname type="author">Kohler</surname>, Antihabsburgische Politik, S. 171-176</rs>.</note> und der <rs type="person" ref="#franz_i">französische König</rs>, der <date when="1519">1519</date> <rs type="person" ref="#karl_v">Karl V.</rs> bei
                  der damaligen Königswahl unterlegen gewesen war, versprach wertvolle Finanzhilfen.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#kohler_antihabsburgische_politik">
                                <surname type="author">Kohler</surname>, Antihabsburgische Politik, S. 285-288</rs>.</note>
                  Die Position der Habsburger im Südwesten des <rs type="place" ref="#roemisches_reich">Reiches</rs>
                  schwächten der <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf</rs> und die Herzöge von <rs type="place" ref="#bayern_kurfuerstentum">Bayern</rs> zusätzlich, indem sie die Verlängerung 
                  des Schwäbischen Bundes <date when="1534">1534</date> hintertrieben und der Bund sich daraufhin auflöste.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#lies_krieg">
                                <surname type="author">Lies</surname>, Krieg, S. 105-122</rs>; <rs type="bibl" ref="#lauchs_bayern">
                                <surname type="author">Lauchs</surname>, Bayern, S. 22-33</rs>.</note>
                    </p>
            </div> 
            
            <div type="section" n="3">
               <head type="sub">Religionspolitik: <rs type="person" ref="#ulrich_württemberg">Herzog Ulrich</rs> und die Reformation</head>
               <p>Seit <date when="1522">1522</date> pflegte <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> Kontakte zu den reformatorisch gesinnten Schweizer Eidgenossen. 
                  Dies führte dazu, dass er im Jahr <date when="1524">1524</date> mit <rs type="person" ref="#farel_guillaume">Guillaume Farel</rs> einen reformatorischen
                  Hofprediger in der ihm verbliebenen <rs type="place" ref="#moempelgard_grafschaft">Grafschaft Mömpelgard</rs> anstellte. <rs type="person" ref="#farel_guillaume">Farel</rs> hatte
                  er in <rs type="place" ref="#basel">Basel</rs> kennengelernt. Die Beziehungen in die reformatorisch gesinnten Orte der <rs type="place" ref="#schweiz">Schweiz</rs> besaßen in der Folge
                  eine hohe politische Bedeutung für den <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog</rs>. Er erhoffte sich diplomatische Unterstützung
                  und warb um Schweizer Söldner, mit denen er <date when="1525">1525</date> im Zuge des Bauernkrieges abermals
                  erfolglos versuchte, <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> zurück zu erobern.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie, S. 82-90</rs>; <rs type="bibl" ref="#brecht_ehmer_suedwestdeutsche_reformationsgeschichte">
                                <surname type="author">Brecht, Ehmer</surname>, Südwestdeutsche Reformationsgeschichte, S. 97-113, bes. S. 109</rs>.</note>
                    </p>
               
               <p>Die reformatorische Gesinnung des <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzogs</rs> war neben dessen antihabsburgischer Politikausrichtung sowie dynastischen Beziehungen
                  ein Hauptmotiv für die Unterstützung durch <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf Philipp von Hessen</rs>. In den folgenden Jahren intensivierten sich <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Philipps</rs>
                  Kontakte zu den reformatorischen Schweizern, und der <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf</rs> versuchte, ein politisches Bündnis
                  mit ihnen zu schließen. Eine Trennung der Wittenberger von der Schweizer Reformation wollte <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf Philipp</rs> durch das
                  Marburger Religionsgespräch <date when="1529">529</date> sowie seinem Einsatz auf dem <rs type="event" ref="#reichstag_augsburg_1530">Augsburger Reichstag</rs> <date when="1530">1530</date> verhindern.<note type="annotation">Vgl. die <ref type="einleitung" target="0125#">Einleitung</ref> zum <ref type="einleitung" target="0124#">Augsburger Reichstagsabschied</ref> von <date when="1530">1530</date>; vgl. zudem <rs type="bibl" ref="#hauswirth_landgraf_philipp">
                                <surname type="author">Hauswirth</surname>, Landgraf Philipp</rs>; <rs type="bibl" ref="#lies_krieg">
                                <surname type="author">Lies</surname>, Krieg, S. 85-105</rs>.</note>
                    </p>
               
               <p>Zwar waren diese Bemühungen <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Philipps</rs> nicht vollständig erfolgreich, doch die harte, auf Umsetzung des <rs type="event" ref="#wormser_edikt">Wormser Edikts</rs>
                  pochende Haltung des <rs type="person" ref="#karl_v">Kaisers</rs> und seines Bruders <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinand</rs> auf den Reichstagen von <rs type="event" ref="#reichstag_speyer_1529">Speyer</rs> <date when="1529"/> und <rs type="event" ref="#reichstag_augsburg_1530">Augsburg</rs> <date when="1530"/> führten
                  zur Gründung des Schmalkaldischen Bundes <date when="1531">1531</date>. Der <rs type="person" ref="#karl_v">Kaiser</rs> sah sich daraufhin <date when="1532">1532</date> gezwungen, in der Religionsfrage mit den
                  Protestanten den <rs type="event" ref="#anstand_nuenberg_1532">Nürnberger Anstand</rs> auszuhandeln, was <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf Philipp</rs> zunächst zu hintertreiben suchte, da er fürchtete,
                  der Abschluss des <rs type="event" ref="#anstand_nuernberg_1532">Anstandes</rs> könne ihm militärische Maßnahmen gegen die Habsburger in <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> erschweren.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#lies_krieg">
                                <surname type="author">Lies</surname>, Krieg, S. 113-122</rs>.</note>
               </p>
            </div> 
            
