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               <title level="a">Privilegien für Glückstadt (<date when="1631-10-17">17. Oktober 1631</date>) - Einleitung</title> <!-- Titel einfügen -->
               <title level="s">Europäische Religionsfrieden Digital</title>
               
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                    <persName>Christopher Voigt-Goy</persName>
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                    <resp ref="http://id.loc.gov/vocabulary/relators/mrk">Mitarbeit</resp>
                    <persName>Kevin Wunsch</persName>
                    <persName>Silke Kalmer</persName>
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               <edition>Digitale Edition gemäß <ref target="http://www.tei-c.org/">TEI P5</ref>
                </edition>
               <funder>Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz</funder>
                <principal>Unter der Leitung von Irene Dingel und Thomas Stäcker</principal>
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                     <p xml:lang="en">This file is licensed under the terms of the Creative Commons License CC-BY 4.0 (Attribution 4.0 International)</p>
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                <p>Born digital.</p>
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         <!-- Beginn der gesamten Einleitung -->


         <head>Privilegien für Glückstadt (<date when="1631-10-17">17. Oktober 1631</date>) - Einleitung</head>

         <!-- Beginn Kapitel "1. Historischer Kontext" -->

         <div type="chapter" n="1">
            <head>Historischer Kontext</head>

            <div type="section" n="1">
               <head type="sub">Stadtgründung und erste Privilegien</head>
               <p>
                        <rs type="place" ref="#glueckstadt">Glückstadt</rs> wurde von dem <rs type="place" ref="#daenemark_koenigreich">dänischen</rs> König <rs type="person" ref="#christian_iv">Christian IV.</rs> in seinem zum <rs type="place" ref="#heiliges_roemisches_reich">Reich</rs> gehörenden Herzogtum <rs type="place" ref="#holstein_herzogtum">Holstein</rs> im Jahr <date when="1617">1617</date> gegründet. Die Festungsstadt wurde am rechten Elbufer angelegt auf einem Gebiet, das zuvor auf Betreiben <rs type="person" ref="#christian_iv">Christians</rs> 
                  und <rs type="person" ref="#ernst_schaumburg_holstein">Ernsts von Holstein-Schaumburg</rs> eingedeicht worden war. Mit der Gründung verband <rs type="person" ref="#christian_iv">Christian IV.</rs> mehrere Interessen:<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#kroencke_stadtplanung">
                                <surname type="author">Kröncke</surname>, Die Glückstädter Stadtplanung</rs>.</note> So suchte er, erstens, 
                  Anschluss an den vor allem in <rs type="place" ref="#hamburg">Hamburg</rs> sich konzentrierenden Fernhandel, wie es <rs type="person" ref="#ernst_schaumburg_holstein">Ernst von Holstein-Schaumburg</rs> mit dem Ausbau der Siedlung <rs type="place" ref="#altona">Altona</rs> bereits zu Beginn des Jahrhunderts 
                  gelungen war. Zweitens wollte <rs type="person" ref="#christian_iv">Christian IV.</rs> nach dem Sieg über <rs type="place" ref="#schweden_koenigreich">Schweden</rs> (<q>Kalmarkrieg</q>, 1613-1615) die militärische Präsenz in seinen südlichen Besitzungen erhöhen und seine machtpolitische Stellung in den nördlichen Territorien des <rs type="place" ref="#heiliges_roemisches_reich">Reichs</rs> - 
                  besonders gegenüber den niederdeutschen Städten - stärken.</p>
               <p xml:id="erste_privilegien">Das am <date when="1617-03-22">22. März 1617</date> promulgierte Stadtprivileg umfasste keine religiösen Bestimmungen.<note type="annotation">Der Neuen Stadt / in der eingeteichten Wildnüß / Glückstadt / ertheiltes Privilegium. Datum Friederichsburg / den 22. Martii Anno 1617, in: <rs type="bibl" ref="#privilegien_glueckstadt_druck_1692">Privilegien für Glückstadt (Druck 1692) , unpag.</rs>.</note> Während der ersten Ausbauphase der <rs type="place" ref="#glueckstadt">Stadt</rs> wurde bis <date when="1619">1619</date> - dem Konfessionsstand des Landesherrn entsprechend - eine lutherische Kirche errichtet. 
                  Allerdings waren schon früh im Fernhandel tätige <q>portugiesische</q> Juden, also Sepharden, und auch <rs type="place" ref="#niederlande_vereinigte">niederländische</rs> Reformierte, die als Spezialisten für die Eindeichung angeworben worden waren, in der Stadt präsent. Bereits am <date when="1619-08-03">3. August 1619</date>
                  erhielten die Sepharden ein Privileg, das ihnen die Religionsausübung in ihren Häusern gestattete.<note type="annotation">Vgl. <q>Der Portugysen in der Glückstadt Privilegium</q> (3. August 1619), abgedr. bei <rs type="bibl" ref="#koehn_bevoelkerung">
                                <surname type="author">Köhn</surname>, Bevölkerung, S. 165f.</rs>
                        </note> Es war durch den aus Antwerpen stammenden Kaufmann <rs type="person" ref="#dionis_albert">Albert Dionis</rs> verhandelt worden, der zuvor im Dienst <rs type="person" ref="#ernst_schaumburg_holstein">Ernsts von Holstein-Schaumburg</rs> in <rs type="place" ref="#altona">Altona</rs> gestanden und dann in <rs type="place" ref="#glueckstadt">Glückstadt</rs> 
                  ein Münzprivileg erhalten hatte.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#vesely_toleranz">
                                <surname type="author">Vesely</surname>, Toleranz, S. 174f.</rs>
                        </note> <date when="1624">1624</date> folgten Privilegien für die <q>Holländer</q>, deren Anzahl in <rs type="place" ref="#glueckstadt">Glückstadt</rs> mit dem Auslaufen des zwölfjährigen Waffenstillstands zwischen den <rs type="place" ref="#niederlande_vereinigte">Vereinigten Niederlanden</rs> und <rs type="place" ref="#spanien_koenigreich">Spanien</rs> <date when="1621">1621</date> gewachsen war. Darunter befanden sich auch <q>Mennoniten</q>, also Taufgesinnte.<note type="annotation">Vgl. zu ihnen die <ref type="einleitung" target="0216#def_mennoniten">Anm.</ref> in den <rs type="event" ref="#privilegien_altona_1601_1647">Privilegien für Altona (1601 bis 1647).</rs>
