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Regensburger Rezess (24. Oktober 1548 / 5. Juni 1549) - StA Regensburg 1.30 Ecclesiastica I, 8,6 (S. 4226-4235)

Regensburger Rezess ( 24. Oktober 1548 / 5. Juni 1549) - StA Regensburg 1.30 Ecclesiastica I, 8,6 (S. 4226-4235)

[Blatt: 66r ] 1Lit. C.
2Copia deß Ersten Kayß.[erlichen] Receß
3de Anno 1549

4 a Wir, , von gottes
5genaden röm.[ischer] khayser, zu allen zeiten mehrer deß
6 etc., bekennen offentlich mit disem brieff
7unnd thuen khundt allermenniglich1: Alß sich zwischen
8dem Ehrwierdigen, weilundt2 , unnd ietzo
9, bischofen zu , unserm fuersten,
10und den Ersammen, unsern lieben Andechtigen und deß
11 getreuen N:3 dechant unnd capitl deß thumb-
12stiffts, auch gmainer clerisey4 der statt ,
13an ainem, und cammerer und rath daselbs zu
14 anders tailß, spenn5 und irrung6 erhalten, von
15wegen etlicher beschwerten7, so baiderseits ainem taill
16von dem andern begegnen und zuegefüegt werden sollen,
17und die sachen in etlichen puncten, vor , an unserm
18kay.[serlichen] hofe rechthengig8 worden, alda auch beede thail
19ihre notturfft9 schrifftlich und mündlich, erstlich
20vorb, unnd nachmalß für
21 stattlichen rethen, die
22 und uf unserm jüngst gehaltnen
23, deß negst verloffnen10 acht und vierzi-
24gisten jahrs, der geringern zahl,11 güettliche handlung
25zwischen den partheyen zupflegen, verordnet haben, [Blatt: 66v ]
26für- und einbracht, unnd alß aber die sach durch dieselben
27 unnd räthe nit allerding
28hat mögen verglichen werden, so haben
29demnach, uf vorgehende besichtigung und statlich erwe-
30gung beederseits fürbringens unnd auch aller gepflognen
31handlung, gelegenheit und umbstendte der sachen, unnß
32dieses nachfolgenten receß und abschiedts entschlosßen
33unnd denselben nachmalß, uf den vier unnd zwaintzigisten
34tag deß monnats Octobris deß obbestimbten12 verschinnen13
35acht unnd viertzigsten jahrs, baiden partheyen eröffnen
36lassen, und unter unserm khayß.[erlichen] secret insigl14 ver[-]
37schlossen zuegeferttigt, dises innhalts, nemblich, daß
38 in sachen deß , seines thumbcapitls unnd
39gmainer clerisey zu gegen unnd wider
40burgermaister unnd rath daselbs, etliche vill ange-
41zogene15 beschwerten baiderseits belanngent, auf einbrachte
42clag unnd andere articl erfolgte anntwortt, auch alle
43annders, so in dieser handlung vor unnß, auch gemelten
44
45hoffräthen für- unnd einbracht, disen nachfolgenden
46abschiedt geben:

[Art. 1] Anfennglich, sovil der a-
47ticl betrifft, das die von neuerung in der
48lehr, raichung der sacrament und gottsdiennst
49fürgenommen, neue pfarrer, prædicanten und kirche[n-]
50dienner aufgestelt, unnd ain neue pfarr, auch neue
51unnd ungeweichte freythow16 aufgericht, die alte cape[l-] [Blatt: 67r ]
52len unnd gottsdiennst abgehen17 lassen, die khünder18,
53ehehalten19, auch die krannckhen in spitäln20 unnd siech-
54heüsern21, zu irer neuen religion angeraitzt, die außge-
55tretten geistlichen, so dem bischoff, alß ordinario zu-
56straffen gebüerth, in ihrem schutz unnd schirm erhalten haben
57sollen, dieweill dann, auß der königl.[ichen] relation22
58befunden, das baide taill solcher articl halben, damalß ge-
59horsamblich bewilligt, zwischen
60gemainen unsern, unnd deß stendten, wie es interim
61deß khönfftigen concilli, unnd biß zu ende desselben, in
60
61
62 stendten, wie es interim
61deß khönfftigen concilli, unnd biß zu ende desselben, in
62religion sachen zuhalten verordnen wurden (wie dann nun-
63malß alberaith geschehen)23 zugeleben unnd nach zukommen,
64so liessen es bey angeregter bewilligung also genedig
65bleiben, wolten auch den thailn, solches dermassen zu-
66halten hiemit ernstlich eingebunden24 haben.