            <div type="section" n="4">
               <head type="sub">Der Feldzug <date when="1534">1534</date> und die Friedensverhandlungen</head>
               <p>Eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des Feldzuges
                  des hessischen <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgrafen</rs> nach <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> <date when="1534">1534</date> 
                  war der Vertrag von <rs type="place" ref="#bar_le_duc">Bar le Duc</rs> zwischen
                  <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Philipp</rs> und dem französischen <rs type="person" ref="#franz_i">König Franz I.</rs> 
                  In persönlichen Gesprächen hatten die beiden eine französische 
                  Finanzhilfe für den Krieg des <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgrafen</rs> gegen die Habsburger ausgehandelt, die jedoch dadurch kaschiert
                  wurde, dass dem <rs type="person" ref="#franz_i">französischen König</rs> von <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> und seinem Bruder <rs type="person" ref="#georg_wuertemberg">Graf Georg</rs> die <rs type="place" ref="#moempelgard_grafschaft">Grafschaft Mömpelgard</rs>
                  verpfändet wurde.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#lies_krieg">
                                <surname type="author">Lies</surname>, Krieg, S. 123-128</rs>; <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie, S. 143-145, 159f</rs>.</note>
                    </p>
               
               <p>Als das Heer des <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgrafen</rs> schon abmarschbereit stand, unternahm <rs type="person" ref="#ludwig_pfalz">Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz</rs>
                  noch eine letzte Vermittlungsbemühung. Er schlug vor, dass bei Anerkennung der Wahl <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinands</rs> 
                  zum römisch-deutschen König das <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Herzogtum</rs> an <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrich</rs> zurück gegeben werden sollte. Doch in der konkreten Situation
                  wollte sich <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrich</rs> nicht mehr länger auf Verhandlungen einlassen, und so kam es zum Krieg.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynasteie, S. 152f</rs>.</note>
                    </p>
               
               <p>Am <date when="1534-05-01">1. Mai 1534</date> begann der <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf</rs> seinen Feldzug. Bei <rs type="place" ref="#lauffen">Lauffen</rs> kam es am <date when="1534-05-13">13. Mai</date> zum
                  entscheidenden Gefecht zwischen den feindlichen Truppen, in dem das hessische Heer siegte.
                  Lediglich vier Bergfestungen wurden danach noch
                  bis Ende Mai von habsburgischen Besatzungen gehalten, dann aber auch übergeben.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie, S. 153-158; <rs type="bibl" ref="#wille_philipp">
                                    <surname type="author">Wille</surname>, Philipp, S. 144-192</rs>.</rs>.</note>
                    </p>
               
               <p>Noch im Mai begannen die Anstregungen des <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgrafen</rs>, den militärischen Triumph in einen
                  dauerhaften politischen Erfolg umzumünzen. Er verwarf die zunächst vorhandene Idee,
                  den Krieg in die habsburgischen Erblande zu tragen, und zwar aus politischen, militärtaktischen und
                  finanziellen Gründen. Stattdessen ermächtigte er <rs type="person" ref="#johann_friedrich_sachsen">Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen</rs>, 
                  Verhandlungen mit <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinand</rs> über ein Ende des Krieges und die Errichtung
                  einer stabilen Nachkiegsordnung zu führen.<note type="annotation"> Vgl. <rs type="bibl" ref="#lies_krieg">
                                <surname type="author">Lies</surname>, Krieg, S. 148-179</rs>; <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie, S. 158-162</rs>.</note>
                    </p>
               
               <p>Seit <date when="1533">1533</date> bemühte sich <rs type="person" ref="#albrecht_mainz">Kurfürst Albrecht von Mainz</rs>, eine Einigung zwischen <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinand</rs>
                  und <rs type="person" ref="#johann_friedrich_sachsen">Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen</rs> in der strittigen Frage der Königswahl zu erzielen.
                  Eine ähnliche Initiative hatte <rs type="person" ref="#georg_sachsen">Herzog Georg von Sachsen</rs> im <date when="1534-02">Februar 1534</date> ergriffen. In <rs type="place" ref="#annaberg">Annnaberg</rs>
                  fanden zu Beginn des <date when="1534-06">Juni 1534</date> daraufhin erste Verhandlungen statt, in denen sich rasch zeigte, 
                  dass eine Vermittlung in dem Konflikt über die Königswahl ohne Lösung der Württemberger Frage
                  kaum gelingen konnte. Darum ließen sich die beiden Vermittler sowie <rs type="person" ref="#johann_friedrich_sachsen">Kurfürst Johann Friedrich</rs> und 
                  <rs type="person" ref="#ferdinand_i">König Ferdinand</rs> zusätzlich auf Verhandlungen über einen Frieden in <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> ein. Um 
                  <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinand</rs> eine persönliche Teilnahme an diesen Gesprächen zu ermöglichen, wurden die Verhandlungen
                  von <rs type="place" ref="#annabwerg">Annaberg</rs> nach <rs type="place" ref="#kaaden">Kaaden</rs> verlegt. Dort wurde am <date when="1534-06-29">29. Juni 1534</date> der Vertrag von <rs type="place" ref="#kaaden">Kaaden</rs> geschlossen.<note type="annotation">Zu dem schwierigen Verlauf der Verhandlungen von <rs type="place" ref="#annaberg">Annaberg</rs> und <rs type="place" ref="#kaaden">Kaaden</rs> vgl. <rs type="bibl" ref="#kohler_antihabsburgische_politik">
                                <surname type="author">Kohler</surname>, Antihabsburgische Politik, S. 358-371</rs>.</note>
               </p>
            </div> 
            