                        </note>
                  Diese Privilegien verweisen zugleich auf <seg xml:id="remonstranten">die Verwerfungen unter den Reformierten, die in den <rs type="place" ref="#niederlande_vereinigte">Niederlanden</rs> entstanden waren. Dort war es in einem Streit über die Gnadenlehre zu einer Spaltung von <q>Arminianern</q> bzw. <q>Remonstranten</q> (die Anhänger des <rs type="person" ref="#arminius_jacobus">Jacobus Arminius</rs> vertraten eine eingeschränkte Prädestinationslehre und einen universalistischen göttlichen Gnadenwillen<note type="annotation">Die Bezeichnung <q>Remonstranten</q> geht auf eine Eingabe (<q>Remonstranz</q>) zurück, welche die Arminianer an die Stände von <rs type="place" ref="#holland_provinz">Holland</rs> und <rs type="place" ref="#friesland_provinz">Westfriesland</rs> gerichtet hatten. In dieser Remonstranz fassten sie ihre Anschauungen in fünf Artikeln zusammen.</note>) auf der einen Seite und
                     <q>Gomaristen</q> bzw. <q>Contraremonstranten</q> (die Anhänger des <rs type="person" ref="#gomarus_franciscus">Franciscus Gomarus</rs> lehrten einen partikularistischen Gnadenwillen Gottes) auf der anderen Seite gekommen.<note type="annotation">Vgl. dazu ausführlich <rs type="bibl" ref="#benedict_churches">
                                    <surname type="author">Benedict</surname>, Churches, S. 305-313</rs>.</note> Als sich der Konflikt zwischen beiden Parteien gesellschaftlich ausweitete, griff der niederländische Statthalter <rs type="person" ref="#moritz_oranien">Moritz von Oranien</rs> auf der Seite der Contraremonstranten ein und warf 
                  den Remonstranten politischen Verschwörung vor. Verfolgung und Vertreibung der Remonstranten, deren theologische Position von der <rs type="place" ref="#dordrecht">Dordrechter</rs> Synode <date when="1619">1619</date>
                  verworfen wurde, war die Folge.</seg> Ein am <date when="1624-02-14">14. Februar 1624</date> erlassenes Privileg in <rs type="place" ref="#glueckstadt">Glückstadt</rs> bestimmte, dass <q>die Remonstranten, Mennoniten und contra Remonstranten (ausser die Papisten) ihre Religion und Zusammenkunfft frey / sicher / und männigliches ungehindert innerhalb verschlossener Thüren
                     exerciren und gebrauchen</q> dürfen. Ausgenommen waren jedoch Personen, die sich an der Verschwörung gegen <rs type="person" ref="#moritz_oranien">Moritz von Oranien</rs> beteiligt hatten.<note type="annotation">Neue Privilegia den Holländern gegeben so zur Glückstadt sich niederlassen wollen. Sub dato Cronenburg den 14. Februarii Anno. 1624, in: <rs type="bibl" ref="#privilegien_glueckstadt_druck_1692">Privilegien für Glückstadt (Druck 1692) , unpag.</rs>.</note> Am <date when="1624-07-23">23. Juli 1624</date>  wurde ein ausdrücklich an die Arminianer gerichtetes Privileg veröffentlicht, das ihnen - bei Ausschluss 
                  der Verschwörer - neben der Religionsausübung <q>innerhalb beschlossenen Thüren</q> den Bau einer eigenen Schule genehmigte und ihnen erlaubte, <q>bey ihrer Tracht in Kleidern / und andern Gewohnheiten in Gastereyen und Zusammenkünfften auff Hochzeiten / Kindtauffen / 
                     Begräbnissen und dergleichen zu verharren</q>.<note type="annotation">Privilegia, so den Armenianern zur Glückstadt bewilliget. Sub dato Copenhagen den 23. Julii, Anno 1624, in: <rs type="bibl" ref="#privilegien_glueckstadt_druck_1692">Privilegien für Glückstadt (Druck 1692) , unpag.</rs>.</note>
               </p>
               <p xml:id="kriegseintritt">Zeitgleich zum Erlass der Privilegien intensivierte <rs type="person" ref="#christian_iv">Christian IV.</rs> seine diplomatischen Bemühungen um ein Bündnis mit den <rs type="place" ref="#niederlande_vereinigte">niederländischen Provinzen</rs>.<note type="annotation">Vgl. dazu <rs type="bibl" ref="#wilson_krieg">
                                <surname type="author">Wilson</surname>, Der Dreißgjährige Krieg, S. 478-482</rs> und <rs type="bibl" ref="#lockhart_denmark_research">
                                <surname type="author">Lockhart</surname>, Denmark</rs>.</note> Dies geschah vor dem Eindruck der ersten Phase des <rs type="event" ref="#dreissgjaehriger_krieg">Dreißigjährigen Krieges</rs> (<q>Böhmisch-Pfälzischer Krieg</q>) mit seinen nun nach Norden dringenden Kampfhandlungen,
                  durch die der <rs type="person" ref="#ferdinand_ii">Kaiser</rs> seine Restitutionsforderungen gegenüber den protestantischen Reichständen durchzusetzen gedachte. Hatte sich <rs type="person" ref="#christian_iv">Christian IV.</rs> seit dem Kriegsausbruch <date when="1618">1618</date> und nach dem Scheitern eines umfassenden protestantischen Bündnisplans <date when="1624">1621</date> noch aus dem sich ausweitenden Konflikt
                  herausgehalten, so stellte er sich nun an die Spitze der im <rs type="place" ref="#niedersachsen">Niedersächsischen</rs> Reichskreis vereinten protestantischen Stände. Im <date when="1625-05">Mai 1625</date> ließ er sich zum Kreisoberst wählen, übernahm die militärische Führung der mittlerweile zusammengestellten Truppen und trat in den Krieg ein. Ende des Jahres schloss er als <rs type="person" ref="#christian_iv">dänischer König</rs> mit den <rs type="place" ref="#niederlande_vereinigte">Vereinigten Niederlanden</rs> und der <rs type="place" ref="#england_koenigreich">englischen Krone</rs>
                  einen Bündnisvertrag gegen den <rs type="person" ref="#ferdinand_ii">Kaiser</rs> ab (<q>
                            <rs type="place" ref="#den_haag">Haager</rs> Allianz</q>).
               </p>
            </div>

