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Reverse der Herzöge von Mecklenburg für ihre Landstände (1572/1621), bestätigt von Ferdinand II. (17.Februar 1626) - LHAS 1.3 Nr. 25b

Reverse der Herzöge von Mecklenburg für ihre Landstände (1572/1621), bestätigt von Ferdinand II. ( 17.Februar 1626) - LHAS 1.3 Nr. 25b

1Wir1
2von Gottes gnaden, Erwölter2 Römischer Kaiser, zu allen zeitten
3Mehrer deß , in , zu , ,
4, unnd etc. König, Ertzhertzog zu ,
5Hertzog zu , zu , zu , zu , zu ,
6zu , zu , , Fürst
7zu Schwaben3, Marggrave deß zu
8, zu , unnd , gefürster Grave zu
9, zu , zu , zu unnd zu , Landt-
10graff in , Herr auf der , zu und
11zu etc. bekennen fur Unns und Unß-
12ere nachkommen am reich4 offentlich mit disem brief5 und thuenn
13kundt allermenngclich6, daß Unnß Unnsere unnd deß liebe
14getrewe N. unnd N.7, die fürstliche Meckelburgische Ritterschafft und
15lanndt ständt, in underthenigkait zuerkennen gegeben, waß
16maßen zwischen weilandt8 den Hochgebornen und
17, Hertzogen zu , gebrüedern, Unnsern liebenn
18oheimen9 unnd fürsten, unnd inen, obberürtten10 lanndtständen, zu
19beßerer unnd bestendiger verfaßung politischen wohlstandes unnd er-
20halttung gnedigen unnd respective undertheniger vertrauen, ge-
21wiße concordaten11 unnd verainigung uffgerichtet, unter andern aber
22jahrs funffzehenhundert zway und sybenzig gewiße assecurationes12
23erthailet, darinnen die damals vorgewesene gravamina13 erledigt, unnd
24wie das Justitien wesen14 zuverbeßern, unnd sonsten allen besorgelichen disordien15
25trennung unnd mißverstandnußen vorzubüegen, mit irer, der landtschafft
26belieben disponirt, bey erhalttung solcher reversalien, hetten die höchst-
27gedachte lanndtfürsten unnd sy, die lanndtstände, sich iederzeit wohlempfunden.
28Nach dem nun die auch hochgeborne und ,
29gebrüedere, herzogen zu , Unnsere liebe ohaimben unnd
30fürsten, alß yetzige regierende lanndtsfürsten unnd herrn zum regi-
31ment kommen, unnd sich darbey allerhandt unordnungen, spänn16 unnd irr-
32salen erreugt, alß17 hetten Ire LL.[iebden] demselben auß dem grundt18 zu re-
33medirn19, unnd alle eingeriessene beschwärnußen abzustellen, mit ihr,
34der ritter- unnd lanndtschafft, jahrs sechzehenhundert ainund-
35zwainzig, den drey unndzwaintzigisten Februarii, nach langen müehsamen
36tractaten20, eine abermalige assecuration21 getroffen, in welcher
37vorige vortrag22 nicht allain bestettiget, sondern auch vielen unnötigen neuen
38erregten disputaten23 abgeholffen, allerhanndt beschwärnußen er-
39ledigt, viel hailsames unnd berürten fürstenthumb er-
40sprießliches constituiret unnd verordnet. Inmaßen hernach ge-
41schriebenes unnd Unnß in beglaubter form24 furgebrachtes trans-
42sumpt25, mit mehrerm zuvernemen gibt unnd von wortt zu wortten
43hernach geschrieben stehet unnd also lauttet:

44[I.] ASSECURATIO
45zum andern Iulii anno
46zwayunnd sybentzig datirt.

47Wir unnd gebrüedere, von Gottes
48gnaden hertzogen zu , fürsten zu , graven zu ,
49der lannde unnd herren, thuen
50kundt unnd bekennen hiemit: Nach dem Unnsere unnderthenige landt-
51schafft auf etzlichen bißhero gehaltenen lanndtagen Unnß underschiedliche
52beschwärungen, so eins thails die gemeine, eins theils aber sonderbare personen
53angehen unnd betreffen, stuckhweise fürgebracht unnd geklaget, unnd
54darüber Unser gnedige verpeßerung gebetten, daß Wir Unß darauf
55gegen gedachter Unnserer getreuen lanndtschafft gnedigelich erpotten
56unnd ercläret, thuen auch solches in krafft dises briefs, wie
57von puncten zu puncten folget:

58[Art. I.1] Erstlich, Nachdem auß dem mittel unnserer lanndträthe etzliche
59mit todte abgangen, so haben wir zu ersezung derselbigen ledigen stelle
60die erbaren Unnsere lehenleute unnd liebe getreuen
61, , und
62 verordnet unnd zu landträthen erwehlet, die auch durch
63sonderbare schrifften darzu ermahnet seind worden, sich zu solchem stande
64guetwillig vermügen unnd auf disem landtage voreyden zu laßena, die wollen
65Wir hinfüro26 neben den alten lanndträthen in fürfallenden nöthen zu rathe
66ziehen unnd gebrauchen, nach dem löblichen exempel Unnserer gottseeligen
67voreltern, milder gedächtnus.

68[Art. I.2] Zum andern sollen zu vollnkommener unnd warhafftiger bestel-
69lung Unnsers hof gerichts, zwelff personen, jederzeit auf den rechts-
70tagen sitzen, lauts unnd einhalts27 Unserer hofgerichtsordnung, nemblich
71vier lanndträthe, vier hofräthe, eine vom , eine von der
72hohen schuel28 zu , zway von baide seestetten,
73unnd , unnd den beysitzer eydt, so darin verleibet29, auf ietzigen
74rechts tag würcklich schwären30, auch dabey one veränderung in solcher anzahl
75jederzeit gelaßen werden.

76[Art. I.3] Zum dritten sollen Unnsere haupt- und amptleute zu denen clagen,
77die in irer befohlenen ambts verwalttung sich zutragen oder verursachet
78werden, an Unnserm hofgericht zu andtwortten schuldig sein unnd keinen
79declinatoriae exceptionis fori31, wie ein zeitlang bißhero geschehen,
80sich dawider zugebrauchen haben. So sollen auch die amptleute durch einige
81rescripta32 von Unns nicht auß dem gerichtszwang eximiret33 oder
82avocieret34 werden, und da gleich solches per obreptionem35 geschehe, soll
83es doch crafftloß unnd nichtig sein. So soll auch kein poenal manda-
84tum36 auß der gerichts- oder hof-cantzley im anfang ohne justificatori
85clausul37 außgehen. Wolte auch jemandt Unnß selbst besprechen38,
86so wollen Wir vermüge deß außträge39 oder vermittelst
87in der setzung der parium curiae40 einem jeden unwaigerlich41 rechtspflegen42.
88Hetten aber Wir jemandt von Unnsern underthanen zubelangen, und solches
89nit offenbare hochstrafflich peinliche falle betreffe, in welchen von gefengk-
90lichen angrif, nach verordnung der rechte, der anfang gemacht würdt, so soll
91wider denselben nicht mit gwaldtsamer thatt oder vom zugriff unnd ein-
92ziehung der güetter oder execution, sondern citation zuvorher und
93erkundigung der sachen verfahren werden, wie solches in gottlichen, natür-
94lichen unnd beschriebenen43 rechten versehen44, damit eines jeden einrede45 unnd
95entschuldigung angehört, beweiß aufgenommen unnd ordenlich darüber
96erkendt46 werde.

97[Art. I.4] Zum Vierten überweisen Wir Unserer landtschafft die drey jung-
98frawen clöster , unnd , dergestalt das
99sy christlicher erbarer auferziehung der innlandischen jungfrauen, so sich
100darin zubegeben lust hetten, angewendt unnd gebraucht werden47 unnd die
101lanndtschafft macht haben soll, einen ambtman, vorsteher oder verwahlter,
102doch vermittelst Unnser confirmation48 unnd bestettigung, darein zu-
103zusetzen und auß erheblichen ursachen wider zuenturlauben49, welcher sambtlich
104Unns und etzlichen, so die lanndtschafft verordnet, nemblichen
105, ,
106 unnd , von seiner haußhalttung
107jährlich rechnung thuen, unnd waß an einkommen ersparret und erübriget
108würdt, dem closter zum besten angewendet, dargegen auch die jungfern
109nach Unnserer gefaßeten Reformation50 leben unnd wandeln, unnd durch die
110lanndtschafft eine gewiße ordnung der haußhalttung auf Unser ratifica-
111tion51 gemacht und darein gehaltten werden soll. Eß soll aber die
112hochgeborne fürstinne unnd
113abbtißin zu , Unsere freundliche liebe vetterche52, an volkommener
114regierung, administrierung, bestallung unnd genießung gemelttes
115closters die zeit lebens dardurch in nichts gehindert,
116keine jungfraw ohne vorwißen unnd bewilligung hienein begeben,
117sondern alles in vorigen stande (ohn53 das sich die jungfrawen Unnserer neuen
118closter ordnung gleich den andern gemäß vorhalten sollen) bey
119leben gelaßen werden. Wann aber
120 nach Gottes willen vorsturbe, so soll diß closter
121in allermaß wie b an eine Erbare Landtschafft unnd derselbigen
122verordnungen kommen, daran Wir sy auch nicht hintern sollen noch wollen.
123Wir wollen auch auß sondern gnaden, umb Unnserer getreuen landtschafft
124pitt54 willen, daß closter , und , mit
125tage leistungen, so ie bißweiln hiebevorn darein gehaltten worden, deß-
126gleichen mit dem auffritt55 unnd atzung56 Unns unnd Unnserer diener unnd
127gesindes, unnd dann derselbigen zugehörige untersäßen57 unnd pauersleuthe,
128mit allem fleiß unnd fuhr diensten, fürnemblich auch mit dem vierzehen-
129tagigen hasen jäger ablagern58, so wir von alters hero im closter gehabt,
130hinfuro verschonen unnd Unns derselben hiermit begeben59 haben. Jedoch
131vorbeheltlich Unnsers herbst ablagers im closter und deß
132alten jäger ablagers, so Wir auf deß pauersleuthen, vonn
133Unnsere voreltern erblich hergebracht. Wie wir dann auch die altten
134wohlhergebrachte ablager in baiden clöstern und
135gleichergestalt Unns fürbehaltten.

136[Art. I.5] Zum fünfften soll mennigelichen60 frey stehen, der sich an Unserm
137consistorio oder kirchen gerichte beschwäret zesein vermeinet, davon
138ordentlicher weise an Unnser hofgerichte zu appellirn unnd summarie61
139seine beschwärung zu deducirn62, auch der rechtlichen wohlthatt63 non de-
140ducta deducam et non probata probabo zugebrauchen,64 wann auch
141hinfüro einer von Unnsern superintendenten in seinem craiß visitiren
142wurde, sollen ime allezeit etlich nachgesessene tüchtige persohnen
143von der lanndtschafft adiungiert65 werden.

144[Art. I.6] Zum sechsten wollen Wir hinfüro Unser landt- unnd
145musterungs täge auf dem Judenberge66 für67 Unnser statt
146 haltten.

147[Art. I.7] Zum sybenden, soll hinfüro in Unser hofkantzley nachfolgender tax68
148in außlösung der brife gehalten werden, in beyden cantzleyen zusammen:
149von einem wilbrief69 auf verpfendete oder zum leibgeding70 vermachten güeter
150von hundert einen halben, von neuen lehenbrifen nach wihrdierung71 deß
151lehenguets von hundert einen halben, von einem gleide72 einen thaler,
152von einem arrest oder relaxation73 brife zwelff schilling74, von einem
153abschiede oder vertrage, nach mündtlicher verhör oder gehalttenem par-
154theyen verbescheide75, einen thaler, von einem paßbrief zu seewarts oder
155zu lande einen thaler, von einem tutorio oder curatorio76 sechtzehen schilling
156lübsch77, von einer citation oder commission, in baiden cantzleyen zu-
157sammen, sechs schilling, von einem mueth zettel78 sechtzehen ßlüb79, vor aine
158vorschrifft80 an potentaten oder fürsten oder ansehenlichen communen sechs
159schilling.