            <div type="section" n="5">
               <head type="sub">Streitigkeiten über den Inhalt des Vertrages und dessen Gültigkeitsdauer</head>
               <p>Der <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf</rs> hatte <rs type="person" ref="#johann_friedrich_sachsen">Kurfürst Johann Friedrich</rs> eine umfassende Vollmacht zu Verhandlungen
                  mit <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinand</rs> erteilt. Denn weder <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Philipp</rs> noch <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> sandten Unterhändler nach <rs type="place" ref="#kaaden">Kaaden</rs>.
                  Als die Bedingungen des Vertrages ihnen bekannt wurden, weigerte sich 
                  <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> strikt, den Artikel der Afterlehenschaft, 
                  also die Oberhoheit des <rs type="place" ref="#oesterreich_erzherzogtum">Erzherzogtums Österreich</rs> über <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs>, anzuerkennen. Er verlangte
                  vielmehr, dass <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> ein freies Reichslehen bliebe. <rs type="person" ref="#johann_friedrich_sachsen">Kurfürst Johann Friedrich</rs> hatte in 
                  diesem Punkt während der Verhandlungen von <rs type="place" ref="#kaaden">Kaaden</rs> ebenfalls verfassungsrechtliche Bedenken geäußert,
                  doch <rs type="person" ref="#ferdinand_i">König Ferdinand</rs> hatte auf dieser Regelung kompromisslos bestanden.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#kohler_antihabsburgische_politik">
                                <surname type="author">Kohler</surname>, Antihabsburgische Politik, S. 365</rs>.</note>
                  Der <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf</rs> akzeptierte diese Regelung, woraus sich ein heftiger Konflikt zwischen ihm und dem <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Württemberger Herzog</rs> entwickelte,
                  der erst im <date when="1535-02">Februar 1535</date> gelöst werden konnte, indem <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> einen Tag vor Ablauf der
                  gesetzten Frist<note type="annotation"> Vgl. <ref type="quelle" target="0221#artikel_17">Art. 17</ref> des Vertrags von <rs type="place" ref="#kaaden">Kaaden</rs>.</note>, den Vertrag in allen seinen Punkten gerade noch rechtzeitig ratifizierte.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#lies_krieg">
                                <surname type="author">Lies</surname>, Krieg, S. 166-209</rs>; <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie, S. 196-198</rs>.</note>
               </p>
               
               <p>Auch in Bezug auf die Religionsfrage erhob sich Streit. Es war in den Kaadener Verhandlungen
                  zwar gelungen, ein Verbot religiöser Neuerungen in <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> durch <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> 
                  zu verhindern. Der Vertragstext blieb in seinen Religionsbestimmungen unklar und offen für Interpretationen.
                  Die Herzöge von <rs type="place" ref="#bayern_kurfuerstentum">Bayern</rs> versuchten dies zu nutzen, um gegen <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrich</rs> 
                  bei <rs type="person" ref="#ferdinand_i">König Ferdinand</rs> zu intrigieren und dessen neuerliche Absetzung mit Vertreibung zu erwirken.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie, S. 194-196, 198-203</rs>.</note>
                  Im Jahr <date when="1535">1535</date> reisten sowohl <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> als auch der <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf</rs> und <rs type="person" ref="#johann_friedrich_sachsen">Kurfürst Johann Friedrich</rs>
                        <note type="annotation">Zur Wienreise des <rs type="person" ref="#johann_friedrich_sachsen">Kurfürsten</rs> und dessen <q>Wiener Vertrag</q> mit <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinand</rs> vgl. <rs type="bibl" ref="#mentz_johann_friedrich_2">
                                <surname type="author">Mentz</surname>, Johann Friedrich 2, S. 60-68</rs>; <rs type="bibl" ref="#waltz_wiener_vertrag">
                                <surname type="author">Waltz</surname>, Wiener Vertrag</rs>.</note>
                  nach <rs type="place" ref="#wien">Wien</rs>, um weitere Gespräche mit <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinand</rs> zu führen. <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> und <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf Philipp</rs>
                  leisteten dabei den Fußfall vor <rs type="person" ref="#ferinand_i">Ferdinand</rs> und erkannten dessen Königswahl an. Beiden wurden daraufhin
                  ihre Handlungen verziehen, und <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrich</rs> wurde mit <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> belehnt. Außerdem erlangte 
                  der <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog</rs> in einem weiteren Vertrag (<q>Wiener Vertrag</q>) das Recht, reformatorische Änderungen
                  im Rahmen der Regelungen des Kaadener Vertrags (keine Duldung der Täufer und Anhänger <rs type="person" ref="#zwingli_ulrich">Zwinglis</rs>, 
                  Anerkennung des <rs type="event" ref="#anstand_nuenberg_1532">Nürnberger Anstands</rs>) vornehmen zu dürfen.<note type="annotation">Zu <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Ulrichs</rs> Wienreise vgl. <rs type="bibl" ref="#brendle_dynastie">
                                <surname type="author">Brendle</surname>, Dynstie, S. 198-203</rs>; zu <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Philipps</rs> Wienreise vgl. <rs type="bibl" ref="#lies_krieg">
                                <surname type="author">Lies</surname>, Krieg, S. 209-222</rs>.</note> 
               </p>   
                  
               <p>Das Recht zur Einführung der Reformation wurde dem <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog</rs> daraufhin nicht wieder bestritten.
                  Denn auch der <rs type="person" ref="#karl_v">Kaiser</rs> billigte den Kaadener Vertrag als vorteilhaft für das Haus Habsburg.<note type="annotation">Vgl. <rs type="person" ref="#karl_v">Karl V.</rs> an <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinand I.</rs> <date when="1534-07-15">15. Juli 1534</date>, abgedruckt in: <rs type="bibl" ref="#laferl_lutter_korrespondenz_iv">
                                <surname type="author">Laferl, Lutter</surname>, Korrespondenz 4, Nr. 794, S. 268-274</rs>.</note>
                  Die Frage der Afterlehenschaft <rs type="place" ref="#wuerttembergs">Württembergs</rs> wurde erst mit dem <q>Prager Vertrag</q> vom <date when="1599-01-24">24. Januar 1599</date>
                  neu geregelt, als das Haus Habsburg auf alle Ansprüche auf das <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Herzogtum Württemberg</rs> verzichtete.<note type="annotation">Der <q>Prager Vertrag</q> ist abgedruckt in <rs type="bibl" ref="#schneider_urkunden">
                                <surname type="author">Schneider</surname>, Urkunden, S. 124-132</rs>.</note> 
               </p>
            </div> 
         </div>