[Art. 2] Zum
67anndern, alß dann etlich ander articl angeregt, alß
68nemblich deß bischofl.[ichen] hofs freyheit, geistlicher ehe-
69halten steuer25, besiglung über die lehenkauff, auch ai-
70nen durchgrabnen feldtgrundt, deß müntzmai-
71ster,26 der geistlichen weltlichen dienner straff27, zwifach
72mesßerlohn28, dem pruggzohl29, die zaichen, auch der abbte-
73ßin zu angemasste hofmarch, und an-
74dere der zwayer äbbtisßin, alß nemblich zu -
75unnd 30, clagen beschwerung wider der
76geistlichen weinschenckhen31, unnd der burger lehengeltt
77betr:[effend] seyen auf iere, deren von [Blatt: 67v ]
78selbs gethanne bewilligung mit gnaden bedacht, schidliche
79unnd unpartheyische commißarien zuverordnen, so die-
80selben negstangeregte irrungen, aintweders in der güette
81zuvertragen, von unns macht unnd befelch haben sollen.


82[Art. 3] Zum ditten, waß dann das brobstgericht, auch deß
83stiffts angemasste versatzung32, alß nemblich das fridt-
84gericht, pflasster zoll,c 33 cammer zinß unnd anders, so in
85solcher versatzung begriffen, deßgleichen auch das spital
86belangendt, solten die obgemelten commißarien
87solched irrung in der güett zuvertragen, oder doch in ain[en]
88außtrag zubringen, unnd wo es an demselben erwun,34
89alß dann unnß bericht aller handlung, und an wem die
90güettlicheit entstanden, zu zeschreiben befelch haben, da-
91mit folgents auß khayserl:[ichem] ambt, von obrig-
92kheit wegen, weiter gebüerlichs einsehen nach gestalt
93der sachen zuhaben unnd zuthuen wusten.

[Art. 4] Zum
94vierten, alß dann etliche andere articl dermassen
95geschaffen, das dieselben weiter zuverschieben, von
96unnötten 35 geacht, so wolten die partheyen nachf[ol-]
97gendermaß entschaiden haben:

[Art. 4.1] Anfennglich,
98alß die von die drey clösster petler o[r-]
99dens36 mit verenderung der gebeu nit beschweren, auch
100niemandts darinnen zuwohnen ausserhalb der orde
101oder geistlichen obrigkaitt bewilligung, verschaff[en]


102[Art. 4.2] Ob auch hievor etwaß von kürchen ornaten, clino[ten]37 [Blatt: 68r ]
103brieflichen urkhundten, piecher38, haußrath oder
104annders, bemelten clösstern zugehörig, zu ihrer,
105deren von , handen kommen, dassel-
106big dem orden uf ihr begeren widerumb einzu-
107antwortten39 schuldig sein.

[Art. 4.3] Verrer, das
108sy den geistlichen ihre zinnß und gülten kains weegs
109sperren oder abbruch darin thuen, noch auch die
110geistlichen für sich erfordern, oder sich ainicher obrig-
111kait gegen denselben anmassen, anders oder weiter
112dann inen von gmainen rechten, in etlichen sonder-
113baren fählen,40 zuegelassen sein möchte;

[Art. 4.4] item das sy dem
114bischof die geistlichen oder andere personnen, so ires
115verbrechens halben in den bischoflichen hofe geantwortt,
116nit ufhalten,41 noch ime an seiner habenten jurisdiction
117derhalben eintrag thuen sollen.

[Art. 4.5] Waß sich
118dann für ehesachen zuetragen möchten, die sollen sy
119ohne mitl,42 dem vicarien unnd geistlichen ge-
120richt zuweisen,

[Art. 4.6] ob sich auch begebe, das jemandts auß
121sorgen zu den kürchen unnd andern geweichten stött43
122zueflucht suechte, so sollen die freyheit, so denselben
123von gemainen rechten gegeben, ungeschmelert ge-
124halten unnd kaines weegs verprochen44 werden, bey
125peen und straff, in berüehrten rechten verbleibt,

[Blatt: 68v ] 126[Art. 4.7] daß auch die von die ordens- und
127closster leüth bey ihrer regl45 unnd profesßion46
128unbetriebt,47 unnd dieselben ausserhalb ordenlicher
129bewilligung zubesuechen, genntzlich unterlasßen,