160[Art. I.8] Zum achten wollen Wir hinfüro keinemc von der ritterschafft,
161der zu ablegung seiner schulden oder wendung anderer obligenden81 noth,
162sein alt stamblehen82, so nicht auf den eußersten fall der anwarttung83
163oder eröffnung stunde, verpfenden, versetzen oder auch zum leibgeding
164vermachen84 wolte, Unnsern consens unnd wilbrief weigern, doch daß daßelbe
165dem negesten agnaten85 zuvorn angebotten werde.

[Art. I.9] Solche obgesetzte
166articul sambt und sonderlich gereden Wir bey Unsern fürstlichen ehren,
167für Unnß, Unnsere erben unnd alle nachkommende hertzogen zu
168, Unnserer getreuen, gehorsamben landtschafft gnedigelich und vesst86
169iederzeit zuhaltten, zu urkundt haben Wir Unns mit eignen handen under-
170schrieben, unnd unnsere secret87 zu endt dises briefs aufgetrucket, der
171geben ist zum , den andern July, anno der wenigern
172zahl zway unnd sybentzig,

173
174H.[erzog] z.[u] mppa.[manu propria]
175 Hertzog
176zu
177mppa.[manu propria.]

178[II.] REVERS88
179 quarta Iulij anno funffzehenhundert
180zway und sybenzig zum gegeben.
181Wir, von Gottes gnaden unnd gebrüedere,
182herzogen zu , fürsten zu , graven zu ,
183der lande unnd herren, bekennen hiemit
184für Unß, Unnsere erben unnd nachkommende herzogen zu
185: [Art. II.1] Nach dem Unnsere liebe getreuen underthanen aller stände uff
186Unnser vielfeltiges gnediges begern unnd anregen sich auß undertheniger zu-
187naigung, treue unnd liebe, so sy gegen Unns, alß ire erbherrn und landes fürsten
188tragen, unnd daß Wir ihnen die drey zugesagte clöster ,
189unnd mit mehrer befreyung unnd erlaßung derer hiebevor darauf
190hafftenden beschwärungen89 eingereumet unnd ubergeben, auch etzlichen allgemeinen
191unnd sonderbaren90 beschwärungen, zum thail abgeholffen, unnd nachmahlen den
192übrigen, so noch nit abgeholffen, gnedigclich unnd förderlich abhelffen wollen,
193solches auch von Unnß undd inen assecurieret91 oder versichert, unnd daß auch
194die jenigen vom adel unnd stetten, in Unnserer landtschafft geseßen92, so fur
195Unnß sich in bürgschafft gelaßen oder Unnß ir gelt fürstrecket, entfreyet
196unnd bezahlet werden sollen, doch unschedlich unnd unverfengclich Unnsers zuvor
197inen gegebenen revers, sich freywillig unnd one alle pflicht unnd schuldt dahin
198bewegen laßen, daß sy zu abhelffung Unnserer obligenden schulden under-
199thenig bewilligt, zugesagt unnd versprochen, viermahlhundert tausent
200gulden jezt gangbarer münze zuerlegen unnd Unnsere warhafftige richtige
201unnd außgezahlte schulde (fürnemblich aber, unnd daß für allen andern Unsere
202bürgen vom adl unnd stetten Unnserer lanndtschafft, solcher ihrer
203geliebdten93 entfreyet, unnd die Uns gelt geliehen, bezahlt worden) abzu-
204tragen, sich auch der mittel unnd hilff, dadurch solches geschehen soll, mit-
205einander unverzoglich vergleichen wolen, [Art. II.2] daß Wir demnach, wie
206zuvorn in erbhuldigung, auch annemung der vorigen schulde geschehen,
207denen vom adel unnd stetten gnedigclich zugesagt, sy bey allen
208iren habenden privilegien, freyhaiten unnd gerechtigkait (die sy
209von Unnsern löblichen vorfahren, den herzogen zu er-
210worben, geruehigclich unnd wohlhergebracht haben), insonderhait die
211vom adl, die sonsten mit iren ritterlichen güettern ain freyer
212standt ist unnd sein soll, bleiben laßen, auch darbey deßgleichen bey der
213wahren religion der unnd bey friedt
214unnd recht gnedigclich schutzen unnd handthaben94, auch den allgemeinenn
215unnd sonderbaren Unnß fürgebrachten beschwärungen95 unnd clagenn,
216welchen noch nit abgeholffen, aber dennoch liquide96 und auf sigel unnd
217brife97 oder kundtbarlichen98 entwehrungen99 beruehen, unverzügclich und ohne
218alle ferner vorweisen100 oder rechtsgang abgeholffen, die andern
219aber, welche nicht so kundtbar, sondern altiorem indaginem101 erfordern,
220durch die nachgesessene102 unpartheysche commißarien (welche sich unverzüg-
221lich darzu erledigen103 sollen unnd wollen)e oder durch nidersetzung der Räthe oder
222parium curiae104, wie solches dem clagendem thail am besten gelegen und
223von Unnß bitten werden, noch für105 Michaelis106 den anfang geben, unnd
224folgents mit dem aller förderlichsten, unnd zum lengsten innerhalb Jahrs
225Jahrsf frist zu entlicher107 erörtterung, gnediger unnd billiger108 endtschafft109
226kommen unnd gelangen laßen wöllen, [Art. II.3] mit diesem anhange110 und gnedigen
227zusage, daß dise der landtschafft iezt abermals geleistete freywillige
228hilff inen unnd allen iren nachkommen daran unnd also an iren privilegien,
229freyhaiten, gewonnhaiten unnd von Unnß habenden revers (welchen Wir
230hiemit in der allerbesten form, maß unnd gestalt, wie solches von rechts
231wegen geschehen soll, kann oder mag, verneuert, erweitert und confirmirt111
232haben wollen) ganz unschedlich unnd unnachtailig sein soll. [Art. II.4] Sy sollen auch solche
233unnd dergleichen beschwärungen auf sich zunemen unnd hilff zuleisten, hinfüro
234nicht schuldig noch verpflichtet sein, sondern allewege bey iren alten privi-
235legien und freyhaiten und der alten gewöhnlichen einfächtigen landbeten112
236(wann in künfftigen zeiten ein fürstlich freulein außgegeben113 unnd außge-
237steuert114 wurde. Daß sy auch unnd nicht anders dann auf
238vorgehende freye unnd guetwillige bewilligung, unnd sonsten nicht, zulaisten
239schuldig sein) gelaßen, unnd weiter Unnser oder unnsern erben und nach-
240kommender herzogen zu schulde anzenemen115 und zubezahlen
241nicht schuldig sein unnd damit in keinem weg mit nichten be-
242schwäret werden sollen. [Art. II.5] Da auch durch solche bewilligte summa alle Unsere
243außgesatzete bürgen nicht befreyet werden könten, so sollen unnd wollen
244Wir unnd Unnsere erben unnd nachkommende herzogen zu
245die, welche ein yeder vorsetzet, für Unnß selbst irer gelübde fürstlich
246one Unnserer landtschafft beschwärung befreyen, noth- unnd schadloß halten.
247[Art. II.6] Ferner, ob Unnß wohl frey stehen soll unnd muß, ob Wir Unnsere under-
248thanen zu bürgen aussetzen wollen oder nicht, so versprechen Wir
249doch Unser underthenigen landtschafft, daß Wir hinfüro niemandt
250von Unserer ritterschafft, stätten unnd dero einwohner zu einigen
251gelübden oder in bürgschafft sich einzulaßen zwingen wollen. [Art. II.7] Damit
252auch solche yezt bewilligte summa der viermahlhundert tausendt
253gulden münnz desto fügelicher unnd treglicher könne und möge auß und
254zusammen gebracht werden, wollen Wir nicht allein gewilliget
255unnd nachgegeben116 haben, daß alle Unsere clöster unnd ämbter under-
256thanen (ob Wir derg gleich etzliche denh hochgebornen fürsten, Unserni
257freundlichen lieben bruedern, herrn und herren ,
258herzogen zu , zu Jrer L.[iebden] unterhalt übergeben unnd ein-
259gereumet) deßgleichen alle geistliche unnd weltliche güeter (yedoch
260außgenommen daß stifft , so lange Wir daßelbe in seinen reichs
261anlagen laut habender verträge nicht vortreten werden, oder sich sonsten
262die stände deß auf ansuchen Unnser oder Unnserer Landtschafft,
263welches Wir, herzoge , inen gnedigclich nachgegeben, wormit ein-
264laßen wollen), der fürstlichen leibgeding underthanen und der vom
265adel leibgeding und frembder prelaten oder anderer außer- oder inner-
266halb landes geseßenen güeter, so ire nahrung in Unnsern landen haben,
267unnd Unnsers schutzes und beschirmung genießen, waß standes oder
268condition117 die sein, von Unnsern Vorfahren, oder Unnß privilegiert
269oder nicht, wie die nahmen haben mügen, niemandt außgezogen118, fürnemblich
270aber Unnsere beiden sehe stätten unnd , so wol alß
271Unnsere landtstätte in solche contribution119 gezogen, unnd nach ihrer,
272Unnserer lanndtschafft, willen unnd gefallen mügen belegt werden, sondernn
273Wir sollen unnd wollen auch daranne sein, die gnedige verordnung unnd vor-
274sehunge zethun, daß aller dinge niemandt, hierinnen benandt oder nicht benant,
275außerhalb bemeltes , sich selbst oder sonsten jemandt auß-
276ziehen unnd eximirn120, sondern die von gemeiner landtschafft bewilligte
277hilff würcklich praestiren121 und leisten sollen.

[Art. II.8] Wir sollen und wollen
278auch einer erbaren landtschafft die frey disposition122 oder dispensation123
279über der zusammenbringung und gleich voneinander theilung der bewilligten
280summen, so wol an der außgaben, solcher hilff geruehigclich lassen, unnd
281inen das sonderlich verschreiben unnd assecurirn, so soll auch der nachstandt
282von den vorigen landthülffen, so vorhanden oder noch in Unnsern ämbtern
283oder bey andern Unnsern underthanen restiren, oder auch von neuen vonn
284Unnsern befelchhabern aufgenommen worden, in dise summa der vier-
285mahlhundert tausent gulden geschlagen124 unnd darzu gebracht unnd ange-
286wandt werden.

[Art. II.9] Da auch von obgemelten puncten unnd articuln einer oder
287mehr soll übergangen, nachgelaßen unnd in versaumbnus gestellet unnd
288von Unnß nicht würcklich vollentzogen und ins werckh gerichtet werden
289(welches doch nicht geschehen soll), so soll alß dann auf denen fahl
290auch daiegen125 eine underthenige lanndtschafft der bewilligten hilff
291folge zuleisten, ferrer unnd weiter zu contribuiren126 unverstricket
292unnd unverbunden127 sein, sondern diselbe auf vorgehende cognition128
293der sachen, so für Unnsern undergesetzten lanndt- unnd hofräthen auf der
294clagenden parthey ansuchung alßbaldt unnd unverzüglich angestellet
295werden soll, so lang einzustellen unnd fallen zulaßen, sambt und ein jeder
296insonderhait guet fueg129 unnd macht haben, auf welchen fahl Wir sy auch
297mit ernstlichen schreiben, mandaten unnd pfandungen ganz unnd gar ver-
298schonen unnd nicht beschwären wollen.