         <!-- Ende Kapitel "1. Historischer Kontext" -->

         <!-- Beginn Kapitel "2. Unterzeichner und Unterhändler" -->

         <div type="chapter" n="2">
            <head>Unterzeichner und Unterhändler</head>

            <!-- Beginn Unterkapitel "2.1. Unterzeichner" -->

            <div type="section" n="1">
               <head type="sub">Unterzeichner</head>
               <p> Unterzeichnet wurde der Vertrag von:
                  <rs type="person" ref="#albrecht_mainz">Kurfürst und Erzbischof Albrecht von Mainz</rs>,
                  <rs type="person" ref="#georg_sachsen">Herzog Georg von Sachsen</rs>,
                  <rs type="person" ref="#ferdinand_i">König Ferdinand I.</rs>,
                  <rs type="person" ref="#johann_friedrich_sachsen">Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen</rs>,
                  <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf Philipp von Hessen</rs>,
                  <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich von Württemberg</rs>.
               </p>
            </div>

            <!-- Ende Unterkapitel "2.1. Unterzeichner" -->

            <!-- Beginn Unterkapitel "2.2. Unterhändler" -->

            <div type="section" n="2">
               <head type="sub">Unterhändler</head>
               <p>Als Vermittler traten bei Vertragsschluss auf: 
                  <rs type="person" ref="#albrecht_mainz">Kurfürst und Erzbischof Albrecht von Mainz</rs>,
                  <rs type="person" ref="#georg_sachsen">Herzog Georg von Sachsen</rs>
               </p>
            </div>
         </div>

         <!-- Ende Unterkapitel "Unterhändler" -->

         <!-- Ende Kapitel "2. Unterzeichner und Unterhändler" -->

         <!-- Beginn Kapitel "3. Inhalt" -->

         <div type="chapter" n="3">
            <head>Inhalt</head>

            <p>Der Vertrag von Kaaden beginnt mit einer knappen Schilderung der Vorgeschichte
               der Vereinbarung und der Nennung der Vermittler des Vertrags.</p>
            
            <p>Im ersten Artikel des Vertrags wird der <rs type="event" ref="#anstand_nuenberg_1532">Nürnberger Anstand</rs> bestätigt.
               Für die sogenannten <q>Sakramentierer</q>, für die Täufer und für Sekten, die zukünftig noch entstehen könnten, gelten die Bestimmungen
               des <rs type="event" ref="#anstand_nuenberg_1532">Anstands</rs> nicht. Allen Reichsstände, mit denen der <rs type="event" ref="#anstand_nuenberg_1532">Nürnberger Anstand</rs>
               geschlossen wurde, wird ein gewaltsames Vorgehen gegeneinander in der Religionsfrage bei hohen Strafen verboten.</p>
            
            <p>Die Artikel 2 bis 5 regeln die Frage der streitigen Königswahl. Zunächst wird vereinbart (Art. 2), dass der <rs type="person" ref="#johann_friedrich_sachsen">sächsische Kurfürst</rs>
               und seine Verbündeten die Königswahl <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinands</rs> anerkennen. Sodann verspricht <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinand</rs> (Art. 3), vom <rs type="person" ref="#karl_v">Kaiser</rs> die Zusage
               zu einer Zusatzerklärung zur <rs type="event" ref="#goldene_bulle">Goldenen Bulle</rs> zu erhalten, in der bestimmt wird, dass zukünftig bei einer Königswahl, die zu 
               Lebzeiten des Kaisers vorgenommen wird, zuerst alle Kurfürsten ihr Einverständnis erklären müssen. Daraufhin (Art. 4) wird
               dem <rs type="person" ref="#johann_friedrich_sachsen">sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich</rs> und seinen Verbündeten das Recht zugestanden, dass sie ihre Haltung in der Frage der Königswahl
               neu formulieren können, wenn <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinand</rs> diese Zusage von <rs type="person" ref="#karl_v">Karl V.</rs> nicht erhält. Schließlich wird vereinbart (Art. 5), dass
               die Kurfürsten sich im Rahmen einer noch zu bestimmenden Frist über Verfahrensfragen der Königswahl verständigen.</p>
            
            <p>Die Artikel 6 und 7 betreffen die Belehnung des <rs type="person" ref="#johann_friedrich_sachsen">sächsischen Kurfürsten</rs> (Art. 6)
               sowie die königlich-kaiserliche Bestätigung seines Ehevertrages<note type="annotation">Darin war vereinbart worden, dass bei Aussterben des Hauses der Braut (<rs type="place" ref="#juelich-kleve_berg__herzogtum">Jülich-Kleve</rs>) dessen Besitzümer vollständig an <rs type="place" ref="#sachsen_kurfuerstentum">Kursachsen</rs> fielen. Vgl. <rs type="bibl" ref="#mentz_johann_friedrich_1">
                            <surname type="author">Mentz</surname>, Johann Friedrich 1, S. 24</rs>.</note> (Art. 7).</p>
            