            <div type="section" n="2">
               <head type="sub">Niedersächsisch-Dänischer Krieg und die Erneuerung der Privilegien</head>
               <p xml:id="niedersaechsisch_daenischer_krieg">Der <q>Niedersächsisch-Dänische Krieg</q>, die nächste Phase des <rs type="event" ref="#dreissigjaehriger_krieg">Dreißigjährigen Krieges</rs>, geriet nach einigen Anfangserfolgen gegen die <rs type="person" ref="#ferdinand_ii">kaiserlichen</rs> Truppen für <rs type="person" ref="#christian_iv">Christian IV.</rs> zum Desaster.<note type="annotation">Vgl. ausführlich dazu <rs type="bibl" ref="#wilson_krieg">
                                <surname type="author">Wilson</surname>, Der Dreißgjährige Krieg, S. 502-517</rs>.</note> Während die Bündnispartner <rs type="person" ref="#christian_iv">Christians</rs> andernorts militärisch gebunden waren, stießen die <rs type="person" ref="#ferdinand_ii">kaiserlichen</rs> Armeen unter der Führung von <rs type="person" ref="#tilly_johann">Johann T’Serclaes, Graf von Tilly</rs>, und <rs type="person" ref="#wallenstein_albrecht">Albrecht von Wallenstein</rs> in den <rs type="place" ref="#niedersachsen">Niedersächsischen</rs> Reichskreis und bis an die Elbe vor.
                  Angesichts der immer größer werdenden Gefahr einer Invasion <rs type="place" ref="#daenemark_koenigreich">Dänemarks</rs> durch den <rs type="person" ref="#ferdinand_ii">Kaiser</rs> drängte der dänische Reichsrat <rs type="person" ref="#christian_iv">Christian IV.</rs> zu Friedensverhandlungen. Im <rs type="event" ref="#frieden_luebeck">Frieden von Lübeck (22. Mai 1629)</rs> schied <rs type="place" ref="#daenemark_koenigreich">Dänemark</rs> als Kriegspartei aus dem <rs type="event" ref="#dreissigjaehriger_krieg">Dreißigjährigen Krieg</rs> aus; <rs type="person" ref="#christian_iv">Christian IV.</rs> und der <rs type="person" ref="#ferdinand_ii">Kaiser</rs> verpflichteten sich, Differenzen in Reichsangelegenheiten künftig durch ein Schiedsverfahren zu klären.
               </p>
               <p>
                        <seg xml:id="kriegsfolgen">Der Kriegsausbruch hatte weitreichende Folgen für <rs type="place" ref="#glueckstadt">Glückstadt</rs>. Als <date when="1628">1628</date> die kaiserlichen Truppen vor die Stadt rückten, flohen viele Einwohner, darunter die meisten Sepharden. Die Einnahme der Stadt nach halbjähriger Belagerung wurde durch eine
                  Überflutung des Umlands, welche die Belagerer zum Rückzug zwang, abgewendet. Der Bevölkerungsschwund und wirtschaftliche Abschwung <rs type="place" ref="#glueckstadt">Glückstadts</rs> veranlasste <rs type="person" ref="#christian_iv">Christian IV.</rs>, die vormaligen Privilegien neu aufzusetzen.</seg> Am <date when="1629-12-09">9. Dezember 1629</date>
                  wurde, wieder ohne religiöse Bestimmungen, das Stadtprivileg <q>zu guter Auffnahm und florirenden Wesen in Commercien, Handwercken / und andere ehrlichen Nahrung</q> erneuert. Kurz darauf folgte die Erneuerung der Religionsprivilegien: 
                  Für die Angehörigen der <q>Portugisischen Nation Hebräischer Religion</q> am <date when="1630-06-19">19. Juni 1630</date> und für die Angehörigen der <q>Niderländischen Nation</q> am <date when="1631-10-17">17. Oktober 1631</date>. Im Unterschied zur Promulgation der frühen Privilegien wurden diese
                  Erlasse zum Zweck der Anwerbung von Neubürgern kurz darauf in Drucken des Jahres <date when="1633">1633</date> verbreitet.<note type="annotation">Vgl. unten 4.2. für das hier edierte Privileg für die Niederländer und <rs type="bibl" ref="#privilegien_glueckstadt_portugiesen_1630_druck_1633">Privilegia für die Portugiesische Nation (19. Juni 1630)</rs>.</note> Mehrheitlich blieb <rs type="place" ref="#glueckstadt">Glückstadt</rs> jedoch eine lutherische Stadt.<note type="annotation">Zur Bevölkerungsentwicklung vgl. <rs type="bibl" ref="#koehn_bevoelkerung">