[Art. II.10] Solches alles unnd jedes wie obgeschrieben
299haben Wir sambt unnd sonderlich alß die regierende landesfürsten für
300Unnß unnd Unnsere freundliche liebe brüeder, herzog und
301herzog etc., unnd Unnsere erben unnd nachkommende herzogen zu
302, Unnsern underthanen vom adel unnd stätten zugesagt und
303versprochen; zusagen unnd versprechen inen solches alles sambtlich, unnd
304jedes innsonderhait, in crafft unnd macht dises Unnsers offenen briefs
305unnd reverß, bey Unnsern wahren wortten, fürstlichen ehren, würden
306unnd glauben, solches stett unnd fest, unverbruchlich unnd aufrichtig zu-
307haltten unnd zuvolnziehen, dawider nichts furzunemen unnd zuhandlen, noch
308yemandts anders dawider zuthun gestatten, alles getreulich unnd unge-
309fährlich, urkundtlich haben Wir Unnser innsigel wissentlich
310an disenj brief hengen lassen, den Wir auch mit aigner hanndt
311underschrieben haben. Geschehen zum , den
312 vierten July, anno der weniger zahl im zway unnd sybenzigisten,
313[, Herzog zu Mecklenburg]k Manu propria, Herzog zu Mecklnburgl m[anu] p[ro]p[r]ia

314[III. Assecurationsrevers vom 23. Februar 1621]
315Von Gottes gnaden Wir unnd
316, gebruedere, herzogen zu , coadiutor130 deß
317131, fürsten zu , grafen zu , der lande
318, unnd herren, thuen kundt unnd bekennen hie-
319mit vor Unnß, Unnsere erben, unnd nachkommende herzogen zu
320: Nach dem Unnsere getreue landtstände von ritterschafft und
321stetten bey jetzigem landtage Unns unterschiedliche gravamina132 und
322beschwärung ubergeben und umb Unnser gnedige verbeßer- und abschaf-
323fung derselben underthenig gebetten, daß Wir Unnß darauf, und bey einem
324jeden punct insonderhait, in gnaden erkleret, verpflicht und anheißig gemacht133,
325folgender gestalt unnd also:

326[Art. III.1] Erstlich, den punctum religionis betreffend, haben Wir
327Unnser getreuen ritter- unnd lanndtschafft in gnaden versprochen
328unnd zugesagt, daß Wir sy unnd einen jeden insonderhait bey der
329ersten unveränderten anno der weniger zahl funffhundert dreißig
330der damaligen römischen Kay:[serlichen] Maytt:[estät] chur-fürsten und ständen
331deß übergebenen und
332in Unnsern fürstenthumben unnd landen biß nun hero allenthalben ge-
333lehrt unnd gepredigten lutherischen religion, unnd in Unser pub-
334licierten kirchen ordnung134 verfaster lehr, glauben unnd bekandt-
335nus unnd dern135 exercitio136, in allen unnd yeden kirchen und schulen
336Unnser fürstenthumb, lannde, stette, ämpter unnd dörffer, auch
337in specie im Thumb137 zu (mdeßen reformation Wir, hertzog
338, Unnß hiemit begeben unnd darin nur allein die
339sepultur138 unnd leichpredigten für Unnß und Unnser religions ver-
340wandten, wie in gleichem, da Wir mit Unnser hofstatt auf andern
341Unnsern residentz heusern Unnß uffhaltten unnd daselbst obbe-
342rürter Unnser religions verwahnten jemandt mit todt abgehen
343wurde, denselben alda begraben unnd die leichpredigt, dem ordinari
344gottsdienst unverhinderlich, verrichten zulaßen, reserviren unnd
345vorbehalten) ohne ainige veränderung in doctrinalibus et ceremo-
346nialibus139 geruhigclich verpleiben laßen wollen.

347[Art. III.2] Zum andern verpflichten Wir Unnß auch in allen unnd yeden kirchen
348unnd schulen (keine one alleine Unnser, Herzog , schloß-
349kirchen, nachgesazter maßen außgenomen), auch in der universitet zu
350, keine andre alß obberürter und
351lutterischen religion verwahnte unnd zugethane prediger, professores,
352lehrer unnd schueldiener140 zu instituiren141, anzunemen oder zugedulden,

353[Art. III.3] Unnd soll, fürs dritte, daß consistorium142, welches nebenst dem jure epis-
354copali143, nach wie vor gemein144 pleibet, die inspection145 haben, daß in allen und
355yeden obbemelten kirchen, schulenn unnd universitet zu Rosstockh,
356keine andere, dann die obangedeutete, zu Augspurg
357übergebene unnd lutterischen religion
358gelehret unnd geprediget, weniger einige andere, dann dero zugethane
359unnd warhafftige vorwandte kirchen- unnd schuldiener146 angenommenn,
360eingesezt, oder geduldet werden.

361[Art. III.4] Unnd da, zum vierten, deren einer oder ander in lehr unnd leben vor-
362dächtig oder schuldig befunden würdt, soll das consistorium in Unser beider
363namen, one einige clage, für sich ex officio147 zu inquiriren148, die Sache zu
364cognosciern149, darein zusprechen, die schuldig befunden, ires dienstes zuentsetzen150
365unnd abzuschaffen, unnd den beambten oder stätten, darunter der con-
366demnirter151 seßhafft, die execution152 zu demandiren153, fueg und macht
367haben, inmaßen es auf angestalte clagen vermüge deß consistorii ordnung154
368gehaltten, und sonsten bey derselben, wie auch der kirchen und superinten-
369denten ordnung155, ohn156 waß in disem revers in specie157 anders disponirt158, nach
370wie vor allenthalben ungeändert gelaßen werden soll.

371[Art. III.5] Fürß fünffte soll den appellationibus159 vom consistorio und beide
372canzleyen anß hoffgerichte ihr unbehinderter starcker lauff noch
373wie vor gelaßen werden.

374[Art. III.6] Zum sechsten soll daß consistorium mit keinem andern alß der
375oberwehnten und lutterschen
376religion zugethanen personen besezt werden.

377[Art. III.7] Eß behalten aber Wir, Herzog , fürß sybende, Unnß
378hiemit bevor, auf oder an Unnsern residentz heusern die bereits
379gebaute capellen zuerweitern oder daselbst ieztberürter maßen
380neue kirchen zupauen, und wann Wir Unnß mit Unnser hofstatt
381alda aufhaltten werden, durch Unnsere ordinari hofprediger, so
382Wir zu Unnser schloß kirchen zu Gustrow bestellet, für Unnß unnd
383Unnsere hofdiener predigen zulaßen, dahin aber niemandt eingepfarret,
384weniger der eingepfarreten an der kirchen deß orttes an irem exerci-
385tio der lutterischen religion, einige behinderung unnd eintrag zugefügt
386werden soll.

387[Art. III.8] Ebenermaßen behaltten Wir Unß, fürs achte, bevor, auf Unnser
388hofstatt, Unnsere edl-160 und ezlich wenig andere knaben, so in der kirchen
389singen, doch nit wider iren, irer eltern oder verwahnten willen, pri-
390vatim instituiren zulaßen. Eß sollen aber daneben keine andere schulen
391dero reformirten religion angerichtet, sondern diselben alle und
392yede, auch in specie die thumb161 schule zu Gustrow, in welcher daß
393ministerium162 die inspection163 behaltten soll, bey dem exercitio der
394offtgedachten und lutterischen
395religion nach wie vor gelaßen, unnd die knaben andergestalt nicht
396instituiret werden.

397[Art. III.9] Und weil, zum neundten, durch ezlicher prediger ungepürliches
398schmähens und scheltens offtmals viel unruehe erregt und die gemeine
399dadurch nicht gebeßert, weniger die kirche gebauet wirdt, alß
400wollen Wir Unns deßwegen einer sonderbaren ordnung vergleichen,
401wie es solchen fahls damit gehalten werden soll, unnd diselbe vor der
402publication unnser getreuen ritter- unnd landtschafft communiciren
403unnd mittheilen. Unnd dap jemandt der prediger wider solche ord-
404nung fräventlich handlen und auf beschehene zwaymahlige erinnerung von
405seinem unfueg164 nicht abstehen woltte, so soll Unnß, herzog
406, denselben zuenturlauben165 unnd einen andern der offtberürten
407 unnd lutterischen reli-
408gion verwahnten prediger an seine stelle widerumb einzusetzen frey
409unnd bevor stehen166. Eß soll aber den predigern die reformirte lehr
410unnd dern167 authorn mit außtrucklicher nennung derselben gebüer-
411lich zuwiderlegen unnd mit grunde göttliches worts zu refutirn168, die
412theologicas controversias169 auf den canzlen perspicue170 unnd be-
413scheidenlich171 zu tractiren172, auch die jezo gewöhnliche confessional namen173
414zum unterschied der lehr und lehrer one schmehen zugebrauchenn,
415im gleichen der reformirten lehrer eigene wortt auß iren büchern
416unnd schrifften nach gelegenhait zu allegirn174, unnd alßo die zuehörer
417für allerhandt lehr, wie die nahmen haben mag, so der irigen zuwider,
418treulich unnd fleißig zuwarnen unnd zur bestendigkait in irer er-
419kandten religion zuermahnen, nach wie vor unbenommen sein.

420[Art. III.10] Fürs zehende wollen Wir die disposition uber die oecono-
421mien güeter175 ein iegelicher in seinem antheil176 behaltten, und sollen
422diselben iedes ortts unverrucket gelaßen, die kirchen- und schul-
423diener an irem unterhalt und besoldung in nichts verkürzt, oder
424solche güeter zu ichtwas177 anders alß ad pias causas178 angewandt,
425auch den bürgern und einwohnern in stetten an iren einhabenden
426oeconomey unnd kirchen äckern kein eintrag zugefüeget,
427sondern diselben unnbehindert dabey gelaßen werden. Solten
428aber von solchen oeconomey güetern ganze dörffer alienirt179
429und vereußert werden, auf den fall wollen Wir es bey verordnung der
430gemeinen beschriebenen recht vorbleiben laßen.

431[Art. III.11] Zum ailfften, Sollen die relationes visitationum180, so viel
432der prediger unnd zuhörer lehr unnd leben betrifft, item synodorum,181
433ins Consistorium eingeschicket, unnd dem jenigen, darunter der Visi-
434tirter orth belegen, daneben zugeferttigt werden.

435[Art. III.12] Anreichendt182, fürs zwelffte, daß ius nominandi unnd vocandi
436pastores ecclesiarum,183 erachten Wir christlich, recht unnd billich sein,
437daß den gemeinen, so wol auf dem lannde alß in stetten, auch denen, so
438das ius patronatus184 et vocandi ministros ecclesiæ nicht haben, keine
439pastores unnd seelsorger, die sy zuvor nicht gehört oder sonsten am
440leben, wandel, lehr unnd gaben tadelhafft und nit qualificiert, bey-
441gebracht unnd aufgetrungen werden. Wollen auch
442Unnserm superintendenten über dise Unnsere verordnung festigclich
443zuhaltten mit ernst auferlegen unnd befehlen, unnd erclären Unnß dem-
444nach in gnaden dahin: Wann Unnß ins künfftig einer vom adel oder die
445räthe in stetten eine person, die er oder sy zu seinem oder iren seel-
446sorger auß erheblichen ursachen gerne haben und befördert sehen möchten,
447nominirn185 unnd umb Unnser gnedige bewilligung und confirmation186 under-
448thenig anhalten werden, daß Wir unns darauf nach befindung der fürgeschlagenen person
449qualiteten unnd geschicklichait, doch unbegeben des iuris patrona-
450tus, aller gnedigen gebührnus wollen zuerzaigen wißen.

451[Art. III.13] Zum dreyzehenden soll daß hofgerichte noch wie vor gemein187
452pleiben unnd mit keinen andern alß der offtberürten
453unnd lutterischen religion verwandten personen nach außweiß deß
454assecuration revers de anno funffzehenhundert zway unnd sybenzig188
455besetzet, unnd von einem jeden unter Unnß zwo personen, dern189 einer deß
456landtrichters officium verwalten soll, continuierlich gehaltten werden,
457unnd wollen Wir Unns, mit zuziehung Unnser getreuen ritter- und landt-
458schafft, wegen reformier- unnd verbeßerung deßelben fodersambst ver-
459gleichen unnd vereinbahren.