            <p>In den Artikeln 8 bis 19 wird die Frage des Krieges in <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> sowie die Restitution
               <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrichs</rs> geregelt: Art. 8 bestimmt <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> zum Afterlehen des <rs type="place" ref="#oesterreich_erzherzogtum">Erzherzogtums Österreich</rs>, ohne
               jedoch den Württemberger Herzögen dauerhaft Sitz und Stimme auf dem Reichstag zu entziehen.
               Art. 9 ordnet an, dass <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> die Wahl <rs type="person" ref="#ferdinand_i">Ferdinands</rs> zum römisch-deutschen König anerkennt.
               Art. 10 bis 12 regeln Besitz- und Finanzfragen: So werden <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgraf Philipp</rs> und <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> aufgefordert (Art. 10), 
               alle gegenwärtigen Eroberungen jenseits des württembergischen
               Territoriums den rechtmäßigen Besitzern zurückzugegeben und diese frei ihren Glauben
               ausüben zu lassen. Personen, die <rs type="person" ref="#ferdinand_i">König Ferdinand</rs> gehorsam waren und vor den heranrückenden
               hessischen Truppen aus <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> geflohen sind, wird ein Rückkehrrecht bzw. ein
               Auswanderungsrecht zugestanden (Art. 11). <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog Ulrich</rs> soll die Auszahlung von Einkünften 
               aus württembergischen Gütern an fremde Herrschaften nicht hindern und ihm sollen
               gleichermaßen Einkünfte von anderen Herrschaften nicht vorenthalten werden (Art. 12).
               Die Artikel 13 und 14 regeln die Schuldenfragen: die Schulden des Schwäbischen Bundes (Art. 13)
               und die Schulden der habsburgischen Herrschaft in <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs> (Art. 14).
               In Art. 15 wird dem <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog</rs> zugesagt, dass er die ihm zustehenden böhmischen Lehen erhalten wird.
               Der Artikel 16 hebt die eidlichen Zusagen des habsburgischen Statthalters in <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Württemberg</rs>, <rs type="person" ref="#philipp_pfalz_neuburg">Pfalzgraf Philipp</rs>,
               und weiteren habsburgischen Dienern, die diese dem <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgrafen</rs> und dem <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog</rs> geleistet haben, auf.
               Mit Artikel 17 wird dem Herzog und allen seinen männlichen Erben der Besitz des 
               <rs type="place" ref="#wuerttemberg_herzogtum">Herzogtums Württemberg</rs> zugestanden, wenn die Bestimmungen dieses Vertrages von ihnen
               eingehalten sowie die Truppen entlassen werden. Den beiden kriegführenden Fürsten wird eine Frist bis zum <date when="1535-02-22">22. Februar 1535</date> (Invokavit) gesetzt,
               um bis dahin eine Zusammenkunft mit <rs type="person" ref="#ferdinand_i">König Ferdinand</rs> zu vereinbaren, bei der die beiden oder ihre Gesandtschaften
               vor dem <rs type="person" ref="#ferdinand_i">König</rs> den Fußfall leisten und den Vertrag damit nochmals bekräftigen.
               Im Gegenzug sagt <rs type="person" ref="#ferdinand_i"> König Ferdinand</rs> in Art. 18 zu, die kaiserliche Bestätigung dieses Vertrages
               und die kaiserliche Verzeihung für die kriegerischen Handlungen des <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgrafen</rs>
               und des <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzogs</rs> erlangen zu wollen.
               Der Artikel 19 regelt den Austausch von Gefangenen und hebt die Kriegskosten
               der Kriegsparteien gegeneinander auf.</p>
            
            <p>In den Artikeln 20 bis 22 versprechen sie Vertragsparteien, den Vertragsinhalt halten zu wollen:
               Artikel 20 bestätigt den Vertragsinhalt; in Artikel 21 sagt <rs type="person" ref="#ferdinand_i">König Ferdinand</rs>, in Artikel 22
               sagt der <rs type="person" ref="#johann_friedrich-sachsen">Kurfürst</rs> für sich sowie für den <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgrafen</rs>
               und den <rs type="person" ref="#ulrich_wuerttemberg">Herzog</rs> Vertragstreue zu.</p>
            
            <p>Der Artikel 23 regelt die Entlassung der hessischen Truppen und verpflichtet den <rs type="person" ref="#philipp_hessen">Landgrafen</rs> 
               und den <rs type="person" ref="#urlich_württemberg">Herzog</rs>, 500 Reiter und 3000 Landsknechte samt Artillerie zur Belagerung der <rs type="place" ref="#muenster">Stadt Münster</rs>
                    <note type="annotation">Zur Situation in <rs type="place" ref="#muenster">Münster</rs> <date when="1534"/> vgl. die <ref type="einleitung" target="0208#">Einleitung</ref> zum <ref type="einleitung" target="0207#">Münsterer Vertrag</ref>.</note>
               zu stellen.</p>
            
            <p>Artikel 24 ordnet die Besitzverhältnisse an der Festung <rs type="place" ref="#hohentwiel">Hohentwiel</rs>.</p>
            
            <p>In Artikel 25 wird die Landesverweisung von <rs type="person" ref="#sabine_bayern">Herzogin Sabine</rs> geregelt und die Landschaft
               aufgefordert, die Vertragsbestimmmungen einzuhalten, die sie betreffen.</p>
            
            <p>Die Artikel 26 bis 28 benennen unverglichene Angelegenheiten und stellen deren zukünftige Regelung
               in Aussicht: Artikel 26 thematisiert die Belehnung von <rs type="person" ref="#georg_wuerttemberg">Graf Georg</rs>; Artikel 27 nennt den Umgang
               mit <rs type="person" ref="#dietrich_spaet">Dietrich Spät</rs> und <rs type="person" ref="#georg_staufer">Georg Staufer</rs>; 
               Artikel 28 bezieht sich auf die Kriegskosten unter Verweis auf Artikel 19.</p>
            