                                <surname type="author">Köhn</surname>, Bevölkerung, S. 45-63</rs>.</note>
               </p>
               <p>Betreffs des Privilegiums für die Niederländer fehlen nun alle Hinweise auf die früheren innerreformierten Konflikte, auch weil sich die Situation in den <rs type="place" ref="#niederlande_vereinigte">Niederlanden</rs> seit dem Tod <rs type="person" ref="#moritz_oranien">Moritz’ von Oranien</rs> im Jahr <date when="1625">1625</date> beruhigt hatte. Über die früheren Bestimmungen für die Arminianer hinaus wird den niederländischen Reformierten die freie Religionsausübung im Stadtgebiet erlaubt.
                  In den außerhalb der <rs type="place" ref="#glueckstadt">Stadt</rs> gelegenen Marschlanden wird ihnen Gewissensfreiheit gestattet, der Gottesdienst - auch der <q>private</q> - verboten. Den Mennoniten wird der Kauf von Land außerhalb der Stadt ermöglicht, wo sie auch einen eigenen Friedhof unterhalten dürfen. <seg xml:id="rezeption_friedrichstadt">In
                  direkter Übernahme von Bestimmungen, die bereits <date when="1625">1625</date> in <rs type="place" ref="#friedrichstadt">Friedrichstadt</rs> promulgiert wurden, werden sie vom Eidschwur, von der Kindertaufe und gegen Entgelt auch vom städtischen Wehrdienst befreit.<note type="annotation">Vgl. das <rs type="place" ref="#friedrichstadt">Friedrichstädter</rs> <ref type="quelle" target="0237#ergaenzung_1625">Privileg für die Mennoniten (13. Februar 1623)</ref>.</note>
                        </seg>
               </p>
               <p>Die neuerlichen Privilegien beförderten die Entwicklung der Stadt in den frühen <date from="1640" to="1643">1640er Jahren</date>. Dazu trug auch ein nach dem <rs type="event" ref="#frieden_luebeck">Frieden von Lübeck</rs> geschlossenes Handelsabkommen <rs type="person" ref="#christian_iv">Christians IV.</rs> mit <rs type="place" ref="#spanien_koenigreich">Spanien</rs> bei, das zur Niederlassung des spanischen Gesandten <rs type="person" ref="#roy_gabriel">Gabriel de Roy</rs> in <rs type="place" ref="#glueckstadt">Glückstadt</rs> führte.
                  Während ihm in seinem Haus die Feier katholischer Gottesdienste erlaubt wurde, kam es zu keinem offiziellen Privileg für die katholische Religionsausübung. Nach dem Wegzug <rs type="person" ref="#roy_gabriel">de Roys</rs> <date when="1643">1643</date> ging <rs type="person" ref="#christian_iv">Christian IV.</rs> gegen Versuche vor, katholische Gottesdienste in der <rs type="place" ref="#glueckstadt">Stadt</rs>
                  weiterzuführen.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#vesely_toleranz">
                                <surname type="author">Vesely</surname>, Toleranz, S. 178</rs> und <rs type="bibl" ref="#koehn_bevoelkerung">
                                <surname type="author">Köhn</surname>, Bevölkerung, S. 56f.</rs>
                        </note> Der Aufschwung <rs type="place" ref="#glueckstadt">Glückstadts</rs> endete mit dem Ausbruch des <q>Torstenssonkrieges</q> zwischen <rs type="place" ref="#daenemark_koenigreich">Dänemark</rs> und <rs type="place" ref="#schweden_koenigreich">Schweden</rs> (<date from="1643" to="1645">1643 bis 1645</date>), der neben einem massiven Handelseinbruch wieder zu einem starken Bevölkerungsschwund führte. Eine schwere Sturmflut zerstörte <date when="1648">1648</date> zudem Teile der <rs type="place" ref="#glueckstadt">Stadt</rs>.
               </p>
             </div>