[...]

460[Art. III.14] So sollen auch, vors vierzehende, die contributiones190 gemein pleiben,
461unnd die lanndtäge zum unnd umbschichtig191
462gehaltten werden.

463[Art. III.15] Die erhöhung der zölle, furs funffzehende, betreffendt, wollen
464Wir diselben dem alten gewöhnlichen herkommen nach und einem jegelichen
465bey seiner herbrachten exemption192 und freyhait derselben, unbeein-
466trächtiget verbleiben laßen, unnd da von den hauß voigten193, landt-
467reittern194 unnd zölnern dem zuwider einiger mißbrauch eingeführet
468worden, wollen wir solches auff gebührliche
469notification195 widerumb abschaffen.

470[Art. III.16] Zum sechzehenden, wollen und verordnen
471Wir, daß die paursleute die inen umb gewiße zinß oder pacht
472eingethane hueben, acker unnd wißen, doferne sy kein erbzins
473gerechtigkait, ius emphyteuticum196, oder dergleichen gepüerlich bey-
474zubringen, den eigenthumbs herren, auf vorgehende loßkundigung,
475nulla vel immemorialis temporis detentatione obstante, un-
476weigerlich abzutretten unnd einzureumen schuldig sein sollen.

477[Art. III.17] Was, fürs sybenzehende, der beambten unnd lanndt-
478reutter execution betrifft, laßen wir es bey Unnser
479publicirten execution ordnung in gnaden verpleiben, und sein
480darüber festigclich zuhaltten gemeinet.

481[Art. III.18] Den zu yetziger contribution verordneten landtcasten, fürs acht-
482zehende, betreffendt, können Wir in gnaden geschehen laßen, daß die
483freye disposition, verwalttung unnd dispensation deßelben, so
484lange die Unnß underthenig bewilligte zehenmahlhundert tausent
485gulden auf unnd beisammen gebracht unnd zu befreyung Unser beschwerten
486furstlichen einkommen widerumb vorwandt unnd angelegt, Unnser
487ritter unnd landtschafft ungehindert gelaßen werde. Wie
488Wir dann derselben solches hiemit unnd in crafft dises auf jeztberürte
489maß nochmals gnedig bewilligen unnd nachgeben. Belangendt
490aber die Reichs-, Craiß- unnd andern dergleichen steuren, so nicht Unnß
491unnd Unsern fürstenthumben unnd landen principaliter zu nutz
492unnd frommen gereichen, soll es mit dem lanndtkasten dergestalt
493gehalten werden, daß bey Unnß und Unnsern nachkommen, regie-
494renden herzogen zu Meckelnburg, iederzeit zwen schlüßel, und bey
495Unnser getreuen landtschafft gleichsfahls zwen schlüßl, einen bey
496denen von der ritterschafft und der ander bey denen von stetten,
497hinfüro sein, auch die einnehmer in Unnser unnd gemeiner landtschafft
498namen bestelt und beeidet, und die einkommene gelder in Unnser
499verordenten unnd der von der landtschafft deputirten beisein
500gebüerlich berechnet, unnd waß übrig, ohne der lanndtschafft under-
501thenige beliebung nicht inn Unnsern, sondern allein zu deß landes
502und gemeinen besten gebrauchet unnd verwendet werden soll.

503[Art. III.19] Furs neuntzehende, wollen Wir keinen Unns-
504ern getreuen underthanen an seiner jagt gerechtigkait, die er
505über rechts verwerte zeit legitime hergebracht, geruehigclich
506gebraucht unnd noch yezo in possessione vel quasi rechtmeßig hat,
507einige behinderung, turbation unnd einhalt erzeigen oder solches
508von den Unnserigen zubeschehen verstatten, Unnß auch der vorjagdenq
509ander gestalt nicht dann von Unnsern löblichen vorfahren be-
510schehen, jederzeit gebrauchen, unnd soll in den außschreiben zur vorr-
511jagt, eine gewiße zeit nach verfließung derselben sich ein jeder
512seines rechtens unnd befüegnus zugebrauchen alle weege specificieret,
513unnd nambhafft gemacht werden.

514Damit auch wegen deß jager rechtens hinkünfftig kein streit er-
515reget werden müge, alß laßen wir geschehen, wann die jagt-
516hunde in verfolgung deß aufgetriebenen wildes über die grenzenn
517lauffen, daß alß dann den jägern freystehe, ire büchsen nider zu-
518legen, die winde197 zuhinterhaltten unnd die übergelauffenen jagt-
519hunde von deß benachbarten grunde unnd boden widerzuholen unnd
520aufzukoppeln. Wann auch gehezete winde mit dem
521hasen über die gränzen lauffen unnd fangen, so soll der jäger
522dennselben also fort aufzunemen fueg und macht haben, doch daß
523er in nicht an den satel binden, sondern ungebunden in der hanndt
524davon führe. Wurde auch ein thier uff eines
525grundt unnd bodem geschoßen unnd über die grenzen lauffen
526unnd fallen, so soll dem jager erlaubt sein, mit hinterlassung
527der büchsen unnd pistollen dasselbe also fort in continenti
528aufzunemen unnd wegkh zubringen.

529[Art. III.20] Weil auch, zum zwaintzigisten, zu erhalttung red-
530lichen glaubens unnd credits wider die seumb- und auß gefellige
531schuldener unnd bürgen vor jahren scharffe zwangsmittl gebraucht,
532auch deßwegen eine sonderbare constitution anno sechzehen-
533hundert unnd zway wider die muethwillige falliten publiciert
534worden, alß wollen Wir jetztangeregte constitution
535auf der falliten eheweiber, so irer ehemänner umbschläge verrichten,
536selbst mit zehren, banquetirn und in aller üppigkeit leben unnd
537also irer ehemänner und dern creditorn ungelegenhait unnd schaden
538selbst verursachen und deßen uberwiesen werden, zugleich mitge-
539zogen haben. Unnd weil Wir daneben von Unnsern getreuen landt-
540schafft umb wider einführung der einläger in underthenigkait
541ersuchet worden, alß haben Wir irer underthenigen bitte
542auß den von inen angezogenen ursachen auß gnaden geruhet,
543constituirn, ordnen unnd wollen demnach, daß ein bürge,
544wann er für jemandt außgenommen würdt, seinem principaln,
545eß sey gleich die obligation aufs ein lager gerichtet oder nicht,
546krafft diser constitution zu richtiger zahlung und einreitten
547ermahnen soll; wurde aber diselbe auf Antony oder sonsten
548in den beliebeten zahlfristen nicht erfolgen, so soll der
549principall nebenst den bürgen vierzehen tage darnach einreiten
550und zugleich seinen neben bürgen zum einreitten erfordern, unnd
551derselbe auch alßbaldt darauf nebenst zway pferdten unnd einem
552diener sich einzustellen schuldig sein. Damit auch die unkosten
553deß einlagers nicht zu hoch gestaigert unnd den für disem darunter
554fürgelauffenen mißbrauchen gewehret werden müge, alß soll
555jedem einreitenden bürgen die erste woche alle tage vier gulden
556für sich, seinens diener und zwey pferde, die ander woche aber sechs
557gulden jeden tag, unnd so fortan hiemit verordnet sein. Und
558da alß dann der principal seine bürgen vom ersten tage deß
559einreitens nicht bezahlen wurde, so soll a primo die morae198 uff
560jeden tag vor jederhundert ein halb gulde loco interesse 199 angeschlagen,
561am lezten tage aber deß vierzehen tägigen einreittens die bürgen
562würcklich bezahlen, unnd da solches nicht geschicht, von der zeit an statt
563deß interesse, jede woche einen halben gulden auf hundert, über die
564gewohnlichen zinß zu geben schuldig sein. So baldt aber die bürgen wirckh-
565lich zahlen unnd deß principaln obligation unnd cession an sich
566bringen, so sollen sy alß dann in continenti auf ir erstes ansuchen
567unnd vorzeigung der obligation unnd quittung, in deß principalis
568güeter gerichtlich immittiert unnd angewisen werden unnd
569diselbe, da sich ein concursus creditorum erreuget, uff vorgehende
570commission unnd liquidation gebüerlich taxieret und auf für-
571zeigung der eingelöseten original obligationen und deß wirts
572verzeichnus, one einiget fernere liquidation unnd moderation
573für die außgezählete hauptsum, zinse und unkosten dem glaub-
574iger alßbaldt insolutum zugeschlagen, und ferner von demselben
575verkaufft, und jeder besage seiner obligation iure prioritatis
576cuiqe salvo darauß contentiret unnd bezahlt gemacht. Solte
577aber nach verkauffung der güeter sich befinden, daß die schulde
578alle nicht bezahlt werden können, so soll alß dann der debitor in
579einen dazu verordneten schuldtthormb geworffen werden, daferne
580auch der bürgen einer oder mehr auf beschehenes einmahnen nicht ein-
581reiten wurde, so soll derselbe dem principall gleich geachtet
582unnd mit im vorgesazter maßen procedirt und verfahren werden.
583Unnd da der eine oder der ander obgesazter ordnung zuwider sich
584auf flüchtigen fueß setzen unnd seine außgesazte bürgen nicht benemen,
585oder auch seine creditorn fuga defraudiren wurde, so soll
586der oder diselbe von helm unnd schilt, ehr unnd redligkait
587offentlich vortheilet unnd deß landes vorfestet werden,
588unnd soll dise constitutio durch keine appellation suspen-
589diret oder deßen effect behindert werden, inmassen
590sich die lanndtschafft aller suspensif mittl, so dawider
591fürgenommen werden möchten, auf disem allgemeinen landtage
592unanimi placito vorziehen unnd begeben haben, und soll dise
593constitution so woll ad praesentes alß futuros casus diri-
594giret unnd gerichtet sein.

595[Art. III.21] Die übermeßige stauung deß waßers, zum einundzwaintzig-
596isten belangendt, seindt Wir darunter nochmals gebürliche erkundigung
597fordersambst anzustellen unnd, so viel müglich, Unnser getreuen Underthanen
598schaden unnd nachtail zuverhüetten und abzuwenden, in gnaden geneigt.

599[Art. III.22] So wollen wir auch, fürs zwayundzwaintzigiste, ein jeder seinem
600antheil, Unnsere lanndträthe vermüge deß anno funff zehenhundert
601zway unnd sybentzig der lanndtschafft gegebenen assecuration
602revers zu den lanndtsachen in fürfallenden nöthen zu rath
603ziehen unnd gebrauchen.

604[Art. III.23] Inmaßen Wir auch, furs dreyundzwaintzigiste, zuverkünd-
605igung reichs unnd craiß steuren geschehen laßen können, daß
606in solchen fallen alle mahl landtäge gehaltten werden, und wollen
607Wir alß dann, wann Wir in der person selbst nicht erscheinen,
608die Unnserige mit gebührender instruction dahin zuschicken unnd
609abferttigen. Solten aber dabey etwa hochwichtige sachen
610einfallen, darzu Unnser praesentz vonneten, wollen wir Unns
611nach befindung derogestalt zubezeigen wißen, wie Wir es Unsern
612lanndt unnd leüten zuträgl:[ich] und ersprießlich erachten werden.

613[Art. III.24] Zum vierunndzwaintzigisten wollen Wir Unnser getreuen
614ritter- unnd lanndtschafft in gnaden gewilligt und nachgegeben
615haben, daß in altten lehen die agnaten, so eines nahmens, schilt
616unnd helm sein, wann sy sich schon der sippschafft halber nicht berechnen
617können, einander succediren mögen.