[Art. 4.8] deß-
130gleichen die armen, so nach altem gebrauch zu den
131gestifften spenten kommen, oder nach christen-
132lichen herkhommen das gewohnlich allmosen einnemen,
133kainsweegs davon treiben noch hinweg schaff[en].
134

[Art. 4.9] Dagegen, so haben auch der sambt seinem thumb-
135capitl unnd clerisey die zwayhundert gulden
136schutzgelt, so sy vor jahren denen von
137zugeben versprochen, hinfüro auch also entrichten,
138

[Art. 4.10] und baiden tailen hiemit auferlegt sein solle, sich gue-
139ter friedlicher nachbarschafft und gmainschafft, ge-
140geneinander zubefleissen, aller thättlichen, un-
141freundlichen handlungen, es sey mit wortten oder
142werckhen, genntzlich zuenthalten, und ob sy gegen-
143einander sonnderbar sprich48 und anforderung hetten,
144oder gewünnen möchten, dieselben anders nit, dann
145durch ordenliche weeg und mitl der güette oder
146rechtens außzutragen, und solchem allem nit allein
147für ihre personnen also nach zukommen, sonnder das-
148selb auch bey ihren dienern, burgern und unterthanen [Blatt: 69r ]
149mit allem fleiß zuverschaffen und zuverfuegen, ohne ge-
150ferdte49.e


151

Unnd alß der vorgedacht, unser fürst bi-
152schoff zu für sich selbs unnd
153anstatt obberüerts seines thumbcapitls und gmainer
154clerisey zu , ferrer demüettiglich an-
155gerueffen50 unnd gebetten, das in etlichen ar-
156ticln, in solchem unserm receß verleibt, weiter er-
157klerung, enderung, und leutterung51 zuthuen, und ihme
158und gemainer cleriseydesselben gegebnen
159receß und abschiedts sambt jetzt begehrten erkhlerung,
160ordnungen und erleütterungen glaubwierdig ur-
161kundt, unter khay:[serlichen] insigl, sich derselben
162irer notturfft nach haben zugebrauchen, mitzu-
163thailn und zugeben, auch in andern gebrechen52 und be-
164schwerten, die sich zwischen inen und den von
165 erhielten, einsehens zuhaben genedig-
166lich geruheten, alles nach laut ainer sondern53 suppli-
167cationschrifft, derhalben fürbracht, welche
168 gleichermassen, bey in unserm khayß:[erlichem]
169hofrath verlesen, und nach stattlicher erwegung
170derselben an heut dato disen beschaid ergehen lassen:
171

[Art. 5.1] Nemblich das den ersten articl, die religion
172und das belangent54, uf unserer weiter ordnung, [Blatt: 69v ]
173die in kürtz fürtzenemmen gedechten, beruehen.
174

[Art. 5.2] Zum andern belangent55 die begert cassation56 de-
175ren von hievor erlanngten freyheit,
176sofer der oder die clerisey ichts57 derhalben
177fürtzebringen gedechten, darumb möchten sy orden[-]
178licherweiß suppliciern,58 darauf alß dann deren vo[n]
179 antwortt angehört, unnd ferner die
180billigkeit solte verschafft werden.59

[Art. 5.3] Zum
181dritten, beriehrent die burgerlichen beschwerten
182unnd gelübt deren, so in der geistlichen heüsern
183wohnen, solches soll in die commission60, so obbe-
184rürten commißarien geben wurden, ge-
185zogen, unter dem articl, davon deß bischofs muntz-
186maister meldung geschicht, verstanden werden.

[Art. 5.4] Zum
187vierten, sollen dem und der clerisey
188 hievor erganngnen, hieoben verleibten61 receß
189urkundt in formb autentica62, uf papier oder per-
190gamen, nach ihrer wahl mitgethailt werden.

[Art. 5.5] Zum
191fünfften, soll in negst gemeltem receß für die
192wortt »burgermaister und rath« etc. »cammerer
193unnd rath«,63 deßgleichen für die wortt »zwayhun[dert]
194gulden schutzgelts, so sy vor jahrn« etc. »zwayhundert
195gulden gelts, so in crafft eines derhalben aufge- [Blatt: 70r ]
196richten vertrags, vor jahrn« etc. gesetzt, und solche un-
197geferliche64 emendation65 und enderungen khünfftig-
198clich durch unsere verordnete commißarien denen
199von , ob sy etwas darwider fürbringen
200wolten, deß unnß doch nit versehen,66 anzaigt
201werden.