            <div type="section" n="3">
               <head type="sub">Weiterführung der Privilegienpolitik unter Friedrich III.</head>
               <p>Nach dem Tod <rs type="person" ref="#christian_iv">Christians IV.</rs> am <date when="1648-02-28">28. Februar 1648</date> übernahm sein Sohn, <rs type="person" ref="#friedrich_iii_daenemark">Friedrich III.</rs>, die Regentschaft sowohl in <rs type="place" ref="#daenemark_koenigreich">Dänemark</rs> und <rs type="place" ref="#norwegen_koenigreich">Norwegen</rs> als auch in den <rs type="place" ref="#holstein_herzogtum">Holsteinischen</rs> Besitzungen, 
                 zu denen mittlerweile solche der Grafen von <rs type="place" ref="#holstein_grafschaft">Holstein</rs>-<rs type="place" ref="#schaumburg_grafschaft">Schaumburg</rs>, unter anderem <rs type="place" ref="#altona">Altona</rs>, hinzugekommen waren. Er bestätigte ohne Veränderungen die Privilegien für die <q>Niederländische Nation</q> am <date when="1648-07-28">28. Juli 1648</date> und 
                  diejenigen für die <q>Portugiesische Nation Hebräischer Religion</q> am <date when="1648-10-22">22. Oktober desselben Jahres</date>.<note type="annotation">Die Konfirmationen sind gedruckt in: <rs type="bibl" ref="#privilegien_glueckstadt_niederlaender_druck_1692">Wieder auffgelegte Privilegia für die Niederländische Nation (Druck 1692)</rs> bzw. <rs type="bibl" ref="#privilegien_glueckstadt_portugiesen_druck_1690">Wiederauffgelegte Privilegia für die Portugiesische Nation (Druck 1690)</rs>.</note> 
                  Zu einer Ausweitung der vorhandenen Privilegien kam es im folgenden Jahrzehnt. Katholiken wurde die Religionsausübung in <rs type="place" ref="#glueckstadt">Glückstadt</rs> erst gestattet,
                  als <rs type="person" ref="#friedrich_iii_daenemark">Friedrich III.</rs> am <date when="1662-08-30">30. August 1662</date> die grundlegenden Stadtprivilegien neu fasste.<note type="annotation">Vgl. <rs type="bibl" ref="#neue_privilegien_glueckstadt_1662">Neue Privilegia 1662</rs>.</note>
               </p>
            </div>