618[Art. III.25] Fürs fünffundzwaintzigiste wollen wir den gebrauch
619dises fürstenthumbs, daß der bürgen erben in bürgschafften,
620so in specie auf die erben nicht gerichtet, zu keiner zahlung ver-
621bunden, hiemit in gnaden confirmiret und bestettiget haben.

622[Art. III.26] Wie Wir ingleichen, furs sechsundzwaintzigste,
623den gebrauch, daß die bürgen, ungeacht sy allen beneficiis und
624einreden renuncyret, demnach mit erlegung ires stranges sich
625entfreyen können, wo sy sich nicht deß Meckhlnburgischen lanndt
626unnd hofgerichts gebrauch in specie vorziehen und begeben, hiemit
627Confirmiren vnnd becräfftigen.

628[Art. III.27] Weil auch, zum sybenundzwaintzigisten, wegen der
629erbjungfrauen unnd wie weit sich deroselben erlangtes privilegium
630erstrecket, einezeithero viel streit unnd irrungen fürgangen, alß
631haben Wir auf Unnsere getreuen ritterschafft selbst eigen under-
632thäniges guetachten die sachen dahin verbscheidet, daß die erbjung-
633frauen, die in200 angefallene lehen güeter zeit ires lebens frey unge-
634hindert jemandts, doch allein iure usus fructus einhaben, nutzen unnd
635genießen sollen unnd mügen. Zum fall auch einer erbjungfrauen
636vater nicht so viel an baarschafft und alodial güetern auf seinen todts-
637fahl hinter im verlaßen wurde, daß sy davon gebührlich außgesteurt
638werden könte, so soll ir der brautschatzu ex feudo pro quantitate eius-
639dem wenigers nit, unnd ungeachtet ires habenden nießbrauchs, abge-
640richtet unnd gefolget werden, doch sollen die erbjungfern die ein-
641habende lehne weder gantz, nochv zum theil zu alienirn, zuvereußern
642oder auch zu deteriorirn unnd zuverringern, unnd daß harte bau-
643unnd mastholz weiter dann zu deß lehens scheinbaren nutz unnd
644frommen zuvorhauen keines weegs bemächtiget, oder dem lehens-
645folger, auf dem einen oder andern fahl, allen erweißlichen schaden
646unnd nachtail zuerstatten, auch die gepüer201 unter tach unnd schwel202
647in guetem wesen zuerhaltten schuldig unnd verpflichtet sein. Die
648auf dergleichen lehne auf ableiben deß lehnmans hafftende
649schulde, daferne diselbe von deß verstorbenen nachlaß nit bezahlet
650werden können, sollen von der erbjungfern, so lange sy sich ires privilegii
651gebrauchen, gebüerlich verzinset, aber die hauptsumma von den lehens
652folgern entlich widererleget unnd bezahlet werden. Wann
653von der erbjungfrauen in dem lehenguete dergleichen beßerungen
654angerichtet werden, die den lehensfolgern zu besondern nutz unnd
655frommen gereichen können, so sollen ir oder irer erben, diselbige nach
656billiger ermeßigung zum halbschiedt, waß aber der vater in dem
657lehenguete gebawet unnd gebeßert, gar nicht refundiret und wider
658erstattet werden. Eß solle aber ein erbjungfer gar keine neue
659gebeu one vorwißen der lehensfolger anzurichten gemechtiget oder
660dafür keine widergeltung gewertig sein. Alß auch für disem
661in streitt unnd zweiffel gezogen, da mehr dann eine erbjungfer
662vorhanden unnd dern eine todts verfähret, ob derselben antheil an
663die uberlebende schwestern oder den lehensfolgern vorfalle.
664Demnach setzen und ordnen Wir, daß die erbjungfern, wann sy ires
665vattern lehen ungetheilet und pro indiviso gebrauchen und genießen,
666einer der andern succediren, hetten sy aber die lehen unter sich
667getheilet, der verstorbenen antheil auf die negste agnaten unnd
668lehensträger oder an Unns, den lehenherrn, nach gestalten sachen
669respective vorstammen und fallen soll. Endlich wollen Wir,
670da einer Unnser lehenleute, der nicht in Unnsern fürstenthumben
671unnd landen heußlich gesessen, ohn männliches leibes lehens erben,
672todts verfahren unnd allein töchter hinter im verlaßen solte, daß
673diselbige wenigers nit, alß wann der vatter unter Unnser bott-
674meßigkait sein domicilium und stätiges anwesen gehabt, obbe-
675rürtes privilegii fähig sein, nutzen und genießen sollen und mögen.

676[Art. III.28] Da auch, fürs achtundzwaintzigiste, die verwittibte edel-
677frauen, wann sy zur andern ehe schreiten, iren einhabenden wit-
678thumb gegen erstattung deß eingebrachten ehegeldes, beßerung
679unnd waß dem anhengig, den lehensfolgern cediren unnd abtretten,
680erachten Wir den rechten unnd herkommen gemäß, eß wäre dann
681daß in der heyraths unnd wittumbs vorschreibungen, so mit
682fürstlichem unnd vätterlichen consens aufgerichtet, ein anders versehen
683unnd enthaltten, dabey es dann billig zulaßen. Yedoch soll es mit
684denselben der melioration unnd deterioration halber allermaßen
685wie eben im punct von erbjungfern disponiret, observiret unnd
686gehalten werden.

687[Art. III.29] Wir constituiren und verordnen auch hiemit, fürs neununnd
688zwaintzigiste, daß die lehne, so jemandt über dreißig und mehr jahren
689geruhigclich beßeßen, in keine wege hinfüro revociret werden sollen.

690[Art. III.30] Der auß einem geschlechte ins andere verkauffter lehen halber
691erclären Wir Unnß, fürs dreißigiste, in gnaden dahin, daß in
692der gleichen fallen deß keuffers sambtliche vettern, so sich mit ihm der
693agnation unnd sippschafft halber biß auf den fünfften gradt ex-
694clusive gebüerlich zuberechnen, in der kauff verschreibung und fürst-
695lichem consens nominatim mit begrieffen, unnd das verkauffte
696lehen, quo ad ipsos nominatos unnd derselben leibs lehens erben,
697in infinitum pro feudo antiquo gehaltten, und solches auf die
698vor disem bereits erkauffte lehen getzogen werden soll.

699[Art. III.31] Dem negst haben Wir, fürs einunddreißigiste, Unnser getreuen
700ritterschafft die besondere gnade gethan, daß die einem lehnman
701anererbte schulde, unnd darin er sonsten wegen gebüerlicher aussteuer
702und abfindung seiner respective töchter, schwester unnd brueder, doch
703daß solches nicht übermeßig geschicht, durch feuerbrunst, ungewitter
704unnd andere casus fortuitos, one seine hin- und fahrleßigkait, auß
705göttlichemw unwandelbarem verhengnus gerathen möchte, auß den
706Unns eröffneten lehen bezahlet unnd abgerichtet werden sollen, doch
707mit diser außtrucklichen beschaidenhait, geding unnd vorbehalt, daß
708der lezte lehenträger ein inventarium oder specificirte designa-
709tion der im anererbeten schulden innerhalb vier wochen, nach dem ime
710daß lehen haimbgefallen, vermitels eydes zu ediren und in die
711canzley einzuschicken, unnd wann er dann zur außsteuer seiner
712tochter unnd schwester, oder auch in andern fällen, so iezt ver-
713meldet, ainer anleihung einer gewißen summen geldes benötiget,
714solches Unns unnd Unnsern nachkommenden regierenden landes
715fürsten, alß den lehenherrn supplicando zuerkennen zugeben und
716umb gnedigen consens unnd bewilligung underthenig anzuhaltten,
717schuldig und verpflicht, Wir aber unnd Unnser nachkommen, zu ab-
718tragung anderer unnd mehrer schulden dann obberürt, nach eröffnung
719der lehen keines weeges obligirt unnd gehalten sein sollen und wollen.

720[Art. III.32] So laßen Wir auch, zum zwayunddreißigisten, geschehen, daß die
721von der ritterschafft unnd stetten auf iren unstreitigen grundt
722unnd boden, da einer dem andern an waßer unnd windt keinen schaden
723zufüegt und die underthanen auf gewiße mühlen zu mahlen nicht
724verbunden sein, unbehindert mühlen bauen mügen.

725[Art. III.33] Zum fall auch, fürs dreyunddreißigiste, die gewonnhait oder
726constitutio in der chur Brandenburg, wann Marckesche bur-
727gen nebenst Meckelnburgern oder auch andererx herrschafften
728underthanen bürglich gelobet, daß die Marckesche fideiussores
729in solidum, ob sy sich schon also verschrieben, nicht belanget oder
730der außlendischen strenge zu bezahlen gedrungen werden mügen,
731wider die Meckelnburger obseruiret werden solte, wollen Wir
732es ebenmeßig wider die Merckische bürgen in solchen fällen hinn-
733widerumb also haltten.

734[Art. III.34] Daß schedliche münzwesen unnd deßelben remedierung, fürs
735vierunnddreißigiste, betreffendt, wollen Wir an Unnser treu-
736eifferigen landts vetterlichen fürsorge, mühe unnd fleiß, so viel
737Unnß immer zuerheben mügelich, noch wie vor nichts erwinden
738laßen und Unnß noch bey wehrendem disem landtage einer
739practicierlichen hailsamen münzordnung vergleichen.

740[Art. III.35] Zum fünffunnddreißigisten, wollen Wir zu verhüet-
741tung künfftiger disputaten, mit zuziehung Unnser getreuen
742lanndtschafft eine gewiße formulam obligationis, wie es
743mit verschreib- und entrichtung der reichsthaler in specie oder
744andern sorten gehaltten werden soll, abfaßen unnd publiciern
745laßen, darnach auch in Unnsern canzleyen unnd hofgericht
746verabschiedet und gesprochen werden soll.

747[Art. III.36] Gestalt wir auch, fürs sechsunnddreißigiste, mit zuziehung
748Unnser getreuen ritter- unnd landtschafft ein gemein landtrecht
749in teutscher sprach, damit ein jeder, wie seine sache im gericht
750zutreiben, selber vorstehen könne, zusammen bringen und abfaßen, unnd
751nach demselben in den canzleyen unnd hofgericht sententiiren unnd
752sprechen laßen wollen.

753[Art. III.37] Wann Wir auch, fürs syben und dreißigiste, auß erheb- unnd
754bewögclichen ursachen zu nutz unnd frommen Unser fürstenthumbe
755und lande mit jemandt in confoederation unnd bündtnus ab-
756sonderlich einlaßen wurden, dazu Unnser getreuen landtschafft
757contribution vonneten, so wollen Wir die lanndträthe alß
758dann mit dazu ziehen unnd ires raths gebrauchen.

759[Art. III.38] Wir seindt auch, zum achtunddreißigisten, hinfüro keine lauff-
760pläze oder durchzüge inn und durch unnsere fürstenthumbe unnd
761landen, oder in anderer gestalt nicht dann auf maß, wie in den reichs ab-
762schieden versehen, zuerstatten genzlich gemeinet und entschloßen.

763[Art. III.39] Wurden wir auch, fürs neununddreißigiste (welches Gott
764gnedig abwenden wolle) in solche schwäre mißverstände und uneinig-
765keit gerathen unnd zu den waffen greiffen, so wollen Wir
766Unnsere getreuen ritter unnd landtschafft, wie auch die statt
767Rosstockh, einer gegen den andern, imgleichen wider die statt
768Rosstockh, wann diselbe in terminis verpleiben, und sich den aufge-
769richteten erbverträgen gemäß verhaltten würdt unnd keinen
770aufstandt unter sich oder auch sonsten rebellion erregen und
771mit unrechten gewaldt gegen Unnß unnd Unnsere underthanen
772nichts tentiren, Unnsere getreue lanndtschafft, wie auch die statt
773Wißmar mit hemmung der ab- unnd zufuhr, oder sonsten ander thätt-
774lichaiten, im gleichen die statt Rosstockh wider die andere stände,
775unnd in specie wider die statt Wißmar in abgedachten fällen
776zu waßer oder zu lande nicht uff fordern unnd gebrauchen.