[Art. 5.6] Zum sechsten, die wortt »an-
202gemasste hofmarchen«, und »angemasste verschrei-
203bungen« belangent67, lassen es bey dem außgangen
204receß bleiben, also das durch solch wort die ange-
205regten hofmarchen und verschreibungen, die noch zur
206zeit zu kainer erkantnuß erwachsen,68 weder appro-
207biert,69 noch improbiert70 sein sollen.

[Art. 5.7] Zum siben-
208ten, sofer der etwas lauterer71 specificiern
209wurde, in waß articln die von
210offternanntem unserm recess, fürnemblich in vor-
211enhaltung der geistlichen zinnß unnd gülten zu-
212wider handleten, so sollen ihme alß dann ernst-
213lich mandaten an die von zuvolziehung
214deß recess mitgethailt werden.

[Art. 5.8] Unnd zum
215achten unnd letzten, seind auf villgemelten re-
216cess zu commissari verordnet der hchgeborn,
217 und deß fürst und lieben getreuen
218 und
219, sambt und sonderlich.

Deß [Blatt: 70v ]
220alles zu urkhundt haben gedachtem
221fürsten, bischof zu , für sich,
222sein thumbcapitl und clerisey, disen brief unter
223 khay.[serlichen] anhangenten insigl verferttigt, ge-
224nediglich mitgethailt, der geben ist in unser statt
225 in Brabant, am fünfften tag deß monnats
226Juny, nach Christi unsers lieben herrn gebuerth,
227fünffzehenhundert und im neun und viertzigisten,
228 khayserthumbs im neun und zwaintzigisten
229und unsere Reiche im vier und dreyßigisten jahr
230
231V C A Bertzenotꝫ:[us]72
232Ad mandatum Cæsareae et
233Catholicæ M:[aiesta]tis proprium
234


Textapparat

a Text des kaiserlichen Anschreibens vom 24. Oktober 1548 (nach der Abschrift im Stadtarchiv Regensburg, Bestand 1.30 Ecclesiastica I, 8,20, S. 4368f): , von gottes gnaden römischer kayser, zu allen Zeiten mehrer des etc. Ehrsamen lieben getreuen, nachdem uns auf die strittigen puncten und articul, so zwischen weylandt , bischoff zu an einem, und euch andern thailß, vor , auch , auf unserm jüngstgehaltenen einkhomen, allergnedigst resolvirt, und hiebey ligenden abschiedt verfaßen lassen, welchen wir auch alspalt zu auf vorgehende gebürliche citation beder partheyen, und in derselben beysein zueröffnen willens gewest, so sein doch unsers eyllenden [S. 4369:] aufbruchs halben, davon verhindert worden. Damit aber die Sach dannocht nit unerörtert bleibe und ihr, deßgleichen , wissen mögen, wie ihr euch hinfüran gegeneinander halten sollet, so haben zuvermeidung mehrers uncostens nit unterlaßen wollen, auch solchen abscheidt in schrifften zu eröffnen und denselben hiebey iedem thail gleiches lauts, wie ihr daraus vernemen werdet, zuezuschickhen. Und befelhen euch darauf hiemit ernstlich und wöllen, daß ihr solchen unsern abschied gehorsamblich annemet, demselben gemäß gelebet und hierüber nit beschwäret, noch andern das zuthun befelhet. Wie dan gleichsfals dem-selben Abschiedt zugeleben und nachzukhommen, auch mit ernst auferlegen und befelhen. Des wollen unns also zu euch verstehen, und beschiht daran unser ernstlicher will und mainung. Geben in unser statt in Brabant, am 24.ten Tag des Monats Octobris. Ao. im xlviij.ten, unsers kayserthumbß im xxxiiij. . Ad mandatum Caes.[are]ae et Cath.[olic]ae M[aies]t[a]tis proprium .
b Korrigiert aus: von.
c In der Abschrift durch Virgel getrennt.
d Korrigiert aus: solte.
e Bis zu dieser Stelle referiert der Text weitestgehend den Bescheid vom 24. Oktober 1548, die anschließenden Passagen reagieren auf die Nachfragen des Bischofs.