         </div>

         <!-- Ende Kapitel "1. Historischer Kontext" -->

         <!-- Beginn Kapitel "2. Unterzeichner und Unterhändler" -->

         <div type="chapter" n="2">
            <head>Unterzeichner und Unterhändler</head>

            <!-- Beginn Unterkapitel "2.1. Unterzeichner" -->

            <div type="section" n="1">
               <head type="sub">Unterzeichner</head>
               <p>
                        <rs type="person" ref="#christian_iv">Christian IV.</rs>
               </p>
            </div>

            <!-- Ende Unterkapitel "2.1. Unterzeichner" -->

            <!-- Beginn Unterkapitel "2.2. Unterhändler" -->

            <div type="section" n="2">
               <head type="sub">Unterhändler</head>
               <p>Es werden keine Unterhändler genannt.
               </p>
            </div>
         </div>

         <!-- Ende Unterkapitel "Unterhändler" -->

         <!-- Ende Kapitel "2. Unterzeichner und Unterhändler" -->

         <!-- Beginn Kapitel "3. Inhalt" -->

         <div type="chapter" n="3">
            <head>Inhalt</head>

            <p>
               Christian IV. legt anfangs seine Beweggründe für den neuerlichen Privilegienerlass dar: Nach den durch den Krieg entstandenen Schäden und Wirren bestätigt er nicht nur das am 9. Dezember 1629
            erlassene Edikt für die Niederländische Nation, sondern erweitert es aufgrund des positiven Beitrags, den diese für die Stadt geleistet haben. Die Vergünstigungen umfassen zunächst den allgemeinen Schutz
            der Niederländer als Untertanen, ihre Bürgerrechte und den Rechtsschutz (Art. 1). Städtische Gewerbefreiheit wird gewährt, jedoch keine Zunftfreiheit (Art. 2). Für den Fernhandel werden eigens Pässe ausgestellt und freier Handel erlaubt.
            Das Eigentum der Niederländer in Geldwerten, Waren und Schiffen ist geschützt und für die nächsten 25 Jahre steuer- und abgabenfrei (Art. 4-6). Die Niederländer sind von Einquartierungen befreit (Art. 7) und bei den Zollabgaben mit
            den Eingesessenen gleich zu behandeln (Art. 8). Auch beweis- und testierrechtlich sind sie den anderen Bürgern gleichgestellt (Art. 9). Im Fall von Unglück oder nicht schuldhafter Verschuldung soll das Eigentum
            unangetastet bleiben, bis verbliebene finanzielle Verpflichtungen erfüllt sind (Art. 10). Geringfügige zivil- und handelsrechtliche Streitfälle unter den Niederländern sollen von ihnen selbst rechtlich entschieden werden (Art. 11), in anderen Streifällen
            steht ihnen der sonst übliche Rechtsweg offen (Art. 12). Bereits vor dem Zuzug in die Stadt bestehende persönliche Rechtsverhältnisse sollen, soweit möglich, weiter gelten (Art. 13). Noch nicht vergebene Bauplätze werden 
            den Niederländern kostenfrei zur Bebauung überlassen, ein allgemeines Recht zum Erwerb und zur Bebauung von Stadt- und Landflächen, die dann als Eigentum der Niederländer gelten, wird gewährt (Art. 14), ebenso der entgeltfreie Wegzug (Art. 15).
            Der Schiffbau wird erlaubt (Art. 16); die ursprünglich eingeräumte preisliche Vergünstigung norwegischen Eichenholzes (Art. 17) ist zum Zeitpunkt des Privilegiendrucks aufgehoben.
            </p>
            <p>
               Die Artikel 18 bis 23 umfassen die Bestimmungen zur Religionsausübung. Sie regeln im Einzelnen Folgendes: Den Niederländern wird die freie, die öffentliche Ordnung nicht störende Religionsausübung gewährt; ebenso die Einrichtung und Unterhaltung einer Schule auf eigene Kosten sowie die Fortführung 
               ihrer hergebrachten Gewohnheiten und Traditionen, insbesondere bei kirchlichen Feiern und Zusammenkünften (Art. 18). In den Marschgebieten außerhalb der Stadt stehen die Niederländer ebenfalls unter obrigkeitlichem Schutz, genießen Gewissensfreiheit und dürfen 
               keinem Glaubenszwang unterworfen werden. In ihren Wohnungen dürfen sie jedoch keinen Gottesdienst halten, sondern nur in Glückstadt (Art. 19). Die Mennoniten werden vom Eidschwur, dem Waffengebrauch und der Kindertaufe befreit und genießen Religions-
               und Gewissensfreiheit. Der Eid wird für sie durch eine einfache Ja-Nein-Antwort, der im Notfall zu leistende städtische Wehrdienst durch eine Gebühr ersetzt (Art. 20). Ihnen werden nach einer einmaligen Abgabe von 50 Reichstalern von der Grundsteuer befreite Flächen vor der Stadt zugewiesen,
               auf denen sie einen Friedhof errichten und darüber hinaus nach ihren Bedürfnissen verfahren können (Art. 21). Die Niederländer sind zur Abfassung und eigenen Vollstreckung von Testamenten berechtigt (Art. 22).
               Den Niederländern werden die den Sepharden am 19. Juni 1630 zugestandenen Privilegien in Geleit und Sicherheit ebenfalls gewährt (Art. 23). 
            </p>
            <p>
               Das Privileg schließt mit der Bekräftigung der Geltung der Bestimmungen, deren weitere Interpretation beim Privilegiengeber verbleibt (Art. 24). Die regionalen Amtsträger werden zu deren Beachtung angehalten (Art. 25).
               Alle den Bestimmungen zuwiderlaufende Rechtssatzungen werden derogiert und das Privileg durch königliche Unterschrift und Siegel in Kraft gesetzt (Art. 26).
            </p>
         </div>

         <!-- Ende Kapitel "3. Inhalt" -->

         <!-- Beginn Kapitel "4. Überlieferung" -->

         <div type="chapter" n="4" xml:id="ueberlieferung">
            <head>Überlieferung und Textvorlage</head>

            <!-- Beginn Unterkapitel "4.1. Überlieferung *** Religionsfrieden ***" -->

            
            <div type="section" n="1">
               <head>Handschriften</head>
               <p>Die Privilegien für die <q>Niederländische Nation</q> liegen vor in:</p>
               <p>
                  <listBibl>
                     <bibl>
                        <msIdentifier>
                           <settlement>Schleswig</settlement>
                           <repository>LASH</repository>
                           <idno>Abt. 11 Nr. 1835</idno>
                        </msIdentifier>
                     </bibl>
                  </listBibl>
               </p>
            </div>
            <div type="section" n="2">
               <head>Druck</head>
               <p>
                        <listBibl>
                  <bibl>Privilegien || Oder Freyheiten / ||
                     Welche der zu Denne= || marcken / Norwegen / etc. koͦn= ||
                     nigliche Mayeſtaͤt || Der Niederlandiſche Nation, vnd ihren ||
                     familien, Adhaerenten, vnd Mitbeſchriebenen / ſo in ||
                     der Veſte Gluͤckſtadt anitzo residiren, vnd in kuͤnfftig kommen ||
                     moͤchten / Allergnedigst hat mitgetheilet vnd gegeben ||
                     am 17. Octobris, Anno 1631. || Gedruckt / ||
                     Mit conſentz vnd belieben des HochEdeln / Ge= ||
                     ſtrengen Herꝛn Gubernatoris der || Veſte Gluͤckſtadt. ||
                     Im Jahr / 1633. 
                     <lb/>[Glückstadt, 1633], [10] Bl., 4°
                     <lb/>
                                <ptr type="vd17" cRef="8:756953U"/>                        
                     <lb/>Benutztes Exemplar: <settlement>Kiel</settlement>, UB Kiel, Sign. L 2210 <ptr type="digitalisat" target="https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:8:2-7632348"/>
                  </bibl>
                  </listBibl>
                    </p>
            </div>
            <div type="section" n="3">
               <head>Textvorlage</head>
               <p>Der Edition liegt der genannte Druck zugrunde.</p>
            </div>