            <p>Der Schlussteil benennt die Vertragsunterzeichner.</p>
         </div>

         <!-- Ende Kapitel "3. Inhalt" -->

         <!-- Beginn Kapitel "4. Überlieferung" -->

         <div type="chapter" n="4" xml:id="ueberlieferung">
            <head>Überlieferung und Textvorlage</head>

            <!-- Beginn Unterkapitel "4.1. Überlieferung *** Religionsfrieden ***" -->

            
            <div type="section" n="1">
               <head>Handschriften</head>
               <p>
                        <listBibl>
                     
                  <bibl>
                                <msIdentifier>
                     <settlement>Stuttgart</settlement>
                     <repository>HStASt</repository>
                     <idno> A 107 U 4, Vertrag von Kaaden 29. Juni 1534</idno>
                  </msIdentifier>
                            </bibl>
                     
                        <bibl>
                                <msIdentifier>
                           <settlement>Dresden</settlement>
                           <repository>HStADD</repository>
                           <idno>Best.:10024: Geheimer Rat, Loc. 8093/9, fol. 1r-10r</idno>
                        </msIdentifier>
                            </bibl>
                              
                              <bibl>
                                <msIdentifier>
                                 <settlement>Marburg</settlement>
                                 <repository>HStAM</repository>
                                 <idno>Politisches Archiv Landgraf Philipps des Großmütigen (PA), Nr. 351, fol.89r-104r</idno>
                              </msIdentifier>
                            </bibl>
                                 
                                 <bibl>
                                <msIdentifier>
                                    <settlement>Marburg</settlement>
                                    <repository>HStAM</repository>
                                    <idno>Politisches Archiv Landgraf Philipps des Großmütigen (PA), Nr. 351, fol.108r-117v</idno>
                                 </msIdentifier>
                            </bibl>
                                    
                                    <bibl>
                                <msIdentifier>
                                       <settlement>Marburg</settlement>
                                       <repository>HStAM</repository>
                                       <idno>Politisches Archiv Landgraf Philipps des Großmütigen (PA), Nr. 351, fol.120r-129r</idno>
                                    </msIdentifier>
                            </bibl>
                                       
                                       <bibl>
                                <msIdentifier>
                                          <settlement>Marburg</settlement>
                                          <repository>HStAM</repository>
                                          <idno>Politisches Archiv Landgraf Philipps des Großmütigen (PA), Nr. 351, fol.130r-142v</idno>
                                       </msIdentifier>
                            </bibl>
                                          
                                          <bibl>
                                <msIdentifier>
                                             <settlement>Marburg</settlement>
                                             <repository>HStAM</repository>
                                             <idno>Politisches Archiv Landgraf Philipps des Großmütigen (PA), Nr. 351, fol.145r-161r</idno>
                                          </msIdentifier>
                            </bibl>
                                             
                                             <bibl>
                                <msIdentifier>
                                                <settlement>Marburg</settlement>
                                                <repository>HStAM</repository>
                                                <idno>Politisches Archiv Landgraf Philipps des Großmütigen (PA), Nr. 351, fol.163r-173r</idno>
                                             </msIdentifier>
                            </bibl>
                                                
                                             <bibl>
                                <msIdentifier>
                                                <settlement>Paris</settlement>
                                                <repository>Archives nationales de France</repository>
                                                <idno>J 995 A 46</idno>
                                             </msIdentifier>
                            </bibl>
                                                
                                                <bibl>
                                <msIdentifier>
                                                   <settlement>Weimar</settlement>
                                                   <repository>LATh HStAW</repository>
                                                   <idno>Ernestinisches Gesamtarchiv (EGA), Urkunde Nr. 1320</idno>
                                                </msIdentifier>
                            </bibl>
                  
                                                <bibl>
                                <msIdentifier>
                                                   <settlement>Weimar</settlement>
                                                   <repository>LATh HStAW</repository>
                                                   <idno>Ernestinisches Gesamtarchiv (EGA), Urkundenabschrften Heft 14, Bl. 42r-43v</idno>
                                                </msIdentifier>
                            </bibl>
                                                   
                                                <bibl>
                                <msIdentifier>
                                                   <settlement>Wien</settlement>
                                                   <repository>AT OeStA/HHStAW</repository>
                                                   <idno>AUR 1534 VI 29</idno>
                                                </msIdentifier>
                            </bibl>    
                                                      
                                                      
                     
                  </listBibl>
               </p>
            </div>
            <div type="section" n="2">
               <head>Drucke</head>
               <p>
                        <listBibl>
                     <bibl>Zeitgenössische Drucke existieren nicht.</bibl>
                  </listBibl>
                    </p>
            </div>
            <div type="section" n="3">
               <head>Textvorlage</head>
               <p>Als Textgrundlage unserer Edition dient Handschrift 1). Hiebei handelt es sich um ein gesiegeltes Original.</p>
            </div>



         </div>

         <!-- Ende Kapitel "4. Überlieferung" -->

         <!-- Beginn Kapitel "5. Literaturhinweise" -->

         <div type="chapter" n="5">
            <head>Literatur</head>
            <div type="section" n="1">
               <head>Edition</head>
               <p>
                        <listBibl>
                     <bibl>Eine moderne Edition liegt nicht vor. Vgl. aber die Abschrift des Vertrags in <rs type="bibl" ref="#schneider_urkunden">
                                    <surname type="author">Schneider</surname>, Urkunden, S. 95-106</rs>.
                        Vgl. überdies die Bereitstellung eines Digitalisats bei <ref type="online" target="https://www.ieg-friedensvertraege.de/treaty/1534%20VI%2029%20Friedensvertrag%20von%20Kaaden/t-1569-1-de.html?h=1">Friver+</ref>.</bibl>
                  </listBibl>
                    </p>
            </div>