Sachliche Anmerkungen

1 jedermann.
2 vormals (die Form »weilund« war in Süddeutschland gebräuchlich).
3 Im Original steht kein Name; als Domdechant ist zwischen 1547 und 1555 urkundlich bezeugt; vgl. , S. 99 (Nr. 360, 29. Sept. 1547), S. 101 (Nr. 369, 28. Okt. 1549), S. 109 (Nr. 394, 8. Mai 1552), S. 117 (Nr. 426, 12. Okt. 1555); vgl. a. Theobald II, 125.
4 Geistlichkeit.
5 Streitigkeiten.
6 Zwist.
7 Belastungen, Schäden.
8 als strittige Rechtssache anhängig.
9 Notlage, Schwierigkeit, Hilfsbedarf.
10 vergangenen.
11 der geringern Zahl = Jahresangabe ohne Angabe von Jahrtausend und Jahrhundert.
12 obenerwähnten.
13 vergangenen.
14 Sekretinsiegel = kleines Siegel, teils zur Beurkundung von Geheimsachen, aber auch für minder wichtige Amtsgeschäfte.
15 genannte, erwähnte.
16 ungeweihte, nicht nach römischem Ritus in den Bereich des Heiligen einbezogene Friedhöfe.
17 ausfallen, verschwinden.
18 Kinder.
19 Dienstboten.
20 Hospitälern.
21 Krankenhäusern, bes. für Schwerstkranke.
22 Bericht.
23 Ein entsprechender Hinweis ist bereits in der Fassung vom 24. Oktober 1548 enthalten.
24 eingeschärft, ans Herz gelegt.
25 Steuerpflicht von Dienstboten geistlicher Herren.
26 Eine erste Münzprägung Kaiser in ist um 820 anzusetzen; zeitweilig ließen auch die bayerischen Herzöge in Münzen schlagen; vmtl. seit Mitte des 11. Jahrhunderts verfügte der Regensburger Bischof über ein eigenes Münzrecht; die Reichsstadt begann 1508 mit dem Prägen eigener Münzen und erhielt 1512 ein Goldmünzprivileg. Vgl. .
27 die Strafgerichtsbarkeit in bezug auf diejenigen Personen im Dienstverhältnis zu Geistlichen, die selbst nicht dem geistlichen Stand angehörten und deshalb nicht per se deren rechtlicher Sonderstellung teilhaftig waren.
28 Entgelt für die Tätigkeit (amtlich bestellter) Personen, die den Einsatz korrekter Maße im Handelsverkehr zu überwachen und/oder die korrekten Quantitäten bestimmter Güter etc. zu bestimmen hatten; insbesondere: Eichgebühr.
29 Brückenzoll.
30 Die beiden erwähnten Kanonissenstifter hatten jeweils den Status einer Reichsabtei.
31 Weinausschank von Geistlichen, bei dem diese Weindeputate zu Geld machten, die sie als Teil ihrer Einkünfte erhalten hatten.
32 beanspruchte Pfandschaft (?).
33 Pflasterzoll = Benutzungsgebühr zum Erhalt und Ausbau der Straßenpflasterung.
34 falls es daran mangelte, wenn es nicht dazu käme.
35 für unnötig.
36 Folgende Bettelorden unterhielten zur fraglichen Zeit Klöster in : Dominikaner, Franziskaner, Augustiner-Eremiten.
37 Kleinodien, Kostbarkeiten.
38 Büchern.
39 zu überantworten.
40 Fällen.
41 beherbergen; entziehen(?).
42 unmittelbar.
43 geweihten Stätten.
44 gemindert, entzogen, daran Abbruch getan.
45 (jeweiligen) Ordensregel.
46 Ordensgelübde.
47 unbetrübt, unbeeinträchtigt, unbehelligt.
48 Ansprüche.
49 unversehens; ohne Hinterlist, ohne böse Absicht.
50 angefleht.
51 Erläuterung; Bereinigung.
52 Misshelligkeiten, Streitigkeiten.
53 besonderen, eigenen.
54 anbelangend, betreffend.
55 anbelangend, betreffend.
56 Aufhebung, Abschaffung.
57 etwas.
58 eine Bittschrift einreichen, eine förmliche Bitte vorbringen, eine Eingabe machen.
59 dem Ansuchen, soweit es gerechtfertigt erscheint, stattgegeben werden.
60 den Auftrag(sumfang).
61 eingefügten, einverleibten.
62 in forma authentica = als Originalausfertigung (?).
63 Diese Änderung trägt den tatsächlichen Gegebenheiten der Regensburger Stadtverfassung Rechnung.
64 ohne böse Absicht erfolgende.
65 Verbesserung.
66 wovon wir jedoch nicht ausgehen
67 anbelangend, betreffend.
68 über die bislang noch kein Urteil gefällt ist, keine gerichtliche Klärung erfolgt ist.
69 anerkannt.
70 missbilligt, verworfen.
71 klarer, genauer.
72 Verlesen aus »V[idi]t Perrenotus«, der Signatur von .