777[Art. III.40] Zum viertzigisten, laßen Wir es wegen deß geclagten
778mulzenbrauen, vorkaufferey unnd handtwercker auf den
779dörffern bey Unnsern außgekündigten policey ordnung noch-
780mals bewenden, unnd wollen wider solche eingerießene mißbreuche
781gebührende verordnung zumachen und mit der execution darauf
782zuverfahren wißen.

783[Art. III.41] So erklären Wir Vnnß auch, fürs ainundvierzigiste, in gnaden
784dahin, da yemandt auß der ritter- unnd landtschafft straff
785würdig befunden, daß Wir unerkandten rechtens wider in nicht ver-
786fahren, sondern in zuvor mit seiner nothturfft vermüge deß
787assecuration revers de anno funffzehenhundert zway unnd
788sybentzigs gebüerlich hören wollen.

789[Art. III.42] Zum zwayunndvierzigisten, haben Wir gnedig bewilliget
790und nachgegeben, daß die jenige, so von Unnserm fiscal in peinliche
791anspruch genomen werden, si delicta casu alia non dolosa sint,
792unnd es sonsten die delicti qualitas permittiret unnd zulaßet,
793allein bey eroffnung der endturtheil sich in der person zustellen
794anzuloben, unnd darüber gewöhnliche caution zu praestiren ver-
795pflicht unnd schuldig sein. Solches aber ad notoria et enor-
796miora delicta, darüber in dem anno sechzehenhundert sechsten
797zum Sterneberge übergebenen generali gravamine, und aber-
798mals von Unnser getreuen ritterschafft bey der landtags
799versamblung daselbst ganz beschwärlich geclaget worden, nit gezogen
800unnd verstanden, sondern darunter einhalts de anno funffzehen-
801hundert zway unnd sybenzig, den viertten July, der
802ritter- unnd lanndtschafft gegebenen assecuration revers
803allerdings procediret, verfahren unnd daß übel mit eyffer
804unnd ernst gestrafft werden.

805[Art. III.43] Wasy die bestraffung der unter denen vom adl lenger mehr
806zu und überhandt nehmenden unzucht, fürs dreyundviertzigste,
807anreichet, ist derowegen in Unnser publicirten policey ordnung
808tit. von todtſchlag, ehebruch, §. »wurde auch« cum duob:[us] seqq.[uentibus],
809alberait verordnung geschehen, darauf Wir auf gebürliches
810anhaltten die execution ohn ansehen der personen unwaigerlich
811ergehen zulaßen, oder auch nachz befindung deß delicti und der
812beschuldigten personen qualitet und beschaffenhait, außerhalb
813denen fellen, so leib und lebens straff auf sich tragen, den verwandten
814die vermauerung personae delinquentis zuverstatten
815in gnaden erpietig.

816[Art. III.44] Fürß vierundviertzigiste, wollen Wir Unnser getreu-
817en lanndtschafft außgetretten pauren in Unnsern ämptern
818nicht aufhaltten, sondern auf gebüerliches ansuchen und beweiß-
819thumb iren herrn widerumb folgen laßen.

820[Art. III.45] Zum fünffunndviertzigisten, wollen
821Wir wegen der geclagten unnd von den beambten oder andern
822gelegten neuen krüge203 erkundigung anstellen und diselben
823nach befindung hinwiderumb abschaffen.

824[Art. III.46]aa [Art. 4.47] So viel, zum sybenundviertzigisten, die entlauffung
825der knechte unnd dienstpotten zur erndten unnd andern zeit belanget,
826soll deßwegen, daß kein knecht oder magdt von jemandt in jahrdienst
827angenomen werden, sy haben dann ires gueten abschiedts und verhalt-
828tens glaubwürdigen schein vorgezeiget, nothwendige ordinantz gemacht,
829und die übertretter derselben gebüerlich gestraffet werden.

830[Art. III.48] Imgleichen erachten Wir, fürs achtundviertzigiste, zu erhalttung
831gehorsambs treu unnd redlichait unter dem gemainen gesinde hoch-
832nötig sein, daß kein reisiger knecht, kutscherab, vogt, müller,
833schäffer und dergleichen gesellen, die nicht ires redlichen verhalttens
834und abschiedts von iren vorigen junckern oder herrschafft gebüerlichen
835schein unnd kundtschafft, die ein jeder auf seinem eidt unnd pflicht
836inen mittheilen würdt, fürzulegen, von jemandt zu dienst auf
837und angenomen werden. Dahero Wir Unnsere hiebevor deß-
838halb publicirte mandata zu renoviren gemeinet, deren ein
839jeder Unnser underthanen bey unnachleßiger straffe funffzig
840thaler gehorsamblich zugeleben schuldig, und hiemit nochmals unnd
841ernstlich befehligt sein soll.

842[Art. III.49] Schließlich unnd zum neunundviertzigisten, wollen Wir auch den
843angenommenen appellationen am kay.[serlichen] cammergerichte, doch
844mit erinnerung, sich der muethwilligen unnd frävelhafftigen appel-
845lationen dagegen zuenthalten, iren starcken lauff, unnd Unnsere
846getreue ritter- unnd landtschafft bey iren wohlhergebrachten
847privilegiis, assecuration revers, erbverträgen, appellation
848recessen, frey- unnd gerechtigkaiten allenthalben ruehig verbleiben
849laßen und dawider niemandt beschwären.

Zu urkundt haben Wir
850disen brief in vorgesatzten constitutionibus, concessionibus, be-
851lieb- unnd verordnungen in allen clausuln unnd puncten fur
852Unnß, Unnsere erben unnd nachkommende herzogen zu Meckhlnburg
853mit Unnserer eigenen handen subscription und anhangenden
854fürstlichen innsigeln bestettiget und geben zu , den
855dreyunndzwainzigisten monats februarij, nach Christi Unsers
856erlösers unnd seeligmachers gepurth im ain tausent Sechs-
857hundert, unnd ein unnd zwainzigisten jahre,
858 H.[erzog] Z.[u] M.[ecklenburg] [manu propria] H.[erzog] Z.[u] M.[ecklenburg] [manu propria]

859[IV. Revers vom 23. Februar 1621]
860Von Gottes gnaden Wir, und ,
861gebrüeder, herzogen zu , coadiutor deß stüffts
862, fürsten zu , grafen zu , der lannde
863 unnd herren, bekennen hiemit vor Unnß,
864Unnsere erben unnd nachkommende herzogen zu : [Art. IV.1] Nachdem
865Unnsere liebe getreue unnderthanen aller stände sich auß undertheniger
866zuneigung, treu unnd liebe, so sy gegen Unns alß ire erbherrn und landes
867fürsten tragen, sich freywillig unnd one alle pflicht und schuldt dahin be-
868wegen laßen, daß sy zu abhelffung Unnserer obligenden schulde under-
869thenig bewilligt, zugesagt unnd versprochen, zehenmahlhundert tausent
870gulden zuerlegen, unnd von disem yetzt verfloßenen Anthonii204 an, also
871fort sechsmahlhundert tausent gulden mit den zinsen, und von er-
872melter zeit über sechs jahr zwaymalhundert tausent gulden,
873gleichsfahls mit den zinsen, unnd folgents über zwen, und von abge-
874wichenem Antonii an zurechnen, über acht jahren, die übrigen zwaymal-
875hundert tausent gulden sambt den zinsen anzunemen, und also Unnsere
876schulde abzutragen, sich auch der mittel unnd hilff, dadurch solches geschehen
877soll, miteinander unverzügclich vergleichenac wollen. [Art. IV.2] Daß Wir
878demnach, wie zuvor in der erbhuldigung geschehen, denen vom adel und
879stätten gnedigclich zugesagt, sy bey allen iren habenden privilegien,
880freyhaiten unnd gerechtigkait (die sy von Unnsern löblichen vorfahren,
881denad herzogen zu etc. erworben, geruehigclich und wolher-
882gebracht haben), insonderhait die vom adel, die sonst mit irenae ritter-
883lichen güetern ain freyer standt ist und sein soll, bleiben laßen, [Art. IV.3] auch
884dabey, deßgleichen bey der anno funffzehenhundert dreißig kaiser
885, chur-fürsten unnd ständen deß
886 zu ubergebenen
887und lutherischen religion unnd bey fridt unnd recht gnedigclich schuzen
888unnd hanndthaben, [Art. IV.4] auch denaf allgemeinen und sonderbahren205 Unnß für-
889gebrachten beschwerungen unnd clagen, welchen noch nit abgeholffen,
890aber dennoch clar und auf sigel unnd brife206 oder kundtbarlichen207 ent-
891wehrungen208 beruhen, unverzüglich und ohne ferner vorweisen oder rechts-
892gang abhelffen, die andern aber, welche nicht so kundtbar, sondern
893altiorem indaginem erfordern, durch die nachgeseßene unpartheysche
894commissarien (welche sich unverzüglich darzue entledigen sollen und
895wollen) oder durch nidersezung der räthe oder parium curia,
896wie solches dem clagenden theil am besten gelegen und von Unnß
897pitten werden, noch vor Johannis209 den anfang geben unnd folgents
898mit dem allerförderlichsten, unnd zum lengsten innerhalb Jahrs
899frist zu entlicher210 erörterung, gnediger und billiger211 endtschafft212
900kommen unnd gelangen laßen wollen, [Art. IV.5] mit disem anhange unnd
901gnedigen zusage, daß dise der landtschafft iezt abermals ge-
902leistete freywillige hilff, inen und allen iren nachkommen,
903daran unnd also an iren privilegien, freyhaiten, gewonnhaiten,
904und von Unnß habenden revers (welchen Wir hiemit in der aller besten
905formb, maß und gestalt, wie solches von rechtswegen geschehen soll,
906kann oder mag, verneuert, erweitert unnd confirmirt haben wollen)
907ganz unschedlich unnd unnachtailig sein soll. [Art. IV.6] Sy sollen auch solche
908unnd dergleichen beschwärungen auf sich zunemen unnd hülffe zu laisten
909hinfüro nicht schuldig noch verpflichtig sein, sondern allewege bey iren
910alten privilegien und freyhaiten, unnd der alten gewöhnlichen
911einfechtigen landtbeten (wann in künfftigen zeiten ein fürstlich
912freulein außgeben unnd außgesteurt wurde, daß sy auch unnd
913nichts anders dann auf vorgehende frey unnd guetwillige beliebung,
914unnd sonsten nicht, zuleisten sollen schuldig sein) gelaßen unnd weiter
915Unnser oder Unnserer erben unnd nachkommenden herzogen zu Meckeln-
916burg schulde anzunemen und zubezahlen nicht schuldig sein und damit in
917keinen weeg mit nichten beschweret werden. [Art. IV.7] Damit auch solche yezt-
918bewilligte summa der zehenmahlhundert tausent gulden, desto
919füegclicher und trägclicher könne und müge auf und zusammen gebracht
920werden, wollen Wir nicht allein gewilliget und nachgegeben haben,
921daß alle Unnsere clöster und ämpter unnderthanen, deßgleichen
922alle geistliche unnd weltliche güetter, der fürstlichen leib-
923geding underthanen und der vom adl leibgeding unnd frembder
924prelaten oder anderer, außer oder innerhalb landes gesessen,
925güeter, so ire nahrung in Unsern landen haben unnd Unnsers schutz
926unnd beschürmung genießen, waß standts oder condition die sein, von
927Unnsern vorfahren oder Unnß privilegieret, oder nicht, wie die namen
928haben mügen, niemandt außgezogen213, müge beleget werden, sondern
929Wir sollen unnd wollen auch daranne sein, die gnedige verordnung
930und vorsehung zu thun, das allerding hierin niemandt, benandt oder
931nicht benant, sich selbst oder sonst jemandt auß ziehen unnd eximirn,
932sondern die von gemeiner landtschafft gewilligte hilff würcklich
933praestiren unnd laisten sollen. [Art. IV.8] Wir sollen und wollen
934auch einer erbaren landtschafft die freye disposition und dis-
935pensation über der zusammenbringung und gleich voneinander theilung
936der bewilligten summen, wolag ander außgaben solcher hilff geruehigclich
937laßen, unnd sonderlich inen das vorschreiben unnd assecurirn. So soll
938auch der nachstandt von der vorigen tripelhülff, so verhanden oder
939noch in unnsern embtern oder bey andern Unsern underthanen restirn,
940oder auch von neuem von Unnsern befelchshabern aufgenommen worden,
941in dise summa der zehenmahlhundert tausendt gulden geschlagen,
942unnd darzu gebracht unnd angewendet werden.