            <div type="section" n="2">
               <head>Forschungsliteratur (Auswahl)</head>
               <p>
                        <listBibl style="list">
                  <bibl>
                                <ref type="bibl" subtype="long" target="#brendle_dynastie">
                                    <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie</ref>.</bibl>
                  <bibl>
                                <ref type="bibl" subtype="long" target="#hauswirth_landgraf_philipp">
                                    <surname type="author">Hauswirth</surname>, Landgraf Philipp</ref>.</bibl>
                  <bibl>
                                <ref type="bibl" subtype="long" target="#kohler_antihabsburgische_politik">
                                    <surname type="author">Kohler</surname>, Antihabsburgische Politik</ref>.</bibl>
                  <bibl>
                                <ref type="bibl" subtype="long" target="#lies_krieg">
                                    <surname type="author">Lies</surname>, Krieg</ref>.</bibl>
                  </listBibl>
               </p>
            </div>
         </div>

         <!-- Ende Kapitel "5. Literatur" -->


      </body>
      <back>
         <listBibl>
            
            <bibl xml:id="brendle_dynastie">
               <abbr>
                        <surname type="author">Brendle</surname>, Dynastie</abbr>
               <author>
                  <surname>Brendle</surname>
                  <forename>Franz</forename>
               </author>
               <title>Dynastie, Reich und Reformation. Die württembergischen Herzöge
                  Ulrich und Christoph, die Habsburger und Frankreich</title>
               <pubPlace>Stuttgart</pubPlace>
               <date>1998</date>
               <series>Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg B 141</series>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="brecht_ehmer_suedwestdeutsche_reformationsgeschichte">
               <abbr>
                        <surname type="author">Brecht, Ehmer</surname>, Südwestdeutsche Reformationsgeschichte</abbr>
               <author>
                  <surname>Brecht</surname>
                  <forename>Martin</forename>
               </author>
               <author>
                  <surname>Ehmer</surname>
                  <forename>Hermann</forename>
               </author>
               <title>Südwestdeutsche Reformationsgeschichte.
                  Zur Einführung der Reformation im Herzogtum Württemberg 1534</title>
               <pubPlace>Stuttgart</pubPlace>
               <date>1984</date>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="carl_bund">
               <abbr>
                        <surname type="author">Carl</surname>, Bund</abbr>
               <author>
                  <surname>Carl</surname>
                  <forename>Horst</forename>
               </author>
               <title>Der Schwäbische Bund 1488-1534. Landfrieden und Genossenschaft im
                  Übergang vom Spätmittelalter zur Reformation</title>
               <pubPlace>Leinfelden-Echterdingen</pubPlace>
               <date>2000</date>
               <series>Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde 24</series>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="drta_jr_1">
               <abbr>DRTA.JR 1</abbr>
               <editor>
                  <surname>Kluckhohn</surname>
                  <forename>August</forename>
               </editor>
               <title>
                        <ref target="#drta_jr" type="abbr">DRTA.JR</ref>: Deutsche
                  Reichstagsakten unter Kaiser Karl V., Bd. 1</title>
               <pubPlace>Gotha</pubPlace>
               <date>1893</date>
               <ptr type="digitalisat" target="https://archive.org/details/deutschereichst08kommgoog"/>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="hauswirth_landgraf_philipp">
               <abbr>
                        <surname type="author">Hauswirth</surname>, Landgraf Philipp</abbr>
               <author>
                  <surname>Hauswirth</surname>
                  <forename>René</forename>
               </author>
               <title>Landgraf Philipp und Zwingli. Voraussetzungen und Geschichte der politischen Beziehungen
                  zwischen Hessen, Straßburg, Konstanz, Ulrich von Württemberg
                  und den reformierten Eidgenossen 1526-1531</title>
               <pubPlace>Tübingen / Basel</pubPlace>
               <date>1968</date>
               <series>
                        <ref target="#skrg" type="abbr">SKRG</ref> 35</series>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="kohler_antihabsburgische_politik">
               <abbr>
                        <surname type="author">Kohler</surname>, Antihabsburgische Politik</abbr>
               <author>
                  <surname>Kohler</surname>
                  <forename>Alfred</forename>
               </author>
               <title>Antihabsburgische Politik in der Epoche Karls V.
                  Die reichsständische Opposition gegen die Wahl Ferdinands I. zum römischen König
                  und gegen die Anerkennung seines Königtums (1524-1534)</title>
               <pubPlace>Göttingen</pubPlace>
               <date>1982</date>
               <series>
                        <ref target="shkba" type="abbr">SHKBA</ref> 19</series>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="laferl_lutter_korrespondenz_iv">
               <abbr>
                        <surname type="editor">Laferl, Lutter</surname>, Korrespondenz 4</abbr>
               <editor>
                  <surname>Laferl</surname>
                  <forename>Christopher</forename>
               </editor>
               <editor>
                  <surname>Lutter</surname>
                  <forename>Christina</forename>
               </editor>
               <title>Die Korrespondenz Ferdinands I.
                  Familienkorrespondenz Band 4: 1533 und 1534</title>
               <pubPlace>Wien u.a.</pubPlace>
               <date>2000</date>
               <series>
                        <ref target="#veroeffkommneuergoesterr" type="abbr">VeröffKommNeuerGÖsterr</ref> 90</series>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="lauchs_bayern">
               <abbr>
                        <surname type="author">Lauchs</surname>, Bayern</abbr>
               <author>
                  <surname>Lauchs</surname>
                  <forename>Joachim</forename>
               </author>
               <title>Bayern und die deutschen Protestanen 1534-1546.
                  Deutsche Fürstenpolitik zwischen Konfession und Libertät</title>
               <pubPlace>Neustadt a.d. Aisch</pubPlace>