         </div>

         <!-- Ende Kapitel "4. Überlieferung" -->

         <!-- Beginn Kapitel "5. Literaturhinweise" -->

         <div type="chapter" n="5">
            <head>Literatur</head>
            <div type="section" n="1">
               <head>Edition</head>
               <p>Es liegt keine moderne Edition vor.</p>
            </div>

            <div type="section" n="2">
               <head>Forschungsliteratur (Auswahl)</head>
               <p>
                        <listBibl style="list">
                  <bibl>
                                <ref type="bibl" subtype="long" target="#detlefsen_entwicklung">
                                    <surname type="editor">Detlefsen</surname>, Die städtische Entwicklung</ref>.</bibl>
                  <bibl>
                                <ref type="bibl" subtype="long" target="#jakobsen_freistatt">
                                    <surname type="author">Jakobsen</surname>, Glückstadt als religiöse Freistatt</ref>.</bibl>
                  <bibl>
                                <ref type="bibl" subtype="long" target="#koehn_bevoelkerung">
                                    <surname type="author">Köhn</surname>, Bevölkerung</ref>.</bibl>
                  <bibl>
                                <ref type="bibl" subtype="long" target="#vesely_toleranz">
                                    <surname type="author">Vesely</surname>, Toleranz</ref>.</bibl>
                  </listBibl>
               </p>
            </div>
         </div>

         <!-- Ende Kapitel "5. Literatur" -->


      </body>
      
      <back>
         <listBibl>
            
            <bibl xml:id="neue_privilegien_glueckstadt_1662">
               <abbr>Neue Privilegia 1662</abbr>
               <title>Neue Privilegia, welche ... der Stadt Glückstadt ... d. 30. ... Augusti Anno 1662 ... ertheilet..</title>
               <pubPlace>Glückstadt</pubPlace>
               <publisher>Melchior Rochen</publisher>
               <date>1692</date>
               <ptr type="digitalisat" target="https://soeg.kb.dk/permalink/45KBDK_KGL/16bqo9j/alma99121948317505763"/>
            </bibl>
            <bibl xml:id="privilegien_glueckstadt_druck_1692">
            <abbr>Privilegien für Glückstadt (Druck 1692)</abbr>
            <title>Privilegia, welche Christianus IV. ... der neuerbauten Stadt Glückstadt de Ao. 1617, d. 22. Martii allergnädigst ertheilet. 
               Wie auch ferner denen Holländern de Ao. 1624 den 14. Febr. Imgleichen denen Armenianern de An. 1624, den 23. Julij. 
               So dann auch ... der gemeinen Bürgerschafft ... die in der Glückstadt wohnen ... de Ao. 1629, den 9. Decembris</title>
            <pubPlace>Glückstadt</pubPlace>
            <date>1692</date>
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         </bibl>
            <bibl xml:id="privilegien_glueckstadt_portugiesen_1630_druck_1633">
               <abbr>Privilegia für die Portugiesische Nation (19. Juni 1630)</abbr>
               <title>Privilegia oder Freyheiten. Welche der zu
                  Dennemarcken/ Norwegen etc. Könnigliche
                  Mayestät. Der Portugisischen Nation
                  Hebräischer Religion, auch jhren Adhærenten
                  vnd familen, So in der Veste Glückstadt
                  an jtzo residiren, vnd in künfftig kommen
                  möchten/ Allergnedigst hat mitgetheilet
                  vnd gegeben den 19. Junij Anno 1630</title>
               <pubPlace>Glückstadt</pubPlace>
               <date>1633</date>
               <ptr type="vd17" cRef="8:719424E"/>
               <ptr type="digitalisat" target="https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:8:2-593656"/>
            </bibl>
            <bibl xml:id="privilegien_glueckstadt_niederlaender_druck_1692">
               <abbr>Wieder auffgelegte Privilegia für die Niederländische Nation (Druck 1692)</abbr>
               <title>Wieder auffgelegte Privilegia oder Freyheiten, welche Christianus 4tus ... Der Niederländischen Nation ... hat mitgetheilet und gegeben Anno 1631 den 17. Octobris ... 
                  Wobey denn zugleich Friderici 3tii ... Allergnädigste Confirmatio de Anno 1648 den 28. Julij ... 
                  Sodann anderweitige Confirmatio und Extensio von Christiano 5to ... de Anno 1670 den 29. Novemb. ... 
                  Und dann weiter die Königl. Renovatio und Extensio de Anno 1686 den 20. Aprilis auff 20 Jahr ...</title>
               <pubPlace>S.l.</pubPlace>
               <date>1692</date>
               <ptr type="digitalisat" target="https://soeg.kb.dk/permalink/45KBDK_KGL/16bqo9j/alma99122127174805763"/>
            </bibl>            
            <bibl xml:id="privilegien_glueckstadt_portugiesen_druck_1690">
               <abbr>Wiederauffgelegte Privilegia für die Portugiesische Nation (Druck 1690)</abbr>
               <title>Wiederauffgelegte Privilegia oder Freyheiten, welche dero zu Dennemarck, Norwegen ... königl. Mayst. der portugisischen Nation hebräischer Religion ... 
                  hat mitgetheilet ... 19. Junii Anno 1630</title>
               <pubPlace>S.l.</pubPlace>
               <date>1690</date>
               <ptr type="vd17" cRef="14:077047Q"/>
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            </bibl>
            