943[Art. IV.9] Da auch von obgedachten puncten und articuln ein oder mehr solte
944übergangen, nachgelaßen unnd in seumbnus gestellet unnd von Unnß
945nicht würcklich volnzogen unnd ins werckh gerichtet werden, welches
946doch nicht geschehen soll, so soll alß dann auf den fall auch dagegen
947eine underthenige landtschafft, der bewilligten hülffe folge zuleisten,
948ferner unnd weiter zu contribuiren, unverstricket und unverbunden
949sein, sondern diselbe auf fürgehende cognition der sachen, so vor Unsere
950nidergesazte landt- unnd hoffräthen auf der clagenden partey an-
951suchung alßbaldt unnd unverzügclich angestellet werden solle, so lange
952einzustellen unnd fallen zulaßen, sambt unnd ein yeder insonderheit guet
953fueg unnd macht haben, auf welchen fall Wir sy mit ernstlichen schreiben,
954mandaten unnd pfandungen ganz unnd gar verschonen unnd nicht beschwären wollen.
955[Art. IV.10] Solches alles unnd yedes, wie obgeschrieben, haben Wir sambt unnd sonderlich
956alß die regierende landes fürsten vor Unns unnd Unnsere erbenn
957unnd nachkommende herzogen zu Meckelnburg etc. Unnsernah unterthanen
958vom adel und stetten zugesagt und versprochen, zusagen unnd ver-
959sprechen inen solches alleß sambtlich und jedes insonderhait in crafft und
960macht dises Unnsers offenen brifes und reverses, bey Unnsern
961wahren wortten, fürstlichen ehren unnd würden unnd glauben, solches
962steth unnd fesst, unverbruchlich unnd aufrichtig zuhaltten und zuvolnziehen,
963dawider nichts für zunemen unnd zuhandlen, noch iemandts anders dawider
964zuthun gestatten, alles getreulich und ungefehrlich. Urkundlich
965haben Wir Unnser innsigl an disen brief hangen laßen, den Wir
966auch mit eigner handt underschrieben haben, geschehen zu
967 den dreyunndzwainzigisten Februarii, nach Christi, unsers
968erlösers unnd seeligmachers, geburth ain tausent
969sechshundert ainunndzwainzigisten jahresai.

970 Herzog
971zu [...]
972 Herzog
973zu [...]

974Unnd darauf obgerürte lanndtstände in underthenigs-
975tem gehorsamb angeruffen unnd gebetten, daß
976 obbestimbte verträg vnnd waß dennselben aller-
977dings anhengig, alles ires innhalts zu ratificiern214, confirmiren215 unnd
978zu bestetten216 gnedigclich geruehen woltten. Deß haben Wir
979angesehen solch gedachter gemeinen lanndtschafft underthenig diemütig
980unnd zimblich pitt unnd darumben mit wolbedachtem mueth, guetem
981rath unnd rechter wißen, auch damit daß erhobene mißvernemen217 auß
982dem weeg geraumbt unnd allezeit guetes vernemen zwischen herrn
983unnd underthanen verpleibe und fortgepflanzt werde, obgeschrieben verträg, alß
984yetzt regierender römischer kaiser, in allen unnd yeden iren puncten, clau-
985suln, articuln, innhalt, mainung unnd begreiffungen (doch mit dem
986vorbehalt unnd disem verstandt unnd maß, daß der punctus religionis
987in allweeg verstanden werden solle, wie solches die hailsamen reichsconsti-
988tutiones vom religion frieden an sich selbsten mitbringen und dernthalben
989darinnen außtruckliche vorsehung geschehen ist, darbey Wir auch viel-
990gedachte Meckelburgische landtstandt schützen unnd handthaben wollen)
991gnedigclich ratificiert, confirmirt unnd bestettigt. Thuen daß
992ratificiern, confirmirn, unnd bestettigen diß alles obgerürtter
993maßen, auß römischer kaiserlicher macht volkommenhait, hiemit
994wißentlich in unnd mit crafft diß briefs, Waß Wir gedachter ritter-
995schafft unnd landt ständen daran von rechts unnd pillichait wegen
996zu confirmirn und zubestettigen haben, confirmirn und bestettigen
997sollen unnd mögen, unnd mainen, setzen unnd wollen, von obberürter
998Unnser kay:[serlichen] macht, daß obinserirte verträgen unnd waß
999denselben allerdings anhengig, in allen unnd jeden iren wortten,
1000puncten, clausuln, articuln, innhaltt, mainung unnd begreiffung
1001obangeregt und nit anderst verstandener maßen stett, fest und
1002unverbrüchlich gehaltten und volzogen, auch von niemanden, wer der oder
1003die auch sein mogen, weder inner noch außerhalb gerichts, darwider
1004etwas fürgenomen, gehandelt oder unterstanden werden solle, in gar
1005keinerley weise noch weeg, doch Unns unnd dem , an Unseren
1006ober unnd lehenschafft und sonst mennigclich an seinen rechten unnd
1007gerechtigkaiten unvergrieffen unnd unnschedlich, und daß der punctus
1008religionis obangedeuter gestalt unnd nit anders, alß wie solches
1009die hailsame religion unnd prophan friden an sich selbsten mitbringen
1010und derethalben darinnen außstruckliche vorsehung geschehen ist,
1011darbey auch sy, die offtgedachten landtstände von Unnß, wie obge-
1012schrieben, gnedigist geschüzt und gehandthabt werden sollen. Unnd gebieten
1013darauf allen unnd yegclichen churfürsten, fürsten, geistlichen und welt-
1014lichen praelaten, graven, freyen, herren, rittern, knechten, hauptleuthen
1015landtvögten, vizedomben, vögten, pflegern, verwesern, ambtleuth, schult-
1016haißen, bürgermaistern, richtern, räthen, burgern, gemeinden unnd
1017sonst allen andern Unsern und deß underthanen und getreuen,
1018waß würden, stanndt oder wesens die seindt, ernstlich unnd festigclich
1019mit diesem brief unnd wollen, daß sy vorgedachte ritter- und landtschafft
1020ins gemain an obeinverleibten verträgen, auch dieser Unnserer ratifica-
1021tion, confirmation unnd bestettigung nitt irren noch hintern218,
1022sonder gedachte lanndtständt unnd dero nachkümbling219 dern220 geruehig-
1023clich freuen, gebrauchen, genießen unnd genzlich darbey bleiben laßen,
1024auch von Unsert und deß wegen darbey schutzen und
1025hanndthaben, und darwider nicht thuen, noch daß yemandt anderm zuthun gestatten,
1026in kaine weiß noch weege, alß lieb ainem yeden seye, unnd deß
1027 schwäre ungnadt und straffe unnd darzu ain poen221, nemblich funffzig marckh
1028lötiges goldts222 zuvermeiden, die ein yeder, so offt er fräventlich hierwider thette,
1029Unnß halb in Unnser unnd deß reichs cammer unnd den andern halben thail
1030mehr vielberürten lanndtständen sambtlichen unnachleßlichen zubezahlen ver-
1031fallen sein solle, mit urkundt diß briefs, besigelt mit Unnserm kaiserlichen
1032anhangenden insigel, geben in Unnserer statt , den sybenzehenden
1033Februarij, nach Christi Unnsers lieben herrn unnd seeligmachers gepurth,
1034sechzehenhundert unnd im sechs und zwainzigisten, Unnserer reiche, deß römischen
1035im sybenden, deß hungrischen im achten223 unnd deß bohembischen im neundten jahrn224,
1036

1037v[idi]t
1038
1039
1040
1041
1042Ad mandatum Sac.[rae] Caes.[areae]
1043Maiestatis proprium
1044 [manu propria subscripsit (?)]


Textapparat

a Korrigiert aus: Zlaßen.
b Korrigiert aus: Dobberstain.
c Korrigiert aus: keinen.
d Korrigiert aus: von.
e schließende Klammer ergänzt.
f Dittographie (infolge des Zeilenwechsels).
g nicht bei Lünig.
h Korrigiert aus: dem.
i Korrigiert aus: Vnserm.
j Korrigiert aus: disem.
k fehlt in der Urkunde, ergänzt nach Lünig, Bd. 9, S. 523.
l sic.
m öffnende Klammer ergänzt.
n Korrigiert aus: schulden.
o Korrigiert aus: oder.
p Korrigiert aus: der.
q Korrigiert aus: veriagten.
r Korrigiert aus: ver.
s Korrigiert aus: seinem.
t Korrigiert aus: ewige.
u Korrigiert aus: Brautschutz.
v Korrigiert aus: auch.
w Korrigiert aus: Göttlicher [Die Korrektur wurde bereits in der Urkunde vorgenommen.].
x Korrigiert aus: andern.
y Korrigiert aus: Wann.
z Korrigiert aus: noch.
aa Der Abschnitt »Zum Sechsundvierzigsten« wurde bei Anfertigung der Bestätigungsurkunde anscheinend ausgelassen (Seitenwechsel). Bei Lünig, Bd. 9, S. 529 lautet er: »Betreffend fürs Sechs und viertzigste der Bauren übermäßige Kosten / bey Hochzeiten / Gilden [= Festmählern] und Kindtauffen / wollen Wir zu Abschaffung derselben gebührende Anordnung zu machen wissen.«
ab Korrigiert aus: Kutschen.
ac Korrigiert aus: vorglichen.
ad Korrigiert aus: dem.
ae Korrigiert aus: irem.
af Korrigiert aus: dem.
ag »so wol« bei Lünig.
ah Korrigiert aus: Vnnsere.
ai Korrigiert aus: Jahren.
aj zuo (?).