               <date>1978</date>
               <series>
                        <ref target="#ekgb" type="abbr">EKGB</ref> 56</series>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="lies_krieg">
               <abbr>
                        <surname type="author">Lies</surname>, Krieg</abbr>
               <author>
                  <surname>Lies</surname>
                  <forename>Jan Martin</forename>
               </author>
               <title>Zwischen Krieg und Frieden. Die politischen Beziehungen Landgraf Philipps
                  des Großmütigen von Hessen zum Haus Habsburg 1534-1541</title>
               <pubPlace>Göttingen / Bristol (Conn.)</pubPlace>
               <date>2013</date>
               <series>
                        <ref target="#vieg" type="abbr">VIEG</ref> 231</series>
               <ptr type="digitalisat" target="https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/79498/79498_1.pdf?sequence=1"/>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="mentz_johann_friedrich_1">
               <abbr>
                        <surname type="author">Mentz</surname>, Johann Friedrich 1</abbr>
               <author>
                  <surname>Mentz</surname>
                  <forename>Georg</forename>
               </author>
               <title>Johann Friedrich der Grossmütige 1503-1554, Teil 1: 
                  Johann Friedrich bis zu seinem Regierungsantritt 1503-1532.
                  Festschrift zum 400jährigen Geburtstage des Kurfürsten</title>
               <pubPlace>Jena</pubPlace>
               <date>1903</date>
               <series>
                        <ref type="abbr" target="#beitrrneuergthuer">BeitrrNeuerGThür</ref> 1</series>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="mentz_johann_friedrich_2">
               <abbr>
                        <surname type="author">Mentz</surname>, Johann Friedrich 2</abbr>
               <author>
                  <surname>Mentz</surname>
                  <forename>Georg</forename>
               </author>
               <title>Johann Friedrich der Grossmütige 1503-1554, Teil 2: 
                  Vom Regierungsantritt bis zum Beginn des Schmalkaldischen Krieges
                 </title>
               <pubPlace>Jena</pubPlace>
               <date>1908</date>
               <series>
                        <ref type="abbr" target="#beitrrneuergthuer">BeitrrNeuerGThür</ref> 1</series>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="schmauder_wuerttemberg">
               <abbr>
                        <surname type="author">Schmauder</surname>, Württemberg</abbr>
               <author>
                  <surname>Schmauder</surname>
                  <forename>Andreas</forename>
               </author>
               <title>Württemberg im Aufstand. Der Arme Konrad 1514.
                  Ein Beitrag zum bäuerlichen und städtischen Widerstandsprozeß
                  im Alten Reich und zum Territorialisierungsprozeß im Herzogtum Württemberg
                  an der Wende zur frühen Neuzeit</title>
               <pubPlace>Leinfelden-Echterdingen</pubPlace>
               <date>1998</date>
               <series>Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde 21</series>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="schmidt_idee">
               <abbr>
                        <surname type="author">Schmidt</surname>, Idee</abbr>
               <author>
                  <surname>Schmidt</surname>
                  <forename>Georg</forename>
               </author>
               <title>Die Idee <q>deutsche Freiheit</q>. Eine Leitvorstellung
                  der politischen Kultur des Alten Reiches</title>
               <bibl>
                  <editor>
                     <surname>Schmidt</surname>
                     <forename>Georg</forename> u.a.</editor>
                  <title>Kollektive Freiheitsvorstellungen im frühneuzeitlichen Europa (1400-1850)</title>
                  <pubPlace>Frankfurt am Main u.a.</pubPlace>
                  <date>2006</date>
                  <series>Jenaer Beiträge zur Geschichte 8</series>
               </bibl>
               <biblScope>S. 159-189</biblScope>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="schmidt_landgraf_philipp">
               <abbr>
                        <surname type="author">Schmidt</surname>, Landgraf Philipp</abbr>
               <author>
                  <surname>Schmidt</surname>
                  <forename>Georg</forename>
               </author>
               <title>Landgraf Philipp der Großmütige und das Katzenelnbogener Erbe.
                  Voraussetzungen der hessischen Reichspolitik (1500-1547)</title>
               <bibl>
                  <title>
                            <ref target="#ahg" type="abbr">AHG</ref> 41</title>
                  <date>(1983)</date>
               </bibl>
               <biblScope>S. 9-54</biblScope>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="schneider_urkunden">
               <abbr>
                        <surname type="editor">Schneider</surname>, Urkunden</abbr>
               <editor>
                  <surname>Schneider</surname>
                  <forename>Eugen</forename>
               </editor>
               <title>Ausgewählte Urkunden zur Württembergischen Geschichte</title>
               <pubPlace>Stuttgart</pubPlace>
               <date>1911</date>
               <series>
                        <ref target="#wuerttgq" type="abbr">WürttGQ</ref> 11</series>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="wille_philipp">
               <abbr>
                        <surname type="author">Wille</surname>, Philipp</abbr>
               <author>
                  <surname>Wille</surname>
                  <forename>Jakob</forename>
               </author>
               <title>Philipp der Großmüthige von Hessen und die Restitution
                  Ulrichs von Wirtemberg 1526-1535</title>
               <pubPlace>Tübingen</pubPlace>
               <date>1882</date>
            </bibl>
            
            <bibl xml:id="waltz_wiener_vertrag">
               <abbr>
                        <surname type="author">Waltz</surname>, Wiener Vertrag</abbr>
               <author>
                  <surname>Waltz</surname>
                  <forename>Otto</forename>
               </author>
               <title>Der Wiener Vertrag vom 22. November 1535</title>
               <bibl>
                  <title>
                            <ref target="#fdg" type="abbr">FDG</ref> 13</title>
                  <date>(1873)</date>
               </bibl>
               <biblScope>S. 375-378</biblScope>
            </bibl>
         </listBibl>
      </back>
   </text>
</tei:TEI>