            <bibl xml:id="benedict_churches">
               <abbr>
                        <surname type="author">Benedict</surname>, Churches</abbr>
               <author>
                  <surname>Benedict</surname>
                  <forename>Philip</forename>
               </author>
               <title>Christ’s Churches Purely Reformed. A Social History of Calvinism</title>
               <pubPlace>Yale</pubPlace>
               <date>2002</date>
            </bibl>
            <bibl xml:id="kroencke_stadtplanung">
               <abbr>
                        <surname type="author">Kröncke</surname>, Die Glückstädter Stadtplanung</abbr>
               <author>
                  <surname>Kröncke</surname>
                  <forename>Merten</forename>
               </author>
               <title>Die Glückstädter Stadtplanung und Christian IV. - Neue Deutungen</title>
               <bibl>
                  <editor>
                     <surname>Boldt</surname>
                     <forename>Christian</forename>
                        </editor>
                  <title>400 Jahre Glückstadt. Festschrift der Detlefsen-Gesellschaft zum Stadtjubiläum</title>
                  <pubPlace>Norderstedt</pubPlace>
                  <date>2017</date>
                  <biblScope>S. 51-87</biblScope>
               </bibl>
            </bibl>
            <bibl xml:id="vesely_toleranz">
               <abbr>
                        <surname type="author">Vesely</surname>, Toleranz</abbr>
               <author>
                  <surname>Vesely</surname>
                  <forename>Ivalu</forename>
               </author>
               <title>Toleranz und Städtebau. Die Bedeutung des Fremden in frühneuzeitlichen Stadtgründungen am Beispiel der Exulantenstädte Glückstadt und Friedrichstadt</title>
               <pubPlace>Braunschweig, Technische Universität, Diss.</pubPlace>
               <date>2013</date>
            </bibl>
            <bibl xml:id="koehn_bevoelkerung">
               <abbr>
                        <surname type="author">Köhn</surname>, Bevölkerung</abbr>
               <author>
                  <surname>Köhn</surname>
                  <forename>Gerhard</forename>
               </author>
               <title>Die Bevölkerung der Residenz, Festung und Exulantenstadt Glückstadt von der Gründung 1616 bis zum Endausbau 1652. Methoden und Möglichkeiten einer historisch-demographischen
               Untersuchung mit Hilfe der elektronischen Datenvererarbeitung. Textband</title>
               <pubPlace>Neumünster</pubPlace>
               <date>1974</date>
               <series>
                        <ref target="#qfgsh" type="abbr">QFGSH</ref> 65</series>
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               <abbr>
                        <surname type="author">Detlefsen</surname>, Die städtische Entwicklung</abbr>
               <author>
                  <surname>Detlefsen</surname>
                  <forename>Detlef</forename>
               </author>
               <title>Die städtische Entwicklung Glückstadts unter König Christian IV.</title>
               <bibl>
                  <title>
                            <ref target="#zgshg" type="abbr">ZGSHG</ref> 36</title>
                  <date>(1906)</date>
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               <biblScope>S. 191-256</biblScope>
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               <abbr>
                        <surname type="author">Jakobsen</surname>, Glückstadt als religiöse Freistatt</abbr>
               <author>
                  <surname>Jakobsen</surname>
                  <forename>Johann P.</forename>
               </author>
               <title>Glückstadt als religiöse Freistatt</title>
               <bibl>
                  <editor>
                     <forename>Heimatbuch-Kommission</forename>
                     </editor>
                  <title>Heimatbuch des Kreises Steinburg. Band III</title>
                  <pubPlace>Glückstadt</pubPlace>
                  <date>1926</date>
                  <biblScope>S. 220-249</biblScope>
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               <abbr>
                        <surname type="author">Wilson</surname>, Der dreißgjährige Krieg</abbr>
               <author>
                  <surname>Wilson</surname>
                  <forename>Peter H.</forename>
               </author>
               <title>Der dreißigjährige Krieg. Eine europäische Tragödie</title>
               <pubPlace>Darmstadt</pubPlace>
               <date>2017</date>
            </bibl>
            <bibl xml:id="lockhart_denmark_research">
               <abbr>
                        <surname type="author">Lockhart</surname>, Denmark</abbr>
               <author>
                  <surname>Lockhart</surname>
                  <forename>Paul Douglas</forename>
               </author>
               <title>Denmark</title>
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                     <surname>Asbach</surname>
                     <forename>Olas</forename>
                        </editor>
                  <editor>
                     <surname>Schröder</surname>
                     <forename>Peter</forename>
                        </editor>
                  <title>The Ashgate Research Companion to the Thirty Years' War</title>
                  <pubPlace>London: Routledge</pubPlace>
                  <date>2016</date>
                  <biblScope>S. 65-75</biblScope>
               </bibl>
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