Sachliche Anmerkungen

1 Die Pronominalformen im Pluralis maiestatis beziehen sich im Rahmentext der Urkunde jeweils auf Kaiser , in den Abschnitten I und II auf die mecklenburgischen Herzöge und , in den Abschnitten III und IV auf die Herzöge und , soweit nicht eigens anders angegeben.
2 erwählter; Ferdinand II. wurde am 28. August 1619 in Frankfurt/M. zum römisch-deutschen Kaiser gewählt, aber niemals vom Papst gekrönt. Deshalb bediente er sich der schon von Karl V. vor dessen Krönung in Rom gebrauchten Formulierung.
3 Kaiser führte seit 1500 den Titel »Fürst in Schwaben«.
4 an der Regierung (?)
5 Urkunde.
6 jedermann.
7 Die Urkunde nennt die Namen nicht.
8 vormals.
9 Eigtl. Onkel, auch Vetter; auch allgemein zum Ausdruck freundlich-respektvoller Beziehung.
10 den obenerwähnten.
11 Vereinbarungen.
12 Verbindliche Zusicherungen.
13 Beschwerden, Belastungen.
14 Rechtswesen.
15 Unordnungen, ungeregelten Zuständen.
16 Zwistigkeiten.
17 darum.
18 aus dem Grund = von Grund aus.
19 heilen, verbessern.
20 Verhandlungen.
21 Verbindliche Zusage, Vereinbarung.
22 Verträge.
23 Streitigkeiten.
24 Die Formel sichert die textliche Authentizität der aufgenommenen Urkunden.
25 Übernahme aus einer älteren Urkunde in eine neue, wobei der Aussteller der neuen Urkunde Verantwortung für die fortdauernde Gültigkeit, Rechtskraft und Durchsetzung der Inhalte übernimmt.
26 künftig.
27 inhalts, laut.
28 Universität Rostock, gegründet 1419.
29 enthalten.
30 schwören.
31 Erklärung der Unzuständigkeit des Gerichts.
32 schriftliche Bescheide.
33 ausgenommen.
34 abberufen.
35 durch Erschleichung.
36 Pönalmandat = schriftliche Strafandrohung.
37 Mandate mit clausula iustificatoria eröffneten im Vergleich zu solchen Mandaten ohne entsprechende Klausel den Beklagten erweiterte Möglichkeiten zur Verteidigung.
38 zur Rede stellen, zur Verantwortung ziehen, gerichtlich belangen.
39 der schiedsrichterlichen Entscheidungen des Reiches.
40 curia parium = Gerichtshof aus Ebenbürtigen.
41 ohne jede Weigerung oder Ausflucht.
42 für juristische Auseinandersetzung zur Verfügung stehen (?), sein Recht suchen lassen (?)
43 niedergeschriebenen, kodifizierten.
44 vorgesehen, bestimmt, festgelegt, angeordnet.
45 Einspruch, Gegenargument.
46 gerichtlich entschieden, geurteilt.
47 Die Klosterordnung von 1572 sah die Umwandlung der Klöster in Stifte zur Versorgung unverheirateter Frauen von Stand vor, denen überdies Mädchenschulen angegliedert werden sollten, wobei die Stiftsfrauen je nach Befähigung auch als Lehrerinnen oder Betreuerinnen/Aufsichtspersonal mitwirken sollten. Die Betonung des pädagogischen Elements dürfte nicht zuletzt daher rühren, dass die Neuorganisation und Umwidmung der Klöster mit der Wiederherstellung ihres ursprünglichen Erziehungszwecks begründet wurde, vgl. EKO 5, 250-262, bes. 251f.
48 Bestätigung.
49 zu entlassen.
50 Auf dem Landtag bei Sternberg im Juni 1549 wurde die lutherische Lehre allgemein für Mecklenburg rezipiert, 1552 wurde eine Kirchenordnung erlassen (vgl. Sehling EKO 5, [132-136] 161-219). Im Mai 1572 verfassten die Rostocker Theologen unter Federführung von David Chyträus eine Klosterordnung für die Frauenklöster (vgl. Sehling EKO 5, [143f] 250-262).
51 Zustimmung, Gutheißung.
52 Base, Cousine.
53 ausgenommen, abgesehen davon.
54 Bitte.
55 Besuch von Fürsten und Herren zu Pferde mit Gefolge im Kloster.
56 Verköstigung.
57 Hintersassen, Untertanen.
58 Einkehr, Einquartierung (insbesondere hoher Personen mit Gefolge), hier konkret: vierzehntägiger Aufenthalt einer Gesellschaft zur Hasenjagd.
59 hiermit darauf verzichtet.
60 jedermann.
61 formlos.
62 vorzubringen, anzubringen
63 Rechtswohltat = beneficium iuris, in der Rechtsordung vorgesehene (Verfahrens-)Erleichterung gegenüber dem juristischen Normalfall.
64 Während grundsätzlich bei Appellationsverfahren in der höheren Instanz nur auf Grundlage der Akten der Vorinstanz entschieden wurde, ermöglicht dieses Beneficium, in das Verfahren neue Argumente oder Beweismittel einzubringen.
65 zur Unterstützung beigegeben.
66 Der Berg erhielt seinen Namen, nachdem dort 1492 unter dem Vorwurf der Hostienschändung 27 Juden auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden waren.
67 vor.
68 Gebührensatz.
69 obrigkeitliche Einwilligungsurkunde.
70 zur Nutznießung auf Lebzeit, zum Nießbrauch.
71 Taxierung, Schätzung.
72 Geleit(sbrief), Schutzbrief, Pass.
73 Entlassungs-, Frei-
74 Münzeinheit im wendischen Münzverein, zu dem u. a. die Hansestädte Lübeck, Hamburg, Wismar und Lüneburg, aber auch Pommern und Mecklenburg gehören. Die Münzwerte schwankten im Laufe der Zeit; ab 1571 galten 32 Schillinge Lübscher Währung 1 Taler, ab 1620 entsprachen in Mecklenburg 48 Schillinge Lübecker Währung 1 (Reichs-)Taler.
75 Verhandlung.
76 Schutz- oder Geleitsbrief.
77 Lübecker Währung.
78 vmtl. schriftliche Erneuerung eines Lehensverhältnisses; evtl. auch: Bestätigung eines Bergbaurechts oder Zulassung zur Meisterprüfung in einem Handwerk. Lünig 9, 521, liest »Mieth-Zettel«.
79 Schilling Lübsch.
80 Empfehlungsschreiben.
81 herrschenden.
82 Lehen, an dem alle männlichen Angehörigen eines Adelsgeschlechts erbberechtigt sind.
83 Anwartschaft.
84 zum Leibgeding vermachen = zum Nießbrauch als Unterhaltsgut bestimmen.
85 Blutsverwandten der männlichen Linie.
86 dauerhaft, beständig, unverrückbar.
87 Geheim- oder Rücksiegel.
88 schriftliche Verpflichtung.
89 Belastungen, Lasten.
90 besonderen.
91 zugesichert.
92 ansässig.
93 Gelübde, Zusagen, Verpflichtungen.
94 beschützen.
95 Beschwerden.
96 klar, deutlich.
97 Urkunde(n).
98 bekannten.
99 Beraubungen.
100 Abweisen, Verweisen an eine andere Instanz (?)
101 indago altior = genauere Nachforschung, eingehendere Untersuchung.
102 untergeordneten.
103 sich dafür frei machen.
104 cura parium = Gerichtshof aus Ebenbürtigen.
105 vor.
106 Michaelistag ist der 29. September.
107 abschließender.
108 angemessener, fairer.
109 Abschluss.
110 Zusatz.
111 bestätigt.
112 Landbede, Abgabe auf Grundbesitz.
113 in die Ehe gegeben.
114 mit einer Aussteuer versehen werden soll.
115 zu übernehmen.
116 zugestanden.
117 Stellung, beruflicher Position.
118 ausgenommen.
119 Beisteuer, Beitragszahlung.
120 ausnehmen.
121 leisten.
122 Verfügung, Einteilung.
123 Befreiung, Ausnahme.
124 einbezogen.
125 dagegen, im Gegenzug.
126 Beitragszahlungen zu leisten.
127 nicht verpflichtet.
128 Untersuchung, Inaugenscheinnahme.
129 Berechtigung.
130 Bistumsverwalter, Stellvertreter des Bischofs.
131 Koadjutor des war nur der jüngere der beiden Brüder,
132 Beschwerdepunkte.
133 sich anheischig gemacht, sich bereiterklärt, sich verpflichtet.
134 Zur mecklenburgischen Kirchenordnung von 1552 etc. vgl. Sehling, EKO 5, 132-136, Text ebd. S. 161-219, spätere Ergänzungen ebd. S. 219-231. Zur Überarbeitung aus dem Jahr 1602 vgl. ebd. S. 146f.
135 deren.
136 Ausübung.
137 Dom.
138 Begräbnis.
139 in Lehren und Zeremonien.
140 Lehrer.
141 einzustellen.
142 Gremium aus Theologen und Juristen, das im Auftrag des Landesherrn das territoriale Kirchenregiment ausübt.
143 der bischöflichen Jurisdiktionsgewalt.
144 gemeinsam, in gemeinschaftlicher Verwaltung der Herzöge.
145 Aufsicht, Kontrolle.
146 Kirchen- und Schuldiener = Pfarrer und Lehrer.
147 von Amts wegen.
148 ermitteln, nachforschen, untersuchen.
149 untersuchen.
150 zu entheben, zu entlassen.
151 Verurteilte.
152 Vollstreckung.
153 aufzutragen.
154 Die Consistorial-Ordnung von 1570 ist abgedruckt in EKO 5, 231-247.
155 Die Superintendenten-Ordnung von 1571 ist abgedruckt in EKO 5, 247-250.
156 abgesehen von demjenigen.
157 im besonderen.
158 vorgesehen, bestimmt.
159 Berufungen.
160 Edelknaben = junge Adlige im Hofdienst (zur Ausbildung), Pagen, Knappen.
161 Dom-.
162 Gemeinschaft der leitenden Geistlichen??
163 Schulaufsicht.
164 ungebührlichen Verhalten.
165 aus dem Dienst zu entlassen, seines Amtes zu entheben.
166 unbenommen sein, freistehen.
167 deren.
168 zurückzuweisen, zu widerlegen.
169 Streitpunkte.
170 klar, deutlich.
171 angemessen.
172 zu behandeln, durchzunehmen.
173 Konfessionsbezeichnungen, das heißt insbesondere »lutherisch« und »reformiert«.
174 heranzuziehen, anzuführen.
175 die landwirtschaftlichen Einheiten, die den Pfarr- oder Schulstellen zugeordnet waren und oft auf fromme Stiftungen früherer Zeiten zurückgingen; sie wurden von den Pfarrern oder Lehrern teils selbst bewirtschaftet, teils verpachtet, um auf diese Weise erhebliche Teile ihres Unterhalts zu erwirtschaften.
176 nach der Aufteilung des in die Herrschaftsbereiche und im Jahr 1621.
177 irgendetwas.
178 zu frommen Zwecken.
179 in fremden Besitz überführt.
180 Visitationsberichte.
181 ebenso die Berichte über die (Regional-)Synoden.
182 betreffend
183 das Recht, Gemeindepfarrer vorzuschlagen und zu berufen.
184 das Patronatsrecht, wohl aus dem germanischen Eigenkirchenwesen hervorgegangene Verfügungsgewalt über kirchliche Bauten, Grundbesitz und Stellenbesetzungen (im Lauf der Zeit immer weiter eingeschränkt).
185 benennen.
186 Bestätigung.
187 eine gemeinsame Einrichtung beider Teilherrschaften.
188 (siehe oben).
189 deren, von denen.
190 Beisteuern.
191 abwechselnd.
192 Ausnahme(regelung).
193 regionalen Verwaltungsbeamten mit Zuständigkeiten im Finanzwesen.
194 berittenen Boten in Landesdiensten, u. a. mit Aufgaben im fiskalischen Bereich.
195 Anzeige, Hinweis.
196 Erbpacht.
197 Windspiele, Jagdhunde.
198 vom ersten Tag des Verzugs an.
199 als Zins.
200 ihnen.
201 die Gebühr = pflichtgemäß.
202 unter Dach und Schwelle.
203 Gasthäuser, Schenken.
204 Der Wüstenvater Antonius ist der Tagesheilige des 17. Januars.
205 besonderen, speziellen.
206 Urkunden.
207 allgemein bekannten.
208 Beraubungen.
209 Johannes der Täufer ist der Tagesheilige des 24. Juni.
210 abschließender
211 gerechter.
212 Beendigung, Abschluss.
213 ausgenommen.
214 beglaubigen.
215 bekräftigen, bestätigen.
216 bestätigen.
217 Missverständnis, Unstimmigkeit.
218 (be)hindern.
219 Nachkömmlinge, Nachfolger, Nachfahren.
220 deren, d. h. der Verträge bzw. der vertraglichen Vereinbarungen und Bestimmungen.
221 Strafe, Strafzahlung.
222 vollwichtigen, unverfälschten Goldes.
223 Ferdinand war seit 1618 König von Ungarn und Kroatien.
224 Ferdinand war seit 1617 König von Böhmen.